Edinburgh zu Fuss entdecken
Edinburgh ist eine faszinierende Stadt. Beim Durchstreifen ihrer Strassen und beim Entdecken der Sehenswürdigkeiten verbinden sich Geschichte, Kultur und Architektur. Besonders deutlich wird das bei einem Bummel durch das pulsierende Herz von Edinburgh, auf der Royal Mile in der Old Town von Edinburgh. Edinburgh erschöpft und begeistert zugleich. Die Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander, und doch hat man am Ende des Tages viele Kilometer zurückgelegt. Und obwohl man den ganzen Tag unterwegs ist, bleibt das Gefühl, nie alles gesehen zu haben.
Die Menschen in Schottlands Hauptstadt sind freundlich und gesellig, und doch hat Edinburgh stille, fast zurückgezogene Ecken. Genau dieser Wechsel macht einen Teil des Reizes der Stadt aus. Wir laden dich ein, mit uns durch Edinburgh zu bummeln. Zu bekannten Sehenswürdigkeiten und zu Orten, an denen man kurz innehält. Dieser Beitrag wird wohl nie abgeschlossen sein, denn wir kehren immer wieder zurück. Und fliehen zwischendurch auch wieder aus der Stadt, weil wir keine Stadtmenschen sind.
Edinburgh zu Fuss entdecken heisst, sich treiben zu lassen und Schritt für Schritt in die Geschichte der Stadt einzutauchen. Unser Rundgang beginnt auf der Royal Mile, die das Edinburgh Castle mit dem Palace of Holyroodhouse verbindet. Findet während des Military Tattoo gerade das Fringe Festival statt, fesseln die Künstler mit ihren Shows das Publikum entlang der Royal Mile.

Praktische Tipps für deinen Edinburgh-Besuch
Anreise und Fortbewegung in Edinburgh
Wahrscheinlich wirst du am Flughafen Edinburgh landen und mit dem Airlink oder der Strassenbahn in die Innenstadt fahren. Wie genau das Busfahren in Edinburgh funktioniert, erkläre ich in einem eigenen Beitrag zum Thema Busfahren in Edinburgh.
Vielleicht willst du aber auch mehr sehen als nur Edinburgh und buchst dir einen Mietwagen* direkt am Flughafen. Ideen für Abstecher findest du im Beitrag Ausflüge rund um Edinburgh – von Abteien bis zu Stränden. Unterkünfte mit Parkplätzen und Parkplätze in der Innenstadt sind allerdings nicht leicht zu finden.
Wohnst du etwas ausserhalb oder hast zu bestimmten Tagen oder Zeiten keine guten Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr, können wir das Taxi empfehlen. Lade dir dafür die Central Taxis Edinburgh App herunter. Damit kannst du sowohl eine Fahrt vorbestellen als auch spontan von A nach B buchen. Zu deiner Sicherheit bekommst du das Kennzeichen des Taxis mitgeteilt, das dich abholt.
Übernachten in Edinburgh
Buche dir rechtzeitig eine Unterkunft in Edinburgh, denn ab dem Belthane Fest ist in Edinburgh immer etwas los. Besonders schwierig ist es im August wenn das Military Tattoo zahlreiche Gäste aus aller Welt nach Edinburgh zieht. Man kann es sich nicht vorstellen, aber Edinburgh ist dann ausgebucht.
Wir haben das selbst erlebt, nachdem unser Rückflug gestrichen wurde und es bis auf ein Zimmer in einem sehr teuren Fünfsternehotel keine freie Unterkunft mehr gab.
Wenn immer möglich, empfehlen wir dir eine Unterkunft in der Innenstadt*. So kannst du Edinburgh gut zu Fuss erkunden. Solltest du mit einem Mietwagen auf einen Parkplatz angewiesen sein, musst du dich ausserhalb umschauen.
Unsere Empfehlung für Übernachtungen: Buchung über Booking.com* – grosse Auswahl und gute Storno-Optionen.
Der Link wird technisch über ein Partner-Tool bereitgestellt. Bei Buchung über unsere Links* erhalten wir eine kleine Provision – ein Dank für unsere Arbeit.
Die Royal Mile Edinburgh
Die Royal Mile bildet das historische Rückgrat der Old Town von Edinburgh und verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten miteinander. Ausgehend vom Edinburgh Castle, das hoch im Westen der Stadt thront, führt die Royal Mile über rund 1,8 Kilometer Kopfsteinpflaster bis zum Palace of Holyrood im Osten – mitten durch die Altstadt von Edinburgh. Entlang der breitesten Strasse der Altstadt geht es vorbei an prachtvollen mittelalterlichen Gebäuden, malerischen Plätzen und urigen Pubs sowie zahlreichen Geschäften und Sehenswürdigkeiten. Da die Royal Mile zum Pflichtprogramm der Besucher von Edinburgh gehört, drängeln sich hier die Besucher der Stadt.


