Besonders schöne Ausflugsziele im Frühling in der Schweiz
Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die Haut kitzeln und sich die ersten Frühlingsblumen als Farbtupfer in der Landschaft zeigen, locken schöne Ausflugsziele in der Schweiz im Frühling, um die erwachende Natur draussen zu geniessen. Je nach Region beginnt die Blütezeit, von Frühblühern und der Obstblüte bis zu ganzen Blütenlandschaften, unterschiedlich früh. Während in südlichen Lagen der Schweiz schon im Spätwinter Gärten und Parks aufblühen, folgen andere Gegenden erst später.
Der Frühling wandert gewissermassen durch das Land. Er startet in milden Regionen, breitet sich entlang von Seen und in tieferen Lagen aus und erreicht schliesslich auch höhere Gebiete. Mit ihm kommen nicht nur Blüten und frisches Grün, sondern auch neue Farben, Düfte und Leben zurück. In Zoos werden die Tiere aktiver und der erste Nachwuchs zeigt sich, in Parks verbinden sich Kunst und Natur, und in Gärten entdeckt man Pflanzen aus aller Welt. Wer weiss, wann was blüht und wo sich besonders schöne Orte für einen Frühlingsausflug befinden, kann diese Zeit draussen besonders intensiv erleben.
Lass dich für schöne Ausflüge im Frühling inspirieren und plane deine Tagesausflüge oder Wochenenden in der Schweiz mit unseren Tipps und mache dir dein eigenes Bild.



Frühlingserwachen und Blütezeit in der Schweiz
Der Frühling kommt in der Schweiz nicht an einem einzigen Tag, sondern er zieht von Süden nach Norden und vom Tal in die Berge durch das Land. Neben Lage, Höhe und Sonneneinstrahlung spielt auch das Wasser eine Rolle. Seen wirken wie Wärmespeicher und sorgen dafür, dass sich die Natur in ihrer Umgebung früher entwickelt als in anderen Regionen. Deshalb blühen in südlichen Landesteilen und in milden Seeregionen erste Pflanzen wie Magnolien und Kamelien oft schon, während andernorts noch Winter ist.
Wer einen Ausflug im Frühling plant, tut gut daran, nicht nur den Kalender im Blick zu haben, sondern auch Region und Höhenlage. Ein sonniger Frühling beschleunigt vieles, Kälteeinbrüche können die Blüte dagegen verzögern.
Hilfreich für die Planung sind aktuelle Informationen aus der Region. Webcams zeigen das Wetter vor Ort und geben oft auch einen Eindruck vom Stand der Natur. In Obstbauregionen informieren während der Blueschtzeit zudem Hotlines über den Fortschritt der Blüte.
Was blüht, wann – erste Anhaltspunkte
- Tessin und milde Regionen: erste Blüten oft ab Februar
- Nordschweizer Seenregionen: Obst- und Kirschblüte meist im April
- Höher gelegene Parks und Gärten: Rhododendren und Azaleen ab Mai
- Berglagen: Blütenlandschaften ab Mai/Juni (höhenabhängig)

Frühling im Tessin – wo die Blütezeit beginnt
Der Frühling im Tessin wirkt intensiver als anderswo in der Schweiz. Vielleicht liegt es an den angenehmen Aussentemperaturen, während im Rest des Landes oft noch tiefer Winter herrscht. Kaum hat man die Alpen durchquert, blühen Forsythien. Angekommen in Lugano, Locarno oder Ascona taucht man ein in diese Leichtigkeit des Seins, die man sonst eher aus südlichen Ländern kennt.
Dolce Vita bedeutet hier nicht nur, eine Eis-Creme und einen Espresso in der Sonne zu geniessen, sondern das gesamte Flair. Und als Bonus gibt es besonders schöne, blütenreiche Ausflugsziele im Frühling, von denen ich dir nachfolgend einige vorstelle.
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Kamelienpark Locarno
Bereits ab Februar beginnen im Kamelienpark Locarno die ersten Kamelien zu blühen. Im März steigert sich das Schauspiel, wenn immer mehr Sorten erblühen. Weisse, rote und rosa Blüten zwischen dunklem Laub kündigen den Frühling an, auch wenn die Berge noch schneebedeckt sind. Kamelien, Magnolien und der Blick auf den Lago Maggiore entfalten eine besondere Frühlingsstimmung.
Locarno wird nicht umsonst als Stadt der Blumen bezeichnet. Schon in den 1920er-Jahren fanden hier Blumenfeste statt. Heute knüpft die Veranstaltung „Camelie Locarno“ im Frühling an diese Tradition an. Doch auch ausserhalb dieses Wochenendes lohnt sich ein Besuch.
Mehr zu Locarno, Ausflügen in und um Locarno im Frühling findest du im Beitrag: «Locarno dem Frühling auf der Spur«.

