Dublins Sehenswürdigkeiten – unsere Highlights
Dublins Sehenswürdigkeiten erleben – das heisst für uns, eine Stadt mit vielen Gesichtern zu entdecken. Zwischen alten Mauern und modernen Vierteln erzählt Dublin Geschichten, die man nicht nur sieht, sondern spürt. Wir starten nicht im Trubel der Innenstadt, sondern dort, wo die Dubliner selbst Kraft tanken: in Howth. Das frühere Fischerdorf vor den Toren der Stadt lockt mit windgepeitschten Klippen, dem bekannten Howth Cliff Walk und einem Leuchtturm, der über den Hafen wacht.
Zurück in Dublin zieht uns die Bibliothek des Trinity College in ihren Bann. Das Book of Kells und die unzähligen alten Bände sind für uns weit eindrücklicher als die Gebäude selbst. Dazu kommen Orte wie die Docklands, wo alte Industriehallen und moderne Architektur aufeinandertreffen, oder das Guinness Storehouse, das Irlands Bierkultur feiert.
Lass dich inspirieren von unseren ganz persönlichen Dublin-Highlights und mach dir dein eigenes Bild. Ob am Meer, mitten in der Stadt oder bei Ausflügen in die weitere Umgebung von Dublin – hier findest du Tipps, und praktische Informationen von A wie Anreise bis zu Z wie Zeitverschiebung

Anreise und praktische Informationen für Dublin
Anreise nach Dublin
Dublin liegt nur zwei bis zweieinhalb Flugstunden von Berlin, Zürich oder Wien entfernt. Der Flughafen befindet sich rund zehn Kilometer nördlich des Stadtzentrums.
Wenn du ohne Mietwagen weiterreist, fragst du dich sicher: Wie komme ich vom Flughafen Dublin am schnellsten in die Innenstadt?
Am schnellsten geht es mit dem Expressbus, der direkt von den Terminals ins Stadtzentrum fährt. Tickets kannst du online, am Automaten oder direkt beim Fahrer kaufen. Die aktuellen Fahrpläne und Preise findest du auf der offiziellen Webseite des Anbieters.
Falls du während deines Aufenthalts öfter den öffentlichen Verkehr nutzen möchtest, findest du im nächsten Abschnitt Tipps, wie du dich in Dublin günstig und flexibel fortbewegst.
Auch zum Autofahren gebe ich dir gleich noch ein paar Hinweise. Innerhalb der Innenstadt Dublins lohnt es sich jedoch nicht mit dem Auto zu fahren. Staus und teure Parkplätze machen Bus und Bahn zur entspannteren Wahl.
Öffentlicher Verkehr in Dublin
Dublin ist eine aufregende Stadt – egal ob du einen längeren Städtetrip oder nur ein Wochenende in Dublin planst. Sicher fragst du dich: Wie fährt man in Dublin am günstigsten?
Wenn du viele Attraktionen in kurzer Zeit sehen willst, kann sich der Dublin City Pass lohnen. Er beinhaltet die Nutzung des öffentlichen Verkehrs sowie den kostenlosen Eintritt zu rund 40 Sehenswürdigkeiten.
Eine weitere Möglichkeit sind die Hop-on-Hop-off-Busse, die regelmässig an den wichtigsten Dubliner Sehenswürdigkeiten halten. Für Familien interessant: Zwei Kinder bis 12 Jahre fahren pro zahlendem Erwachsenen kostenlos mit.

Am flexibelsten bist du jedoch mit den Leap Cards unterwegs:
- Leap Card (regulär): wiederaufladbare Karte nach dem Prinzip „Pay as you go“.
- Leap Visitor Card: unbegrenzte Fahrten innerhalb von Dublins Stadtgebiet (Zone 1) für 1, 3 oder 7 Tage.
Falls du während deines Aufenthalts öfter den öffentlichen Verkehr nutzen möchtest, lohnt es sich, die Leap Card und die Leap Visitor Card zu vergleichen. Die reguläre Leap Card ist wiederaufladbar. Du zahlst nur für die Fahrten, die du tatsächlich machst. Die Visitor Card richtet sich speziell an Reisende und bietet unbegrenzte Fahrten zum Pauschalpreis für 1, 3 oder 7 Tage in Zone 1.
Erwerben kannst du die Leap Cards in zahlreichen Geschäften, Kiosken oder bei der Tourist-Information. Aufladen kannst du die reguläre Leap Card an Automaten oder über die App. Allerdings brauchst du eine physische Karte, direkt in der App kannst du keine Fahrten kaufen.

