Dublins Sehenswürdigkeiten – unsere Highlights
Dublin, die pulsierende Hauptstadt Irlands, ist ein faszinierender Mix aus Tradition und Moderne. Doch nach einer Woche voller Entspannung auf dem Hausboot auf dem Shannon fühlt sich die Stadt zunächst wie ein Kulturschock an. Deshalb starten wir mit dem Besuch der Sehenswürdigkeiten von Dublin langsam und beginnen mit einem Abstecher ans Meer.
Damit starten wir unseren Städtetrip mit dem beliebtesten Ausflug der Dubliner nach Howth. Das ehemalige idyllische Fischerdorf in einem Vorort von Dublin empfängt uns mit atemberaubenden Klippen, einem malerischen Leuchtturm und frischer Seeluft. Perfekt, um in die urbane Lebendigkeit der Stadt überzugehen.
Zurück in Dublin erwarten uns faszinierende Highlights: das Guinness Storehouse, ein Ort, der Irlands berühmteste Bierkultur feiert, und die beeindruckenden Docklands, wo alte Industriebauten und futuristische Architektur aufeinandertreffen. Natürlich darf ein Besuch im Trinity College mit dem magischen Book of Kells nicht fehlen – ein Klassiker, der immer wieder Staunen hervorruft.
Lass dich inspirieren von unseren ganz persönlichen Dublin-Highlights und mache dir selbst ein Bild. Ob am Meer, mitten in der Stadt, in Parks oder auf Ausflügen in die weitere Umgebung von Dublin, hier findest du jede Menge Inspiration für deinen eigenen Städtetrip!
Anreise nach Dublin
Dublin liegt nur zwei bis zweieinhalb Flugstunden von Berlin, Zürich oder Wien entfernt. Der Flughafen liegt nördlich der Stadt, ungefähr 10 km entfernt vom Stadtzentrum. Hast du keinen Mietwagen, bringt dich der Expressbus vom Flughafen in die Innenstadt von Dublin. Hier kannst du die Busfahrpläne einsehen und die Tickets kaufen. Möchtest du aber öfter mit dem ÖV in Dublin fahren, ist vielleicht die Leap Card oder Leap Visitor Card eine Alternative.
Auch, wenn ich dir gleich noch ein paar Tipps zum Autofahren in und um Dublin gebe, ist es keine gute Idee innerhalb der Innenstadt von Dublin mit dem Auto zu fahren. Der Ampelstau ist nervig und das Parken ist teuer. Insofern fahre lieber Bus.
Öffentlicher Verkehr in Dublin
Möchtest du Dublin innerhalb weniger Tage kennenlernen, kannst du dir überlegen den Dublin City Pass zu kaufen. Dieser beinhaltet die Nutzung des öffentlichen Verkehrs in Dublin und den kostenlosen Eintritt zu 40 Sehenswürdigkeiten.
Eine weitere Möglichkeit für Touristen ist der Hop on hop off Bus, der an den wichtigsten Dubliner Sehenswürdigkeiten regelmässig vorbeifährt. Da zwei Kinder bis 12 Jahre pro zahlendem Erwachsenen frei mitfahren können, ist dies für Familien eine gute Option.
Die Leap Cards sind eine andere Möglichkeit. Dies sind prepaid Karten. Die normalen Leap Cards sind wiederaufladbar, die Leap Visitor Card hat eine 3 Tage Gültigkeit ab erster Benutzung. Du kannst die Leap Cards in verschiedenen Geschäften (Spar Supermärkte in Terminal 1 und 2 Ankunft), Tourist Information und dem Airport Travel Information Desk in Dublin schon gleich bei Ankunft auf dem Flughafen in Dublin kaufen.
Autofahren in und um Dublin
Bevor ich dich zu unseren Highlights in Dublin mitnehme, verliere ich noch ein paar Worte zum Autofahren. Wir haben einen Mietwagen gemietet, weil wir auch zu Ausflugszielen ausserhalb Dublins aufbrechen wollen. Viele Wege führen über die M50. Das ist eine mautpflichtige Strasse, bei der die Strassenmaut innerhalb von 36 Stunden nach Benutzung per Website bezahlt werden muss.
Hinweis: Tunnel- oder Brückenmaut muss man sonst direkt bar bezahlen.