Botanischer Garten Gambarogno
Der Botanische Garten Gambarogno liegt oberhalb des Lago Maggiore zwischen Pizzogna und Vairano auf der Locarno gegenüberliegenden Seite. Durch die erhöhte Lage öffnen sich hier weite Ausblicke auf See und Berge, während es im Garten selbst eine grosse Pflanzenvielfalt zu entdecken gibt. Besonders im Frühling ist dies ein lohnendes Ausflugsziel für Blumenfans im Tessin.
Alter Baumbestand und zwei Bäche bilden den Rahmen für viele früh blühende Sträucher wie Kamelien und Magnolien. Immer wieder öffnen sich Blicke über Blüten hinweg in die Landschaft. Durch die erhöhte Lage sind hier viele Blüten noch in Knospe während sie unten am See schon voll erblüht sind.

Mehr zu diesem Ausflugsziel im Frühling in der Schweiz erfährst du in unserem Beitrag zum «Botanischen Garten Gambarogno«.
Brissago Inseln
Ein Tagesausflug zu den Brissago Inseln ist perfekt, um den Frühling in der Schweiz so richtig zu geniessen. Wasser, Sonne, Pflanzenvielfalt, schöne Sitzplätze und gutes Essen – hier kann man so gut auftanken. Wer die Insel ungestört geniessen will, kann über eine Übernachtung im hervorragend bewerteten Hotel Villa Emden* auf der Insel nachdenken. Allerdings quaken im Frühling die Frösche im Teich.

Auf den Brissago Inseln im Lago Maggiore herrschen die höchsten durchschnittlichen Jahrestemperaturen der Schweiz. Insofern kannst du bei einem Besuch des botanischen Gartens auf den Brissago Inseln botanisch über fünf Kontinente reisen. Allerdings kannst du dieses Ausflugsziel erst ab Mitte März oder Anfang April geniessen. Der Fährplan richtet sich ein wenig nach dem Wetter.
Die Kombination aus einer Schifffahrt über den Lago Maggiore ab Locarno (am längsten) oder Ascona und dem Besuch des Gartens in voller Frühlingsblüte macht dieses Ausflugsziel im Tessin besonders.
Weitere Informationen findest du im Beitrag Brissago Inseln – Rundgang auf der Isola Grande.

Parco Scherrer Morcote
Morcote hat einen ganz eigenen Charme, dem wir vom ersten Augenblick an verfallen sind. Eingeklemmt zwischen Luganersee und Bergen bietet der Ort mit seinen Häusern, Palazzi und der oberhalb thronenden Kirche Maria del Sasso alles, was es braucht, um in Ferienstimmung zu kommen.
Den Ort kann man eigentlich nicht verlassen, ohne den Parco Scherrer, der ab Mitte März geöffnet ist, besucht zu haben. Subtropische Vegetation in Kombination mit Architekturen fremder Kulturen beschreibt diesen am Hang gelegenen Park wohl am ehesten. Skulpturen, Tempel, ein Teehaus, lauschige Plätze zum Verweilen und grandiose Ausblicke über den See machen ihn zu einem besonderen Ausflugsziel im Frühling in der Schweiz, auch wenn es an typischen Frühlingsblühern fehlt.