Autofahren in und um Dublin
Bevor ich dich zu den Sehenswürdigkeiten in Dublin mitnehme, ein paar Worte zum Autofahren. Wir haben uns für einen Mietwagen entschieden, weil wir auch Ausflugsziele ausserhalb der Stadt besuchen wollten, nachdem wir total enspannt von einer Woche Hausboot-Urlaub Sehnsucht nach Natur verspürten.
Viele Wege führen über die M50, den Autobahnring rund um Dublin. Diese Strasse ist mautpflichtig, und die Maut muss innerhalb von 36 Stunden nach der Fahrt online bezahlt werden. Das System zur Bezahlung der M50 ist extrem benutzerunfreundlich. Schon die Registrierung des Fahrzeugs ist umständlich. Am Ende des Bezahlvorgangs erhältst du keinerlei Bestätigung, dass die Zahlung geklappt hat. Und bis die Abbuchung auf der Kreditkarte erscheint, vergeht einige Zeit.
Besonders irritierend: Aus Datenschutzgründen kannst du nicht einsehen, wie oft du die M50 tatsächlich befahren hast. Das ist problematisch, weil man die M50 manchmal nur kreuzt, ohne sie bewusst zu nutzen. Wir waren uns bei der ersten Fahrt unsicher, ob wir korrekt bezahlt hatten und haben deshalb gleich mehrfach überwiesen. Wie sich später herausstellte, hatte die Bezahlung von Anfang an funktioniert. Nun ja, dreifach zahlen hält besser. Am Ende ist man immer schlauer.
Wichtig: Tunnel- oder Brückenmaut musst du dagegen direkt vor Ort bar bezahlen.
Falls du generell mehr zum Autofahren in Irland wissen möchtest, so findest du die Informationen in einem eigenen Beitrag mit vielen Hinweisen. Auf der ganzen Insel herrscht Linksverkehr, aber es gibt Unterschiede zwischen Belfast und Dublin.

Übernachten in Dublin
In Dublin gibt es Hotels* für jeden Geldbeutel. Wir buchen eine Unterkunft in der Griffith Halls of Residence*. Die Residence entpuppt sich als eine abgeschlossene Wohneinheit einer College Anlage. Eigentlich würde ich diese Wohneinheiten empfehlen, denn die abgeschlossenen Wohnungen mit einem Doppelschlafzimmer, zwei Einzelzimmern, Bädern und einer Wohnküche waren ansprechend. Bettwäsche und Handtücher wurden zweimal in der Woche gewechselt und Parkplätze standen ausreichend zur Verfügung. Im Keller stand eine Batterie von Waschmaschinen und Trocknern zur Verfügung.
Allerdings werden die vorhandenen Räumlichkeiten während der Sommerferien auch an die Teilnehmer verschiedener Sommerschulen vermietet. Die Geräuschkulisse nach den Abendveranstaltungen oder vor den Morgenveranstaltungen lässt dann an Schlaf nicht mehr wirklich denken.
Unsere Empfehlung für Übernachtungen: Buchung über Booking.com* – grosse Auswahl und gute Storno-Optionen.
Der Link wird technisch über ein Partner-Tool bereitgestellt. Bei Buchung über unsere Links* erhalten wir eine kleine Provision – ein Dank für unsere Arbeit.
Zeitverschiebung in Dublin
In ganz Irland – also sowohl in der Republik Irland als auch in Nordirland – gilt dieselbe Uhrzeit. Sie entspricht der Zeit in England und damit der sogenannten Greenwich Mean Time (GMT). Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen ganzjährig eine Stunde voraus. Das heisst: Wenn es in Zürich, Wien oder Berlin 12 Uhr mittags ist, ist es in Dublin, Belfast oder London erst 11 Uhr. Die Umstellung auf Sommer- und Winterzeit erfolgt an denselben Tagen wie bei uns, sodass der Zeitunterschied das ganze Jahr über gleich bleibt.
Dublin Sehenswürdigkeiten in der Natur
Dublin ist mit seinen vielen Parkanlagen eine erstaunlich grüne Stadt – und sie liegt direkt am Meer. Oft vergisst man das, bis einen das Geschrei der Möwen mitten in der Innenstadt daran erinnert. Das Meer ist in Dublin nie weit entfernt. Wenn du Natur und Küste erleben möchtest, bist du mit einem Ausflug nach Howth bestens beraten. Dort erwarten dich der beliebte Howth Cliff Walk, ein malerischer Hafen und schöne Ausblicke auf die Bucht von Dublin. Auf dem Rückweg kannst du einen Abstecher in den St. Anne’s Park einplanen oder auf Bull Island am langen Sandstrand spazieren gehen und dabei den Schiffen zusehen, die in den Dubliner Hafen ein- und auslaufen.
Auch innerhalb der Stadt gibt es sehenswerte grüne Oasen. Der grösste Park in Dublin ist der Phoenix Park, dessen Name nicht auf den mythischen Phönix zurückgeht, sondern vom irischen „fionn uisce“ stammt, was „sauberes Wasser“ bedeutet. Hier kannst du weitläufige Wiesen, Alleen und historische Gebäude entdecken und mit etwas Glück sogar frei lebende Hirsche beobachten. Ebenfalls lohnenswert ist der Botanische Garten Dublin, in dem Pflanzen aus aller Welt zu sehen sind. Diese beiden Orte stehen auf unserer Liste für den nächsten Besuch, da wir uns dieses Mal auch auf Ausflugsziele in der weiteren Umgebung von Dublin konzentriert haben.