Das System für die Bezahlung der M50 ist extrem benutzerunfreundlich. Schon die Registrierung des Fahrzeugs ist umständlich. Am Ende des Bezahlvorgangs bekommt man keinerlei Bestätigung, dass es geklappt hat. Und bis die Bezahlung auf der Kreditkarte erscheint, dauert es. Auch kann man aus Datenschutzgründen nicht einsehen, wie oft man die M50 genutzt hat. Und das ist nicht immer ganz klar, weil man sie manchmal kreuzt. Wie wir später gemerkt haben, hat die Bezahlung von Anfang an geklappt, auch wenn es nicht so aussah. Nun ja, dreifach zahlen hält besser. Am Ende ist man immer schlauer.
Übernachten in Dublin
In Dublin gibt es Ferienunterkünfte für jeden Geldbeutel. Wir buchen eine Unterkunft in der Griffith Halls of Residence. Die Residence entpuppt sich als eine abgeschlossene Wohneinheit einer College Anlage. Eigentlich würde ich diese Wohneinheiten empfehlen, denn die abgeschlossenen Wohnungen mit einem Doppelzimmer, zwei Einzelzimmern, Bädern und einer Wohnküche waren ansprechend. Bettwäsche und Handtücher wurden zweimal in der Woche gewechselt und Parkplätze standen ausreichend zur Verfügung. Im Keller stand eine Batterie von Waschmaschinen und Trocknern zur Verfügung.
Allerdings werden die vorhandenen Räumlichkeiten während der Sommerferien auch an die Teilnehmer verschiedener Sommerschulen vermietet. Die Geräuschkulisse nach den Abendveranstaltungen oder vor den Morgenveranstaltungen lässt dann an Schlaf nicht mehr wirklich denken.
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Sehenswürdigkeiten in Dublin – Naturoasen
Dublin ist mit seinen vielen Parkanlagen eine sehr grüne Stadt und liegt am Meer. Das vergisst man gern, bis das Geschrei der Möwen einen mitten in der Stadt daran erinnert. In Dublin ist das Meer niemals weit entfernt, aber suchst du Natur und Meer, bist du mit einem Ausflug nach Howth gut beraten. Auf dem Rückweg nach Dublin kannst du noch dem St. Anne’s Park oder den langen Stränden auf Bull Island einen Besuch abstatten und den Schiffen bei der Ein- und Ausfahrt in den Hafen zuschauen.
Dem grössten Park Dublins, dem Phoenix Park, dessen Name sich nicht vom mythologischen Phönix, sondern von «fionn uisce» (sauberes Wasser) ableitet, haben wir immer noch keinen Besuch abgestattet. Auch den Botanischen Garten Dublin haben wir nicht mehr geschafft, zu besuchen. Es gibt in den Wicklow Mountains einfach so viel spannendere Parkanlagen wie beispielsweise das Nationalgestüt mit drei Gartenanlagen oder den Mount Usher Garden, dass wir uns noch Parkanlagen für das nächste Mal aufgehoben haben.
Dem Zauber von Howth erliegen
Eingebettet zwischen Meer und Hügeln liegt der kleine Ort Howth, ein Vorort von Dublin. Der Pier von Howth ragt weit ins Meer hinaus. Ein Leuchtturm am Ende zeigt den Schiffen die Hafeneinfahrt an, die zahlreich im Hafen liegen. Nicht nur Segelboote, sondern auch Fischfangboote haben hier ihren Liegeplatz. Fragt man Dubliner, welche Sehenswürdigkeiten von Dublin man ihrer Meinung nach unbedingt gesehen haben soll, kommt immer wieder sofort die Antwort Howth.
Im Meer vor Howth befindet sich die unbewohnte Insel Ireland’s Eye. Sie ist ein Rückzugsort für Tiere. Vom Hafen kann man eine Bootstour rund um die Insel machen, auf der sogar ein paar Puffins (Papageientaucher) brüten sollen. Wenn du Glück hast, siehst du Seehunde.
An den Wochenenden ist Howth ein beliebtes Ausflugsziel für Dubliner. Wobei auch in den Ferien einiges in diesem kleinen Ort los war. Auf den kostenlosen Parkplätzen war ein ständiges Kommen und Gehen.
Morgaine war während ihres Austauschjahrs mehrfach auch mit der Schule in Howth. Allerdings meist bei schlechtem Wetter. Wir können uns gar nicht vorstellen, dass das Meer so aufgewühlt ist, dass die Wellen über den Pier schlagen. In ihrem Beitrag über die Howth Klippenwanderung kann man ein solches Bild sehen. Gwendolyn hat während ihres 3-wöchigen Schulaufenthalts in Dublin nicht nur Howth, sondern auch die Bootstour um Ireland’s Eye unternommen. Insofern begeben wir uns mit unserem Besuch in Howth auf die Spuren unserer Töchter, die beide gern wieder in Dublin sind.