Ein Besuch von Morcote und dem Parco Scherrer, kombiniert mit einer Schifffahrt auf dem Luganersee, ist ein entspannter Tagesausflug. Parkplätze sind eher knapp, daher empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Relaxen im Parco Ciani Lugano
Mitten in Lugano am Luganersee gelegen, ist der Parco Ciani so etwas wie die grüne Lunge der Stadt. Die Verbindung aus Kunst und Natur, alten Bäumen, Blumenrabatten, grosszügigen Wiesenflächen, kleinen Seezugängen und einem Spielplatz im Schatten macht diesen Park zu einem beliebten Ausflugsziel im Frühling im Tessin. Besonders während der Blütezeit zeigen sich hier erste Frühlingsblüten und frisches Grün direkt am Wasser.
Hier kann man die Seele baumeln lassen. Strassencafés, Museen und die umliegende Bergwelt machen Lugano zu einem vielseitigen Ziel für Ausflüge im Frühling.
Mehr Ausflugsideen ab Lugano findest du im gleichnamigen Beitrag.

Parco San Grato Carona
Der Parco San Grato liegt auf knapp 700 m Höhe oberhalb des Bilderbuchstädtchens Carona an den Hängen des Monte Arbostora. Durch die Höhenlage verschiebt sich die Blütezeit im Vergleich zum Luganersee nach hinten. Der Park ist bekannt für seine grosse Anzahl an Rhododendren, Azaleen und verschiedenen Nadelbäumen.
Ob man den Parco San Grato auf einer Wanderung besucht, wie wir es gemacht haben, oder direkt mit dem Bus ab Lugano oder mit dem Auto hochfährt, spielt kaum eine Rolle. Wunderbare Ausblicke gehören in jedem Fall dazu. Den Bericht zur Wanderung, auf der wir den Park besucht haben, findest du hier.

Auch eine Umrundung des Monte Arbostora bietet sich an. Dazu folgt man dem Wanderweg bis zur Alpe Vicania und geht anschliessend weiter zur Wallfahrtskirche Madonna d’Ongero, bevor man wieder in Richtung Carona zurückläuft. Es lohnt sich, dort Zeit einzuplanen und den Ort näher zu erkunden.
Gäste des Hotels Villa Carona* können im Parco San Grato in einem eigens aufgebauten «Million Star Tree Tent» in einem Zelt unter Bäumen im Park übernachten. Dieser Sonderaufenthalt muss speziell gebucht werden.
Früher Frühling in milden Regionen nördlich der Alpen
Der Frühling zeigt sich nördlich der Alpen nicht überall gleich früh. Eine Ausnahme bildet Basel. Durch die Lage im Rheintal und die geschützte Position am Rand des Juras erwärmt sich die Region schneller als viele andere Gegenden der Nordschweiz. Weniger Nebel und mehr Sonnenstunden sorgen dafür, dass sich erste Frühlingsblüten hier schon zeigen, während andernorts noch winterliche Zurückhaltung spürbar ist.
Merian Gärten Basel
Die Merian Gärten sind im Frühling ein ruhiger Ort, um das Erwachen der Natur zu beobachten. Zwischen historischen Gartenbereichen, offenen Wiesenflächen und Themengärten erscheinen Schneeglöckchen, Wildtulpen und andere Zwiebelpflanzen als erste Farbtupfer. Während sich die Bäume langsam mit frischem Grün füllen, setzen diese Frühlingsblüten leuchtende Akzente.
Die Anlage zeigt eine beeindruckende Vielfalt. Blühende Beete, alte Gehölze und weite Wege wechseln sich ab. Besonders spannend sind die botanischen Sammlungen. Es gibt Sammlungen von Schneeglöckchen, viele verschiedene Clematis und eine grosse Auswahl historischer Iris. Ergänzt wird dies durch Bereiche mit alten Obst- und Gemüsesorten, die im Rahmen von ProSpecieRara erhalten werden. Gerade im Frühling lohnt es sich, dafür bewusst Zeit einzuplanen.