Howth – Dublins spektakulärer Küstenort
Eingebettet zwischen Meer und sanften Hügeln liegt der kleine Ort Howth, ein Vorort von Dublin. Der Pier von Howth ragt weit ins Meer hinaus, und am Ende weist ein Leuchtturm den Schiffen den Weg in den Hafen. Dort liegen nicht nur Segelboote, sondern auch zahlreiche Fischerboote. Fragt man Dubliner, welche Sehenswürdigkeiten in Dublin man unbedingt gesehen haben sollte, kommt immer wieder Howth bei den Antworten.

Vor der Küste liegt die unbewohnte Insel Ireland’s Eye, ein geschützter Rückzugsort für Vögel. Vom Hafen aus starten Bootstouren rund um die Insel, bei denen du mit etwas Glück sogar Seehunde entdeckst.

Da Howth sehr beliebt bei den Dublinern ist, ist immer viel los. Auf den kostenlosen Parkplätzen ist deshalb ein ständiges Kommen und Gehen. Für uns war die Fahrt mit dem Mietwagen ideal, da wir Howth mit einem Besuch des St. Anne’s Park und von Bull Island kombiniert haben.
Morgaine war während ihres Austauschjahres mehrfach in Howth. Ihre Fotos zeigen das aufgewühltes Meer, bei dem die Wellen über den Pier schlagen. In ihrem Beitrag zur Klippenwanderung findest du auch alle Informationen zur Anreise mit dem ÖV.
Der Howth Cliff Walk gehört für uns zu den schönsten Wanderungen in der Nähe von Dublin. Die Strecke bietet immer wieder neue Ausblicke auf die Bucht, die Klippen und die abwechslungsreiche Vegetation.




In Howth gibt es weitere Sehenswürdigkeiten: das historische Howth Castle mit seinem Garten, das Hurdy-Gurdy Museum of Vintage Radio oder das National Transport Museum of Ireland.
St. Anne’s Park – grüne Auszeit in der Stadt
Der St. Anne’s Park ist weniger bekannt als der Phoenix Park, dabei ist er der zweitgrösste Park in Dublin und für mich eine der lohnenswerten Sehenswürdigkeiten in Dublin. Während Morgaine in ihrem Beitrag über die Schnitzeljagd im St. Anne’s Park viel zur Geschichte erzählt, möchte ich hier auf andere Eindrücke eingehen.

Wenn du von Howth kommst, findest du am unteren Ende des Parks, in der Nähe der Teiche, ausreichend Parkplätze. Dieser Bereich erinnert an einen romantischen Landschaftsgarten. Ein Flüsschen verbindet die einzelnen Teiche miteinander. Grosse, alte Bäume, Licht und Schatten sowie Tempelruinen und Brücken schaffen eine besondere Atmosphäre. Alles wirkt bewusst naturbelassen und lädt dazu ein, einfach durch die Anlage zu schlendern.