Im Sommer, wenn das berühmte Kleinkunstfestival Fringe und das Military Tattoo stattfinden, ist fast kein Durchkommen auf der Royal Mile. Dann zeigen Künstler ihre Darbietungen, spielen Musiker zur Unterhaltung und faszinieren lebende Statuen das Publikum. Sich mit dem Strom einfach treiben lassen und staunen ist dann das Gebot der Stunde.
Die bekannten Sehenswürdigkeiten von Edinburgh sind dann auf Tage hinaus im Voraus ausgebucht und an der berühmtesten Sehenswürdigkeit Schottlands, dem Edinburgh Castle, braucht es viel Geduld, um einen Blick auf die Stadt und die Kronjuwelen zu erhaschen.
Edinburgh Castle – Wahrzeichen der Stadt
Edinburgh Castle gilt als Wahrzeichen der Stadt und prägt das Stadtbild der schottischen Hauptstadt seit Jahrhunderten. Hoch oben auf dem Castle Rock thront das Schloss von Edinburgh. Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zur Herrschaft von König David I. zurück. Edinburgh Castle wurde im Laufe seiner Geschichte immer wieder in kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Schottland und England erobert, belagert und zurückerobert. Und so wirkt es auch heute eher wie eine mittelalterliche Trutzburg als eine königliche Behausung. Kein Wunder liess sich Jakob IV. mit dem Palace of Holyroodhouse ein gemütlicheres Schloss im Gästehaus der Abtei am gegenüberliegenden Ende der Royal Mile bauen.

Die Gebäude innerhalb der Festungsmauern stammen aus unterschiedlichen Epochen und können zu einem grossen Teil besucht werden. Um die Kronjuwelen im Kronraum zu besichtigen, musst du dich auf Wartezeiten einstellen, die du dir aber mit dem Audioguide verkürzen kannst.
Achte mal um 13.00 Uhr darauf (ausser Sonntags), ob du in Edinburgh die «Noon Gun» hörst. Bist du in der Nähe des Schlosses, siehst du sie vielleicht rauchen. Ursprünglich wurde so den Schiffen im Hafen von Leith die genaue Uhrzeit für die Synchronisation der Uhren mitgeteilt.

Und wie jedes Schloss hat auch Edinburgh Castle seine Geister. Ein Trommler, der immer dann gesehen wird, wenn Gefahr droht. Ein Dudelsackspieler, der die Geheimgänge unter dem Schloss und vielleicht sogar einen geheimen Gang zu Holyrood Palace finden sollte und sich verirrte, spielt immer noch.
Wahrhaft märchenhaft wird Edinburgh Castle aber während der Shows des Military Tattoo’s, wenn es angestrahlt Teil der Show wird und oft fast nicht wiederzuerkennen ist. Alle Fragen rund um den Besuch des Military Tattoo beantworte ich in den Military Tattoo Reisetipps.

The Scotch Whisky Experience
The Scotch Whisky Experience liegt direkt an der Royal Mile und widmet sich der Geschichte und Vielfalt des schottischen Whiskys. Nur einen Katzensprung vom Edinburgh Castle entfernt befindet sich das Paradies für Whisky Liebhaber. Aber, was soll ich sagen, obwohl es verschiedene Touren gibt, war mal wieder alles weit im Voraus ausgebucht. Zum Trost für Jörg, der der Faszination und dem Genuss von schottischem Whisky erlegen ist, waren wir beim letzten Besuch von Edinburgh wenigstens im Shop. Dabei haben wir erfahren, dass sie nicht alle Karten online verkaufen, sondern auch ein paar Tickets für die Tageskasse übrig behalten. Man muss aber gleich morgens kommen. Also beim nächsten Besuch von Edinburgh klappt es so oder so.