Botanischer Garten Basel
Mitten in der Stadt liegt der Botanische Garten Basel und bietet auf vergleichsweise kleinem Raum eine erstaunliche Pflanzenvielfalt. Schon im Frühling lohnt sich ein Besuch. In den Aussenbereichen erscheinen erste Blüten zwischen Gehölzen, Staudenbeeten und besonderen Pflanzensammlungen. Alles wirkt etwas dichter und konzentrierter.
Ein eigener Reiz sind die Gewächshäuser. Während draussen der Frühling erst langsam Fahrt aufnimmt, herrscht hier immer üppiges Grün. Tropische Pflanzen, Sukkulenten und wärmeliebende Arten schaffen einen spannenden Kontrast zur noch kühlen Jahreszeit. So verbindet dieser Garten einen klassischen Frühlingsausflug mit botanischen Eindrücken aus anderen Klimazonen.
Bist du sowieso in Basel Stadt unterwegs, lohnt sich ein Abstecher.

Ermitage Arlesheim
Die Ermitage in Arlesheim ist ein Landschaftsgarten in englischer Tradition, der eine Vielzahl an Entdeckungen bereithält. Gerade im Frühling lohnt sich ein Spaziergang durch die Anlage, wenn die Wege wieder einladen und sich das Licht in den Bäumen verändert. Teiche, Tempel und Grotten geben dem Garten eine besondere Atmosphäre. Die Anlage geht auf die Initiative von Balbina von Andlau, der Gemahlin des damaligen fürstbischöflichen Landvogts Franz Carl von Andlau, zurück. Sie erkannte die natürliche Schönheit der Umgebung und liess den Garten gestalten. Im Juni 1785 wurde die Ermitage feierlich eröffnet und entwickelte sich rasch zu einem Anziehungspunkt für vornehme Gäste aus ganz Europa.

Am Ende der Französischen Revolution wurden sowohl Schloss Birseck, das auf einer Hügelspitze thront, als auch der Landschaftsgarten zerstört. Der Sohn von Balbina von Andlau begann später mit dem Wiederaufbau im romantischen Stil – wobei das Schloss bewusst als Ruine erhalten blieb. Heute kann die Schlossruine sonntags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.
Die Ermitage und die Schlossruine gehören heute einer Stiftung, die sich um deren Erhalt kümmert. Für Kinder gibt es einen Rätselführer, der den Besuch des Landschaftsgartens zu einem spielerischen Erlebnis macht. Während der Schlossöffnungszeiten lädt zudem das Schlosscafé zum Verweilen ein. Den selbstgebackenen Kuchen können wir nur empfehlen.

Blütenlandschaften an Seen und in tieferen Lagen
Rund um Seen öffnen sich im Frühling weite Blütenlandschaften. Obstbäume stehen in Reihen an Hängen und auf Feldern, weisse und rosafarbene Blüten überziehen ganze Regionen. Die Landschaft wirkt heller, weiter und fast ein wenig stiller. Solche Orte gehören zu den besonderen Ausflugszielen im Frühling, weil hier nicht einzelne Pflanzen im Mittelpunkt stehen, sondern das Zusammenspiel von Natur und Kulturlandschaft.
Obstblüte am Bodensee
Die Obstblüte lässt sich an vielen Orten rund um den Bodensee erleben. In Altnau führt der Apfelweg durch ausgedehnte Obstplantagen. Genau genommen sind es drei Wege, die sich miteinander kombinieren lassen. Entlang der Routen vermitteln Informationstafeln Wissenswertes rund um Obstbau und Natur, oft verbunden mit kleinen Aufgaben für Kinder. Dadurch eignen sich diese Erlebniswege gut für einen Frühlingsausflug für Familien.
Bei unserem Besuch waren wir etwas zu früh unterwegs und erlebten statt der Apfelblüte die Kirsch- und Birnbaumblüte. Entlang des roten Weges, dem Apfelweg Lisi, wachsen zudem weitere Obstarten wie Traubenkiwis.