Die Klippenwanderung bei Howth können wir bei trockenem Wetter unbedingt empfehlen. Es gibt wunderschöne Ausblicke. Und die Vegetation ist im Verlauf der Rundwanderung immer wieder anders.
Tipp: Neben Hafen und Klippenwanderung bietet Howth weitere Sehenswürdigkeiten. Howth Castle mit Garten oder das Hurdy-Gurdy Museum of Vintage Radio und das National Transport Museum of Ireland.
Abwechslungsreicher St. Anne’s Park
Der St. Anne’s Park ist weniger bekannt als der Phoenix Park. Dennoch lohnt sich ein Besuch des abwechslungsreichen Parks, der immerhin der zweitgrösste Park in Dublin ist und den ich zu den Sehenswürdigkeiten zählen würde. Zur Geschichte des Parks hat Morgaine in ihrem Beitrag über die Schnitzeljagd im St. Anne’s Park schon viel geschrieben, weshalb ich hier auf andere Aspekte des Parks eingehe.
Von Howth kommend, findet man genügend Parkplätze am unteren Ende des Parks, wo die Teiche sind. Dieser untere Teil hat etwas von einem Garten der Romantik. Scheinbar naturbelassen ist ein Flüsschen das verbindende Element. Hier kommt der Garten ohne klare Linien aus und lebt vom Spannungsbogen aus Licht und Schatten uralter, grosser Bäume, Tempel-Ruinen, Turm und Brücken, die als spielerische Gestaltungselemente in den Garten eingebaut wurden.
Ganz anders beispielsweise der Rosengarten, mit klar abgegrenzten Beeten, Hecken, Rankhilfen und Wegen. Einzig in der innersten Ellipse befindet sich ein lichtdurchlässiges Wäldchen. Der Rosengarten ist nicht nur ein Highlight für die Augen, auch der Geruchssinn kommt beim betörenden Duft auf seine Kosten.
Im St. Anne’s Park gibt es so viele Möglichkeiten, zu verweilen und so viele Ecken zu entdecken, dass es nicht langweilig wird. Ein besonderer Tipp von Morgaine ist der Farmers Market, der samstags bei den Stables stattfindet.
Der Strand auf Bull Island – ein Highlight in Dublin
Am Ende des Tages gehen wir noch zum Strand auf Bull Island. Diese kleine vorgelagerte Halbinsel besteht aus einem Vogelschutzgebiet, Golfplätzen und einem langen Sandstrand. Leider ist gerade Ebbe als wir kommen. Und Ebbe und Flut sind in der Dublin Bay recht ausgeprägt. Das hindert uns aber nicht daran, noch einen schönen Strandspaziergang zu machen. Durch die Dünen führt ein Weg zum Strand.
Da gerade Ebbe ist und sich das Meer weit zurückgezogen hat, sind zahlreiche Vögel am Wasserrand auf Nahrungssuche. Wir laufen eine ganze Weile in Richtung Hafen, weil man die Schiffe und Fähren beobachten kann, die auf dem Weg vom und zum Hafen von Dublin sind.
Bull Island ist jedenfalls eine Empfehlung für einen schönen Strandspaziergang und kann wunderbar mit einem Besuch in Howth oder dem St. Anne’s Park verbunden werden.
Zu Fuss zu Dublins Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt
Die schönste Art, die quirlige und pulsierende Hauptstadt Irlands zu erleben, ist zu Fuss. In dieser Stadt lohnt es sich auch, den Blick immer mal auf den Boden zu werfen.
Manchmal muss man sich treiben lassen, um zu sehen, wohin einen die Füsse tragen. Insofern erwarte nicht von diesem Beitrag, dass wir alle Top 15 der Sehenswürdigkeiten von Dublin einfach abgehakt haben. Wir kommen wieder einmal nach Dublin.
Unser Spaziergang startet beim Trinity College und führt uns über die O’Connell Bridge vorbei am Wahrzeichen Dublins «The Spire» und dem General Post Office kreuz und quer durch die Einkaufsstrassen. Anschliessend überqueren wir wieder den Liffey und schauen uns die Ha’penny Bridge an. Weiter geht es durch das Temple Bar Viertel, vorbei an der Christ Church zum Guinness Storehouse. Die Mädchen machen ihren eigenen Stadtrundgang und schwelgen in ihren Erinnerungen. Wir treffen uns dann zu einer Stärkung wieder im Queen of Tarts.