Kurzer Abstecher in die Victoria Street
Läufst du die Royal Mile vom Edinburgh Castle in Richtung Palace of Holyroodhouse, lohnt sich ein kurzer Abstecher in die Victoria Street. Die farbenfrohe Strasse wird oft mit der Winkelgasse aus den Harry-Potter-Büchern in Verbindung gebracht. Sehr touristisch, aber sehenswert.

David Hume
Ungefähr auf Höhe der St. Giles Kathedrale steht die Statue des Philosophen David Hume, der 1711 in Edinburgh geboren wurde. Da es Glück in Prüfungen bringen soll, wenn man seinen grossen Zeh berührt, glänzt dieser golden. Klar haben wir alle den Zeh auch einmal angefasst. Man weiss ja nie …

The Real Mary Kings Close – die Stadt unter der Stadt
Nur, wer einmal im unterirdischen Edinburgh war, etwa bei The Real Mary King’s Close, hat Edinburgh wirklich gesehen. Edinburgh, die Stadt am Hügel, war dicht bebaut und von einem Netz an schmalen Gassen, den sogenannten Closes, durchzogen. Achte mal auf die schmalen Gassen, die von der Royal Mile in Edinburgh abgehen. Sie geben einen ersten Hinweis darauf, wie eng und vielschichtig die Stadt einst gebaut war.
The Real Mary Kings Close ist im Laufe der Zeit so eingebaut worden, dass sich die alten Häuser heute unter Edinburgh befinden. Die Häuser, die sich den Hang zur Royal Mile hochzogen, waren mit bis zu 15 Etagen schon fast Wolkenkratzer. Wobei die oberen Etagen aus Holz gefertigt waren und immer mal wieder abbrannten. Man muss es gesehen haben, denn die Lebensbedingungen der Menschen, die mit 12 bis 15 Personen einen Raum bewohnten, der für unser Verständnis von der Grösse her ein schönes Kinderzimmer wäre. Es ist unglaublich. Sogar Vieh hat hier gelebt. Leider ist Fotografieren verboten.

In Ermangelung von Toiletten wurden die Fäkalien in einem Eimer gesammelt, der, sobald er voll war, mit den Worten «Gardy Lu» auf die Gasse entleert wurde. Den Geruch und die hygienischen Bedingungen will man sich nicht vorstellen. Auch die Aussentreppen ohne Geländer, die zu den oberen Wohnungen führten, waren für Frauen mit ihren langen Röcken sicher eine Herausforderung.
Die Zeit während der schauspielerischen Führung durch das alte Edinburgh vergeht jedenfalls wie im Flug. Dass die alten Gassen heute noch erhalten sind, verdankt man der Tatsache, dass man eine grosse Markthalle bauen wollte. Um einen grossen ebenen Platz zu erhalten, hat man einfach die oberen Etagen der alten Häuser abgeschnitten und die Markthalle darüber gebaut. Darin tagt heute übrigens das Stadtparlament von Edinburgh.
Edinburgh City Chambers – Royal Mile
Direkt neben dem Eingang von The Real Mary Kings Close steht die ehemalige Markthalle, in der heute die Stadtverwaltung von Edinburgh untergebracht ist. Wenn man freundlich an der Rezeption der Edinburgh City Chambers fragt und die Mitarbeiter die Zeit erübrigen können, bekommt man eine kleine Führung durch das Gebäude. Mich hat die Treppe fast mehr begeistert als die holzgetäfelten Sitzungssäle oder die Schlüssel der Stadt, die hier auf einem Kissen in einer Vitrine ruhen.
Diese goldenen Schlüssel zur Stadt werden einmal jährlich symbolisch dem Lord High Comissioner in Vertretung der Monarchie bei einer Zeremonie im Palace of Holyroodhouse übergeben. Damit erneuert die Stadt Edinburgh ihre Loyalität gegenüber dem Monarchen, indem die Autorität und Verantwortung der Stadtverwaltung unter königlichem Schutz gestellt wird.

Scottish Parliament
Ganz in der Nähe des Palace of Holyroodhouse kommst du an einem modernen Gebäude vorbei. Es handelt sich um das Schottische Parlament des spanischen Architekten Enric Miralles. Der Kontrast zu den umliegenden historischen Gebäuden könnte nicht grösser sein.