Stärken kannst du dich unterwegs an einem Hofladen in Selbstbedienung. Das kleine Tiergehege mit den neugierigen Ziegen, den Enten und Gänsen zieht die Kinder fast mehr an, als die Leckereien aus dem Hofladen.
Zum Abschluss lohnt sich ein Abstecher an den Hafen. Der lange Steg von Altnau ragt weit in den Bodensee hinaus und bietet einen schönen Blick über Wasser und Landschaft.
Die «Bluescht-Zeit«, wie der Schweizer die Blütezeit nennt, ist auch auf weiteren Wege wie auf der Wanderung Blüten-Sepp oder der Route Madame Bluescht zu erleben. Wer sich fragt, wann blühen die Obstbäume am Bodensee, findet beim Tourismus-Büro im Thurgau aktuelle Informationen zum Stand der Blüten.

Kirschblüte am Zugersee
Seit ca. 600 Jahren wachsen rund um den Zugersee die Kirschbäume, um die sich viele Traditionen und Bräuche drehen. Seit etwa 150 Jahren wird der Zuger Kirsch in die Welt exportiert. Zug und die Kirschen sind untrennbar miteinander verbunden. Tourismus Zug hat drei Chriesiwege geschaffen, auf denen man die Kirschblüte bewundern kann. Der wohl bekannteste ist der knapp 19 km lange Weg von Zug über Oberwil und Walchwil nach Arth-Goldau. Kombiniert man die Wanderung mit einer Schifffahrt auf dem Zugersee hat man bei schönem Wetter ein perfektes Ausflugsziel im Frühling. Der Saisonstart der Schiffe beginnt Mitte April.
Eine Abwandlung des Weges führt von Zug nach Oberwil und in einem Rundweg zurück. Auf diesen seenahen Wegen blühen die Kirschbäume deutlich früher als auf dem dritten Weg. Wir waren auf dem 14 km langen Chriesiweg von Menzingen über den Gubel und den Zugerberg nach Zug unterwegs. In den höher gelegenen Abschnitten blühten die Bäume noch nicht. Erst in Zug standen die Kirschbäume bereits in voller Blüte.
Wer sich fragt, wann blühen die Kirschbäume am Zugersee, sollte die Höhenlage beachten. Seenah beginnt die Blüte früher, in höher gelegenen Orten später. Aktuelle Informationen zum Stand der Blüten erhält man bei Zug Tourismus.

Frühling am Genfersee
Am Genfersee zeigt sich der Frühling vielgestaltig. Das zarte Grün der Weinterrassen im Lavaux lädt zu Spaziergängen ein. Auch wenn die Weinblüte eher unspektakulär ist, ist es der Blick über den Genfersee an einem sonnigen Tag keineswegs. Die Weinterrassen habe ich ausführlicher im Beitrag zu «Herbstausflügen am Genfersee» beschrieben, wenn die Trauben reifen.
In Morges verwandeln Tausende Tulpen den Parc de l’Indépendance und weitere Frühlingsblumen in einen grossen Blumenteppich unter alten Bäumen. Das Tulpenfest beginnt bereits im März, die Hauptblütezeit der Tulpen liegt jedoch im April.
Im etwas höher gelegenen Château de Vullierens erreicht der Frühling Mitte Mai einen weiteren Höhepunkt. Hier verbinden sich Kunst, Landschaft und Pflanzen zu einem besonderen Ensemble.
Mehr zu Frühlingsausflügen am Genfersee findest du im Beitrag „Frühling am Genfersee“.

Frühling in und um Zürich
Das Frühlingserwachen in Zürich ist zauberhaft. In Parks und entlang vieler Strassen zeigen sich erste Blüten, noch bevor sich die Bäume vollständig belauben. Beispielhaft seien der Belvoir Park, die barocke Parkanlage Rechberg oder der Rieterpark genannt. Ein Stadtbummel lässt sich im Frühling wunderbar mit einem Abstecher in eine der vielen Grünanlagen verbinden.
Im Rieterpark kannst du dir beispielsweise vorab ein Picknick mit Decke bestellen und es dir zur Mittagszeit an einem schönen Flecken gemütlich machen. Ein Museumsbesuch rundet den Ausflug vielleicht ab.
Gleichzeitig werden Tiere wieder aktiver, und in Zoos sind oft die ersten Jungtiere zu beobachten. So entstehen vielseitige Ausflugsziele im Frühling, bei denen Pflanzenwelt und Tierwelt gemeinsam das Frühlingserwachen sichtbar machen.