Danach versagen erst einmal unsere Füsse den Dienst. Da wir die Hoffnung hatten, noch einen Blick auf den Hafen von Dublin zu werfen, versuchen wir diesen noch mit dem Auto zu erreichen. Statt des Hafens finden wir ein weiteres Mal das moderne Dublin. Nachfolgend stelle ich dir unsere Highlights in Dublin näher vor.
Trinity College und Book of Kells
Ein Highlight jedes Dublin Besuchs ist sicher das Trinity College mit seiner berühmten Bibliothek und dem Book of Kells. Das älteste College Dublins wurde 1592 von Elisabeth I. gegründet. Betritt man das Trinity College durch den Haupteingang, öffnet sich der Blick über den Parliament Square und den Glockenturm (Campanile).
Im Haupteingang steht im Sommer ein Stand, bei dem man College Führungen buchen kann. Allerdings ist die Nachfrage hoch, sodass man Zeit mitbringen muss. Rechts und links des Parliament Squares stehen Gebäude im neoklassizistischen Stil.
Der grösste Schatz des Trinity College befindet sich aber im Long Room. Es handelt sich um das Book of Kells. Es gilt weltweit als der schönste Schatz Irlands. Morgaine war bereits in ihrem Austauschjahr in der Trinity College Library und hat einen interessanten Beitrag dazu verfasst. Du musst dir die Tickets im Internet buchen. Im Sommer sind sie auf mehrere Tage im Voraus komplett ausgebucht.
Tipp: Solltest du kein Glück haben, weil alle Tickets während deines Aufenthalts ausgebucht sind, kannst du es mit einer Tour über Getyourguide versuchen.
In der Trinity College Bibliothek hast du freies WLAN zur Verfügung, damit du dir via QR-Code die App herunterladen kannst. So erhältst du eine ausführliche Führung durch die Ausstellung «Die Dunkelheit in Licht verwandeln» und die Bibliothek. In der Ausstellung geht es nicht nur um das Book of Kells, sondern auch um andere frühe christliche Handschriften wie beispielsweise das Book of Durrow.
The Spire
The Spire ist das heute bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Offiziell heisst die 121 m hohe «Nadel» Monument of Light und wurde 2003 errichtet. In der Spitze ist auch ein Licht integriert, welches man weit im Umland erkennen kann. Bis 1966 stand an dieser Stelle ein Nelson Monument, welches aber von IRA Mitgliedern gesprengt wurde.
General Post Office
Direkt vis-á-vis von The Spire befindet sich das General Post Office. Das neoklassizistische Gebäude ist nicht nur auffällig, sondern auch geschichtlich interessant. Als die irischen Republikaner 1916 versuchten, die Unabhängigkeit Irlands zu erreichen, spielte das GPO eine entscheidende Rolle. Patrick Pearse verlas hier die irische Unabhängigkeitserklärung.
Bei der Niederschlagung des Aufstands wurde das Gebäude stark beschädigt. Irgendwo kann man in der Fassade noch Einschusslöcher sehen.
Das Innere zeigt eine schöne alte Post, die bis heute als Hauptpostamt in Betrieb ist. Das Visitor Center in der anderen Hälfte des Gebäudes lässt in einem Museum die Geschichte lebendig werden.
Ha’penny Bridge
Die Ha’penny Brücke war bis 1999 die erste und einzige Fussgängerbrücke über den Liffey in Dublin. Das mag in Zeiten von Fussgängerwegen nicht weiter dramatisch sein, aber in Zeiten vor der Ha’penny Bridge mussten die Leute ein Fährboot besteigen oder sich die Strasse mit Pferdegespannen teilen.
Der Fährbetreiber und Stadtrat stieg lieber ins Brückengeschäft ein und sicherte sich eine Art Maut für 100 Jahre, als seine maroden Schiffe zu reparieren. Du ahnst es sicher, die Kosten für die Überquerung der Brücke war ein halber Penny. Der Spitzname Ha’penny Bridge hat sich erhalten und ist selbst bei Google so hinterlegt, auch wenn der offizielle Name ein anderer ist.
Temple Bar Viertel
Hier im Temple Bar Viertel findet Dublins Nachtleben statt. Jetzt am Vormittag sind die zahlreichen Pubs noch geschlossen. Vereinzelt laufen die Touristen, so wie wir, durch die kopfsteingepflasterten Strassen und machen Fotos. Der Blumenschmuck an den Häusern ist beeindruckend.
Christ Church Cathedral
Dublin wurde von den Wikingern besiedelt. Und dort, wo heute die Christ Church Cathedral steht, war ein alter Siedlungsplatz. 1036 wurde zuerst eine hölzerne Kirche errichtet. Später wurde sie durch eine frühgotische Kirche ersetzt.