Ganz anders präsentiert sich der Rosengarten. Hier sorgen klar abgegrenzte Beete, Hecken und Rankhilfen für eine geordnete Struktur. In der innersten Ellipse wächst ein lichtdurchlässiges Wäldchen, das dem Bereich einen besonderen Reiz verleiht. Der Rosengarten spricht nicht nur die Augen an, sondern auch den Geruchssinn – besonders, wenn die Rosen in voller Blüte stehen und einen betörenden Duft verströmen.




Der St. Anne’s Park bietet viele Möglichkeiten, zu verweilen und immer wieder neue Ecken zu entdecken. Ein besonderer Tipp von Morgaine ist der Farmers Market, der samstags bei den ehemaligen Stables stattfindet und regionale Produkte sowie kleine Snacks anbietet.
Bull Island – Strand und Vogelparadies vor den Toren Dublins
Am Ende unseres Tagesausflugs fahren wir noch nach Bull Island, eine kleine vorgelagerte Halbinsel in der Dublin Bay. Sie besteht aus einem grossen Vogelschutzgebiet, einigen Golfplätzen und einem langen Sandstrand. Durch die Dünen führt ein Weg direkt ans Meer.


Bei unserem Besuch herrschte Ebbe, und das Meer hatte sich weit zurückgezogen. Ebbe und Flut sind in der Dublin Bay deutlich spürbar. Auf den freiliegenden Flächen suchten zahlreiche Vögel nach Nahrung – ein faszinierender Anblick, der zeigt, warum Bull Island bei Naturfreunden so beliebt ist.

Wir spazieren eine ganze Weile am Strand entlang in Richtung Hafen. Dabei können wir die grossen Schiffe und Fähren beobachten, die auf dem Weg nach Dublin ein- und auslaufen. Trotz Ebbe hat der Strand etwas Meditatives, und der Blick über das Wasser macht den Spaziergang besonders stimmungsvoll.
Bull Island ist eine klare Empfehlung für alle, die frische Seeluft und Natur erleben möchten. Der Strandbesuch lässt sich wunderbar mit einem Ausflug nach Howth oder einem Spaziergang durch den St. Anne’s Park verbinden.
Sehenswürdigkeiten in Dublins Innenstadt
Die quirlige Hauptstadt Irlands lässt sich am besten zu Fuss erkunden. Dabei lohnt es sich, nicht nur nach vorn zu schauen, sondern auch den Blick hin und wieder auf den Boden zu richten. Manchmal entdeckt man dort Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, die man sonst leicht übersieht.



Wir haben uns treiben lassen und nicht versucht, alle Top 15 der Sehenswürdigkeiten in Dublin einfach abzuhaken. Unser Rundgang beginnt am Trinity College und führt uns über die O’Connell Bridge vorbei am Wahrzeichen The Spire und dem General Post Office quer durch die Innenstadt. Danach überqueren wir den Liffey und schauen uns die Ha’penny Bridge an, schlendern durchs Temple Bar Viertel und besuchen die Christ Church Cathedral, bevor wir die Aussicht und das Bier im Guinness Storehouse geniessen. Während die Mädchen ihren eigenen Stadtrundgang machen und in Erinnerungen schwelgen, treffen wir uns später im Queen of Tarts auf ein Stück Kuchen wieder.

Danach streiken unsere Füsse, trotzdem wollen wir noch einen Blick auf den Hafen werfen. Statt des Hafens entdecken wir ein weiteres Stück modernes Dublin in den Docklands – ein Viertel voller Gegensätze.
Im Folgenden stelle ich dir unsere persönlichen Highlights vor. Aber vergiss nicht, durch Dublin muss man sich treiben lassen.
Trinity College und Book of Kells
Ein Besuch im Trinity College gehört zu den Klassikern unter den Sehenswürdigkeiten in Dublin und sollte auf keiner Dublin-Reise fehlen. Das älteste College der Stadt wurde 1592 von Elisabeth I. gegründet. Vom Haupteingang öffnet sich der Blick auf den Parliament Square mit dem markanten Glockenturm.

Im Haupteingang steht im Sommer ein Stand, bei dem man College Führungen buchen kann. Allerdings ist die Nachfrage hoch, sodass man Zeit mitbringen muss. Rechts und links des Parliament Squares stehen Gebäude im neoklassizistischen Stil.