Botanischer Garten Zürich
Was liegt näher, als den Frühling bei einem Ausflug im Botanischen Garten zu spüren. Selbst wenn draussen vielleicht noch nicht so viele Blüten zu entdecken sind, wird man in den Tropenhäusern garantiert fündig. Wer noch nicht genug von Blüten hat, kann anschliessend vom Botanischen Garten über den Garten der Villa Pathumba zum Ufer des Zürichsees laufen und sich den Chinagarten ansehen.
Neben dem Botanischen Garten Zürich gibt es in der Stadt auch den Alten Botanischen Garten am Schanzengraben. Er ist kleiner und liegt mitten in der Stadt. Auf dem höchsten Punkt befindet sich der Gessner-Garten, ein Kräutergarten zu Ehren des Zürcher Naturforschers Conrad Gessner, in dem zahlreiche Heilpflanzen aus dem 16. Jahrhundert wachsen. Das historische Palmenhaus bleibt in der Regel bis Ende April geschlossen.
Etwas ausserhalb von Zürich liegt der Botanische Garten Grüningen. Ab der Öffnung im Frühling lassen sich hier zahlreiche früh blühende Sträucher und Gehölze entdecken. Führungen durch den Garten geben zusätzliche Einblicke in die Pflanzenwelt.

Sukkulentensammlung Zürich
Die Sukkulentensammlung Zürich ist noch immer ein Geheimtipp, obwohl sie die grösste Sammlung ihrer Art in der Schweiz ist. In mehreren Gewächshäusern und Aussenarealen wachsen hier Pflanzen aus trockenen Regionen der Welt, von Kakteen bis zu bizarren Wolfsmilchgewächsen. Während draussen das Frühlingserwachen erst beginnt, blühen hier bereits zahlreiche Arten. Gerade an kühleren oder regnerischen Frühlingstagen ist dieser Ort ein ideales Ausflugsziel in Zürich.
Mehr Eindrücke und Details findest du in einem eigenen Beitrag zur Sukkulentensammlung. Weitere Ideen findest du in den «7 Tipps für spannende Schlechtwetter-Aktivitäten«.

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Das Baummuseum in Rapperswil-Jona
Der berühmte Gartenarchitekt Enzo Enea hat in Rapperswil-Jona ein wohl einzigartiges Baummuseum gestaltet. Dort verschmelzen Kunst und Natur zu einer Einheit. Die Bäume sind teilweise schon über 100 Jahre alt. Am Eingang kann man ein Informationsheft kaufen, in dem die besonderen Bäume und die Kunstwerke vorgestellt werden.
Ein Besuch des Baummuseums ist zu jeder Jahreszeit ein tolles Erlebnis. Aber im Frühling zum frischen Blattaustrieb und den besonderen Pfingstrosen ist der Ausflug besonders empfehlenswert. Mehr Informationen zu diesem vielseitigen Ausflugsziel findest du Beitrag «Spaziergang durch das Enea Baummuseum«.

Seleger Moor
Eingebettet in eine Hochmoorlandschaft beherbergt dieser Park in Rifferswil die umfangreichste Rhododendren- und Azaleensammlung der Schweiz. Daneben gibt es von Pfingstrosen, über Seerosenteiche, Blumenhartriegel, Hortensien noch zahlreiche weitere Blütenpflanzen. Aber im Frühling zur Blüte der Rhododendren und Azaleen verwandelt sich der Park in ein Blütenmeer. Für einen Frühlingsausflug lohnt sich ein Besuch ab Ende April. Da das Seleger Moor längst kein Geheimtipp mehr ist, solltest du, wenn möglich, die Wochenenden meiden. Über den aktuellen Blütenstand informiert die Website. Der Park öffnet am 1. April und bietet auch die Möglichkeit des Waldbadens, welches in der «Redwood-Kathedrale» besonders intensiv ist.