Die Kirche erlebte in ihrer langen Geschichte viele Aufs und Abs. Kirche, Kathedrale, Krönungsort, Sitz des Parlaments unter Vorsitz von James II. sind nur einige Aufs. Auf der Suche nach dem Eingang nähern wir uns der Kirche von hinten und landen erst einmal beim Wikinger und Mittelalter Museum Dublinia bevor wir den Eingang finden.
Die Christ Church Cathedral ist bekannt für ihre Glasfenster und den Marmorfussboden.
Guinness Storehouse – alte Industrie-Architektur und bester Ausblick auf Dublin
Nicht nur für Fans von Guinness, sondern auch für Fans alter Industrie-Architektur ist der Besuch des Guinness Storehouse ein Muss. Schon der Weg durch die alten Lagerhäuser ist beeindruckend.
Solltest du dir keine Online Tickets besorgt haben, heisst es jetzt erst einmal anstehen. Es geht aber recht schnell voran und schon tauchst du ein in eine atemberaubende Architektur, die mich beinah Kopf und Kragen gekostet hätte, weil ich das Ende der Rolltreppe nicht bemerkt habe.
Schaffst du es an den Shops vorbei, steht dem Abenteuer Bierbrauen nichts mehr im Weg. Arthur Guinness war nicht nur ein Erfinder, sondern auch ein cleverer Geschäftsmann. Davon kann man sich bei der Urkunde des Pachtvertrags, die unter Glas im Boden eingelassen ist, überzeugen. Der alte Fuchs hat den Pachtvertrag für 9.000 Jahre abgeschlossen.
Der Besuch des Guinness Storehouse ist vielfältig. Du bekommst einen Einblick von den Zutaten über die Verarbeitung, die 40.000 Luftbläschen pro Pint Guinness bis zur Fassherstellung und dem Marketing in viele Bereiche des Geschäfts. Ausserdem lernst du die Familie kennen, die das Bier weltberühmt machte. Zum Besuch gehört natürlich auch die Verkostung eines Miniguinness in einer kleinen Show. Für eine einzigartige Stimmung sorgen aber auch vier Musiker, die wie in New Orleans durch die Halle ziehen.
Das Highlight ist jedoch die Rooftop-Bar mit einer genialen Sicht über ganz Dublin und einem kostenlosen Pint irischem Bier. Zur Auswahl stehen Guinness, Lager oder IPA. Wir lassen es uns schmecken und sind einfach nur begeistert von dieser Dubliner Sehenswürdigkeit und können uns nicht einigen, was uns am meisten begeistert hat.
Die Docklands – das Hafenviertel von Dublin nicht verpassen
Unser Besuch auf Bull Island hat uns neugierig auf den Hafen von Dublin gemacht. Und da uns die Füsse nach einem Tag Stadtspaziergang vorbei an den Sehenswürdigkeiten Dublins entsetzlich schmerzen, machen wir uns mit dem Auto auf die Suche. Einen Aussichtspunkt auf den Hafen finden wir zwar nicht, aber wir entdecken die moderne Seite von Dublin. Zuerst bringt uns aber ein Wegweiser fast vom Ziel ab.
Unweit des Grand Canal Docks stehen die Bolands Mills, die 2001 ihre Mehlproduktion einstellten. 2018 wurden sie von Google gekauft. Jetzt werden sie innen restauriert und sollen 2024 mit einem Mix aus Büros, Läden und Restaurants eröffnen.
Unser eigentliches Ziel, einen Blick auf den Hafen zu bekommen, scheitert. Wenn die Welt nicht mit Zäunen verbaut war, standen bestimmt Container vor der Sicht. Eigentlich wollten wir noch einmal zu Fuss in diese Ecke von Dublin, denn dieses Viertel ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Dafür hat dann am Ende leider die Zeit nicht mehr gereicht. Aber es gibt so viele Sehenswürdigkeiten, die wir in Dublin noch sehen wollen, dass wir mehr als einen Grund haben, wiederzukommen.
Die Häuser in den Docklands sind modern. Fertig ist das Viertel noch nicht gebaut. Davon erzählen die Kräne, die überall in den Himmel ragen. Brücken verbinden die Ufer. So wie die Samuel-Beckett-Brücke, die eine umgekippte Harfe darstellt.
In den Docklands von Dublin gibt es viel moderne Architektur zu bewundern. Auch nachgebaute alte Segelschiffe liegen hier und Museen warten auf Gäste.