Palace of Holyroodhouse
Am Ende der Royal Mile steht der Palace of Holyroodhouse. König David I. baute hier die Holyrood Abtei, da ihm bei der Jagd dort ein Hirsch mit einem Kreuz im Geweih erschienen war. Der einstmalige Wohnturm, der als Gästehaus diente, wurde über die Jahrhunderte zu einem symmetrischen Schloss mit Innenhof erweitert. Heute ist es die schottische Residenz der britischen Monarchie. Jedes Jahr während des Sommers gibt es hier offizielle Empfänge. Dann ist das Schloss für die Öffentlichkeit gesperrt.

Auch die berühmte Maria Stuart lebte in diesem Schloss. Ihr Schlafzimmer und das angrenzende kleine, private Speisezimmer bekommt man auf der Tour durch das Schloss zu sehen. Genau hier war es auch, wo sie als Schwangere hilflos mit ansehen musste, wie ihr vertrauter Privatsekretär David Rizzio ermordet wurde. Er wurde im Auftrag ihres eifersüchtigen Gatten Lord Darnley mit mehr als fünfzig Messerstichen getötet.

Dies ist eine der Geschichten dieses Palastes, die dir der Audioguide erzählt. Zum Besuch des Palace of Holyroodhouse gehört auch ein Besuch der Abtei Ruine aus dem Jahr 1128. Im Herbst 2023 ist aber ein grosser Teil der Fassade hinter einem Baugerüst versteckt.
Schliesslich dürfen die Besucher auch durch einen Teil des Gartens gehen. Dies ist der einzige Schlosspark, der uns in ganz Schottland begegnet ist, wo das Betreten der Rasenflächen verboten ist.

Princes Street Gardens und Waverly Station
Zwischen der Old Town und der New Town befinden sich die Princes Street Gardens, die durch die Entwässerung von Loch Nor, einer stinkenden Kloake mit Burggrabenfunktion entstanden. Das erklärt auch ihre vertiefte Lage. Die 1820 angelegten Gärten unterteilen sich in die West und Ost Princes Street Gardens. Sie werden durch The Mound, eine wichtige Verkehrsader, die die Old Town mit der New Town verbindet, getrennt. Während in den West Princes Street Gardens viele Denkmäler und Brunnen stehen, steht in den East Princes Street Gardens die Scottish National Gallery. Die Nationalgalerie ist in einem monumentalen, klassizistischen Bau untergebracht. Von der Nationalgalerie ist es ein Katzensprung zur Waverley Station.

In den 1840er Jahren wurde die Eisenbahn im Tal vor Edinburghs Altstadt verlegt. 1846 wurde der Bahnhof als Edinburgh General Station eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Bahnhof mehrfach um- und ausgebaut. 1854 erhielt er den Namen Waverley Station in Erinnerung an Sir Walter Scotts berühmten Roman «Waverley». Da man bei einem Besuch von Schottland nicht am berühmten Nationaldichter vorbeikommt, gibt es einen eigenen Beitrag zu Sir Walter Scott. Das berühmte viktorianische Glasdach erhielt der Bahnhof um 1890. Einfach mal von der Princes Street über das eindrückliche Glasdach schauen und mal nach unten zum Bahnhof gehen.

Scotts Monument
Schon von Weitem sichtbar steht ein gotischer Turm in den Grünanlagen der Princes Street. Dieser Turm ist ein Denkmal für Sir Walter Scott. Im 61 m hohen viktorianische Bauwerk befindet sich eine Wendeltreppe, die zu Aussichtsplattformen und einem Museum führt. Es ist das höchste Scott Denkmal weltweit. 64 Statuen mit Figuren aus den Romanen von Scott schmücken das Denkmal, das im Ensemble der gregorianischen Häuser auf der anderen Strassenseite irgendwie fehlplatziert wirkt.

Weltkulturerbe New Town Edinburgh
Während die Altstadt von Edinburgh sich durch ein Labyrinth aus gepflasterten Strassen auszeichnet, wurde die Neustadt im georgianischen Baustil ab den 1760er Jahren geplant und bis etwa 1850 gebaut. Der georgianische Baustil zeichnet sich durch breite Boulevards aus, in denen man gut einkaufen und essen kann. Die Gebäude haben symmetrische Fassaden mit klaren Linien. Seit 1995 hat die New Town von Edinburgh Weltkulturerbe Status. Die Grenze zwischen der Altstadt und der Neustadt liegt an den Princes Street Gardens.