Spätestens ab Juni ist das Seleger Moor als Familienausflug geeignet. Damit es Kindern nicht langweilig wird, kann man dann einen Forscherrucksack an der Kasse ausleihen. Damit lassen sich Aufgaben an verschiedenen Posten lösen. Aber auch sonst kommen Kinder im Park auf ihre Kosten.

Übrigens ist das Kloster Kappel mit seinem Klostergarten und der landschaftlich schönen Umgebung nur vier km vom Seleger Moor entfernt.

Zoo Zürich
Mit den wärmeren Tagen werden viele Tiere nicht nur aktiver, sie sind auch wieder in den grosszügig gestalteten Aussenanlagen zu beobachten. Und der Tiernachwuchs ist herzallerliebst.
Besonders spannend ist auch die Masoala Halle, in der tropisches Klima herrscht. Hier fällt der Wechsel der Jahreszeiten zwar weniger stark auf, doch viele Vögel zeigen zur Paarungszeit auffällige Farben wie die Webervögel. Die Masoala Halle ist ein perfektes Ausflugsziel, wenn es mal im Frühling regnet.
Ein Zoobesuch im Zoo Zürich ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis, aber zur Zeit der Jungtiere im späteren Frühjahr ein Highlight. Da ich oft im Zoo Zürich bin, gibt es einen eigenen Beitrag mit mehr Informationen dazu.

Spaziergänge zwischen Natur und Architektur
Goetheanum Dornach
An der Grenze zu Basel, im Kanton Solothurn, thront auf einem Hügel ein beeindruckendes Gebäude, das zugleich an einen Bunker und einen Tempel erinnert. Es ist der Sitz der Anthroposophischen Gesellschaft, ein architektonisches Unikat mit bewegter Geschichte. Das heutige Bauwerk wurde 1925 nach den Plänen Rudolf Steiners errichtet, nachdem das ursprüngliche Gebäude durch Brandstiftung zerstört worden war.

Wer mehr über die aussergewöhnliche Architektur erfahren möchte, kann an einer Führung teilnehmen, die samstags um 14.00 Uhr nach telefonischer Voranmeldung angeboten wird. Das Gebäude ist eingebettet in eine weitläufige Parkanlage und umgeben von weiteren anthroposophisch gestalteten Häusern und Nebengebäuden. Architekturbegeisterte können den Ort auf speziellen Rundgängen erkunden und dabei weitere faszinierende Bauwerke entdecken.
Obwohl Steiners Architektur bis heute kontrovers diskutiert wird, wirkt sie überraschend modern und fantasievoll. Fast könnte man dabei vergessen, wie idyllisch die blühenden Obstbäume und der Garten rund um die Gärtnerei im Frühling erstrahlen. Dieses besondere Ausflugsziel in der Schweiz ist gerade im Frühling einen Besuch wert, ideal in Kombination mit der nahe gelegenen Ermitage in Arlesheim.

Bruno Weber Skulpturenpark
Ganz in der Nähe des Shoppingparadieses Spreitenbach wartet oberhalb auf den Hügeln eine Fantasiewelt darauf, entdeckt zu werden. Eine Welt als Gegenwelt zu Konsum und Bauboom im Limmattal, das Lebenswerk des Schweizer Künstlers Bruno Weber. Du betrittst diese Welt begleitet von Fantasiewesen durch das Tag- und Nachttor und erhaschst bereits erste Blicke auf das fantastische Wohnhaus, das ein Zauberer erbaut haben könnte.


Im Wasser der Teiche spiegeln sich die Schlangen. So hatte ich mir immer gewünscht, Nessi im Loch Ness zu sehen. Jetzt im Frühling sind in den Teichen die Frösche aktiv.

Durch das Drachentor betrittst du den Waldgarten. Auch hier wohnen Fantasiegestalten und geheimnisvolle Pavillons laden zum Entdecken ein. Im Frühling blühen hier die Buschwindröschen.
Und hinter dem Wald warten zwei grosse Drachen und der Wassergartensaal mit Seepferdchen am Teich. Ab 1. April werden auch die Wasserspiele angestellt.