Der grösste Schatz befindet sich in der Bibliothek, im Long Room. Die Rede ist vom Book of Kells, einem der berühmtesten mittelalterlichen Manuskripte. Die Tickets solltest du unbedingt vorab online reservieren, da sie im Sommer oft mehrere Tage im Voraus ausverkauft sind. Wenn das nicht klappt, kannst du versuchen, auf Touren über GetYourGuide auszuweichen. Morgaine war bereits in ihrem Austauschjahr in der Trinity College Library und hat einen interessanten Beitrag zur Geschichte der Bibliothek und dem Book of Kells verfasst.

In der Ausstellung „Die Dunkelheit in Licht verwandeln“ erfährst du mehr über das Book of Kells und andere frühe Handschriften wie das Book of Durrow. In der Trinity College Bibliothek hast du freies WLAN zur Verfügung, Tipp: Lade dir unbedingt mittels QR-Code die App zur Ausstellung herunter.

The Spire
Die 121 Meter hohe Nadel, offiziell „Monument of Light“, ist heute das bekannteste Wahrzeichen Dublins. Sie wurde 2003 errichtet und besitzt an der Spitze ein Licht, das weit ins Umland strahlt. An dieser Stelle stand früher das Nelson Monument, das 1966 von der IRA gesprengt wurde.

General Post Office
Direkt gegenüber von The Spire liegt das General Post Office, eine der geschichtsträchtigsten Sehenswürdigkeiten in Dublin. Das neoklassizistische Gebäude spielte 1916 beim Osteraufstand eine zentrale Rolle, als Patrick Pearse hier die irische Unabhängigkeitserklärung verlas.

Bei der Niederschlagung des Aufstands wurde das Gebäude stark beschädigt. Irgendwo kann man in der Fassade noch Einschusslöcher sehen.
Das Innere zeigt eine schöne alte Post, die bis heute als Hauptpostamt in Betrieb ist. Das Visitor Center in der anderen Hälfte des Gebäudes lässt in einem Museum die Geschichte lebendig werden.

Ha’penny Bridge
Die Ha’penny Brücke war bis 1999 die erste und einzige Fussgängerbrücke über den Liffey in Dublin. Das mag in Zeiten von Fussgängerwegen nicht weiter dramatisch sein, aber in Zeiten vor der Ha’penny Bridge mussten die Leute ein Fährboot besteigen oder sich die Strasse mit Pferdegespannen teilen.
Der Fährbetreiber und Stadtrat stieg lieber ins Brückengeschäft ein und sicherte sich eine Art Maut für 100 Jahre, als seine maroden Schiffe zu reparieren. Du ahnst es sicher, die Kosten für die Überquerung der Brücke war ein halber Penny. Der Spitzname Ha’penny Bridge hat sich erhalten und ist selbst bei Google so hinterlegt, auch wenn der offizielle Name ein anderer ist.

Temple Bar Viertel
Das Temple Bar Viertel ist das Herz von Dublins Nachtleben. Tagsüber sind die Kopfsteinpflasterstrassen noch ruhig, und man kann die bunten Fassaden und den Blumenschmuck in aller Ruhe fotografieren. Abends öffnen die zahlreichen Pubs und das Viertel erwacht zum Leben.

Christ Church Cathedral
Die Christ Church Cathedral zählt zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten in Dublin. Auf dem Gelände der heutigen Kathedrale siedelten einst die Wikinger. 1036 entstand zunächst eine Holzkirche, die später durch einen frühgotischen Bau ersetzt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte war die Christ Church Cathedral Kirche, Krönungsort und sogar Sitz des Parlaments unter James II.
Beim Suchen des Eingangs landet man leicht beim angrenzenden Wikinger- und Mittelaltermuseum Dublinia, bevor man die eigentliche Kathedrale betritt. Drinnen beeindrucken vor allem die kunstvollen Glasfenster und der aufwendig gestaltete Marmorboden, die der Kirche ihre besondere Atmosphäre verleihen.