Calton Hill – Spektakuläre Aussichten auf Edinburgh
Östlich der New Town von Edinburgh liegt der Calton Hill, den man nach einem kurzen, steilen Aufstieg erreicht. Egal, ob man kurz dem Trubel der Stadt entfliehen oder die atemberaubenden Aussichten geniessen möchte, der Calton Hill ist den Aufstieg zu jeder Tageszeit wert. Besonders schön muss die Abendstimmung an einem sonnigen Tag sein.

National Monument
Der Calton Hill heisst auch «Hügel der Denkmäler«, denn hier stehen viele imposante Denkmäler und das City Observatorium. In Form des Parthenons von Athen kommt das National Monument daher. Es gedenkt der schottischen Soldaten und Matrosen, die bei den Kämpfen in den Napoleonischen Kriegen ums Leben kamen. Der Bau begann 1826 und wurde mangels finanzieller Mittel 1829 unvollendet gelassen. Dieser Umstand führte zu verschiedenen Spitznamen. Der Spitzname «Der Stolz und die Armut Schottlands» trifft es am besten. Heute wird es als Kulisse genutzt, beispielsweise für das Beltane Feuerfest, das jährlich am 30. April stattfindet und die Sommersaison einleitet.

Nelson Monument
Das Nelson Monument ist ein Gedenkturm zu Ehren von Vizeadmiral Horatio Nelson. Das Denkmal wurde zwischen 1807 und 1815 errichtet, um an Nelsons Sieg über die französische und spanische Flotte in der Schlacht von Trafalgar 1805 und seinen eigenen Tod in der gleichen Schlacht zu erinnern.
Der Turm erhebt sich 32 m auf dem Hügel. Auf der Spitze des Turms befindet sich eine Zeitkugel. Dabei handelt es sich um eine grosse Kugel, die angehoben und abgesenkt wurde, um die Zeit zu markieren. Diese Kugel wurde 1853 installiert, damit die Schiffe ihre Uhren einstellen können. Sie wird kurz vor 13.00 Uhr angehoben und um genau 13.00 Uhr fallen gelassen. Dies konnten die Seeleute im Hafen von Leith sehen. 1861 kam noch die 13.00 Uhr Kanone vom Edinburgh Castle als akustisches Signal dazu.

Weitere Denkmäler und Aussichten
Dugald Stewart Monument ist ein weiteres Denkmal, welches dem aus Edinburgh stammenden Mathematiker und Philosophen gewidmet ist

Neben der Old Town von Edinburgh und dem Hafen von Leith blickt man auch auf den Palace of Holyroodhouse und Arthur’s Seat.

Dean Village
Westlich des Stadtzentrums von Edinburgh taucht man ein in eine andere Welt. Am Ufer der Water of Leith befindet sich Dean Village. Die Geschichte von Dean Village reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier Mühlen entlang des Flusses gebaut wurden, die hauptsächlich zum Mahlen von Getreide dienten. Dean Village wurde erst im 19. Jahrhundert, als Edinburgh weiter wuchs, in die Stadt integriert.
Malerische Häuser, Brücken und die Dean Gardens laden zum Bummeln und Relaxen ein, wenn das Wetter mitspielt.

Den Waters of Leith kann man fast bis zum Royal Botanic Garden, einer weiteren Edinburgher Sehenswürdigkeit, folgen.
Royal Botanic Garden Edinburgh
Eigentlich ist der Royal Botanic Garden Edinburgh eine Oase der Ruhe. Allerdings finden gerade zahlreiche Umbaumassnahmen statt. Die berühmten Glashäuser des Royal Botanic Garden in Edinburgh sind für mindestens sieben Jahre geschlossen, da sie komplett saniert werden müssen. Der ganze Bereich ist weiträumig abgesperrt. Einzelne Wege im Park werden ebenfalls saniert.
Es ist ein schöner Park, der sich in unterschiedliche Habitate gliedert. Allerdings waren wir etwas enttäuscht. Kennt man die Benmore Botanic Gardens, die uns unglaublich begeistert haben und eine Zweigstelle des Botanischen Gartens von Edinburgh sind, erwartet man einfach mehr.