Es gibt so viel zu entdecken und zu staunen. Suche dir für deinen Besuch einen schönen Tag aus und nimm dir Zeit. Dieses Ausflugsziel vor den Toren Zürichs lohnt sich zu jeder Jahreszeit, aber gerade im Frühling, wenn noch nicht so viele Besucher unterwegs sind. Der Bruno Weber Park ist nur an den Wochenenden und mittwochs geöffnet.
Frühling in höheren Lagen
Hier geht es nicht um Frühling an den Alpenpässen, auch wenn nach der Schneeschmelze die Krokuswiesen eindrücklich in der Berglandschaft sind. Informationen zur Öffnung der Pässe im Mai oder Juni je nach Höhenlage findest du bei alpen-paesse.ch.
Narzissen oberhalb Montreux
Jedes Jahr im Mai verwandeln sich die Wiesen in ein Blütenmeer aus blühenden Narzissen. Man spricht auch vom Blütenschnee und feierte in der Vergangenheit prachtvolle Narzissen-Feste.
Auf verschiedenen Wanderungen kannst du die Narzissenwiesen hautnah erleben. Wenn du wissen möchtest, wann die Narzissen blühen, findest du ab Ende April im Internet aktuelle Hinweise zum Stand der Blüte sowie vorgeschlagene Routen.
Im Beitrag Frühling am Genfersee beschreibe ich eine Wanderung ab Les Avants.

Botanischer Garten Porrentruy
Porrentruy (deutsch Pruntrut), die Hauptstadt des Kantons Jura, beherbergt den ältesten Botanischen Garten der Schweiz. Der 1798 angelegte Garten ist heute eine Aussenstelle des Botanischen Gartens Basel. Hier finden Pflanzen aus zahlreichen verschiedenen Pflanzenfamilien einen Lebensraum. Besonders hervorzuheben ist die Iris-Sammlung. Die Iris beginnen im geschützen Garten von Porrentruy etwa ab Mitte Mai zu blühen.
In Kombination mit dem historischen Städtchen Porrentruy ist dieser Garten ein lohnender Frühlingsausflug. Mehr über den geheimen Rundgang in Porrentruy und den botanischen Garten findest du in einem eigenen Beitrag.

Alpine Gärten in der Schweiz
Eine Besonderheit der Schweiz sind die alpinen Gärten. Sie liegen meist oberhalb von 1.500 m in spektakulärer Berglandschaft und zeigen dem Besucher zahlreiche Pflanzen, die in den Hochgebirgen der Welt wachsen und blühen.

Der bekanntest Alpine Garten ist der Alpengarten auf der Schynigge Platte. Mit einer alten Zahnradbahn geht es ab Wilderwil hinauf auf 1.967 m Höhe. Der Alpengarten oberhalb der Bergstation konkurriert mit der Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau.
Oberhalb von Davos befindet sich die Schatzalp mit dem durch Thomas Manns „Zauberberg“ bekannt gewordenen Sanatorium, das heute ein Hotel ist. Das Alpinum auf der Schatzalp liegt auf rund 1.800 m Höhe. In dem 5 Hektar grossen Garten wachsen etwa 5.500 verschiedene Pflanzen am Hang.
Nur für Schwindelfreie dagegen ist der Alpengarten La Rambertia am Rochers-de-Naye oberhalb von Montreux gelegen. Hier wachsen etwa 1.000 alpine Pflanzen.


Die Schweiz kennen wir leider noch nicht, aber die Fotos und Berichte haben uns neugierig gemacht.
Viele Grüße aus Sachsen
Familie Mögel
P.S. Der Adventskalender ist übrigens auch sehr schön
Hallo Maritta,
du bist aber früh mit der Sehnsucht nach Frühling. Wir freuen uns erst einmal auf den ersten Schnee. Im Januar, werde ich die Liste erweitern, denn Frühling am Genfersee ist auch traumhaft.
Liebe Grüsse
Susan