Nicht weit entfernt liegt die St. Patrick’s Cathedral, die grösste Kirche Irlands und ebenfalls eine bedeutende Sehenswürdigkeit in Dublin. Sie ist dem heiligen Patrick gewidmet, dem Schutzpatron Irlands. Sein Gedenktag, der St. Patrick’s Day am 17. März, wird in Dublin und im ganzen Land ausgelassen gefeiert. Auch wenn wir diese Kathedrale dieses Mal nicht besucht haben, lohnt es sich, sie bei der Planung einer Dublin-Reise einzuplanen.
Guinness Storehouse – Industrie-Architektur und Ausblick auf Dublin
Das Guinness Storehouse zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Dublin und begeistert Bierliebhaber und Fans alter Industriearchitektur gleichermassen. Schon der Weg durch die historischen Lagerhäuser vermittelt einen Eindruck davon, wie gross das Unternehmen einst war.


Tickets besorgst du dir am besten online, um Wartezeiten zu vermeiden.

Schaffst du es an den Shops vorbei, steht dem Abenteuer Bierbrauen nichts mehr im Weg. Arthur Guinness war nicht nur ein Erfinder, sondern auch ein cleverer Geschäftsmann. Davon kann man sich bei der Urkunde des Pachtvertrags, die unter Glas im Boden eingelassen ist, überzeugen. Der alte Fuchs hat den Pachtvertrag für 9.000 Jahre abgeschlossen.
Der Rundgang ist vielfältig und interaktiv gestaltet. Du erfährst alles über die Zutaten, die Verarbeitung und die berühmten 40.000 Luftbläschen pro Pint Guinness. Zudem gibt es Einblicke in Fassherstellung, Marketing und die Geschichte der Familie Guinness. Zum Besuch gehört auch die Verkostung eines Miniguinness im Rahmen einer kleinen Show.

Am Ende des Rundgangs wartet die Rooftop-Bar mit der besten Aussicht über Dublin. Hier kannst du dein kostenloses Pint – ob Guinness, Lager oder IPA – geniessen und die Eindrücke wirken lassen. Für uns war dieser Moment der perfekte Abschluss und eines der Highlights unter den Sehenswürdigkeiten in Dublin.

Die Docklands – das Hafenviertel von Dublin nicht verpassen
Unser Besuch auf Bull Island hat uns neugierig auf den Hafen von Dublin gemacht. Und da uns die Füsse nach einem Tag Stadtspaziergang vorbei an den Sehenswürdigkeiten Dublins entsetzlich schmerzen, machen wir uns mit dem Auto auf die Suche.
Einen Aussichtspunkt auf den Hafen finden wir am Ende zwar nicht, doch dafür entdeckten wir ein weiteres Gesicht der Stadt: die modernen Docklands, ein spannender Kontrast zu den historischen Sehenswürdigkeiten in Dublin, die wir zuvor besucht hatten. Zuerst bringt uns aber ein Wegweiser fast vom Ziel ab.

Unweit des Grand Canal Docks stehen die Bolands Mills, die 2001 ihre Mehlproduktion einstellten. 2018 wurden sie von Google gekauft. Inzwischen wurden sie restauriert und mit einem Mix aus Büros, Läden und Restaurants neu eröffnen.

Das Viertel ist noch im Wandel. Zwischen neuen Büro- und Wohngebäuden ragen überall Baukräne in den Himmel. Brücken verbinden die Ufer, allen voran die Samuel-Beckett-Brücke, die wie eine umgestürzte Harfe wirkt und inzwischen selbst zu einer der markanten Sehenswürdigkeiten Dublins geworden ist.

Wir wollten die Gegend eigentlich noch einmal zu Fuss erkunden, um den Mix aus moderner Architektur, restaurierten Hafengebäuden und nachgebauten Segelschiffen in Ruhe auf uns wirken zu lassen. Doch dafür hat die Zeit am Ende nicht mehr gereicht. Eines steht für uns fest: Beim nächsten Dublin-Besuch werden wir hierher zurückkehren – denn die Docklands sind ein spannender Ort – um zu sehen, wie sehr sich Dublin verändert und wie vielfältig seine Sehenswürdigkeiten sind.
Unsere Empfehlung für Übernachtungen: Buchung über Booking.com* – grosse Auswahl und gute Storno-Optionen.
Der Link wird technisch über ein Partner-Tool bereitgestellt. Bei Buchung über unsere Links* erhalten wir eine kleine Provision – ein Dank für unsere Arbeit.

