Jahresrückblick 2025 – Fragmente eines bewegten Jahres
Nun ist er also da, der Dezember, dieser Monat, in dem man innehalten, sich sortieren und einmal genauer hinschauen sollte. Es die Zeit für die Bilanz des Jahres. Was hatte ich mir vorgenommen, was ist gut gelaufen, was hätte besser sein können. Der Jahresrückblick ist auch ein Abschluss, verbunden mit der Vorfreude auf das nächste Jahr. Schliesslich kennen wir die Vergangenheit, wir leben in der Gegenwart, aber das was uns wirklich interessiert und fasziniert ist die Zukunft. Sie bietet den Raum für unsere Träume und Hoffnungen.
„Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ (Victor Hugo)
Der Jahresrückblick hat für mich auch im Jahr 2025 die Aufgabe, den Blick nicht nur auf meine persönlichen Befindlichkeiten, Erfolge und Misserfolge, sondern auch nach aussen zu richten. Man vergisst so schnell im täglichen Wahnsinn, was ein Jahr eigentlich ausgemacht hat. Was bleibt sind Fragmente. Wenn ich im Jahresrückblick 2022 meine ersten Gedanken zur gerade aufgekommenen KI mit chatgpt lese, entlockt mir das heute ein Lächeln. Wie naiv ich war. Ihr ist jedenfalls im Jahresrückblick 2025 erneut ein Kapitel gewidmet.
Doch bevor ich ins grosse Aussen schaue, geht es erst einmal ins Private.

Im Jahr des Schmetterlings – Fliegen geht anders
Freiheit und Leichtigkeit war das Motto für 2025 und als Tier habe ich mich vom Schmetterling durch das Jahr 2025 begleiten lassen. Schmetterlinge sind erstaunliche Flieger. So kann der Distelfalter bis zu 15.000 km zurücklegen, viel mehr als der bekannte blaue Monarch Falter. Ich dachte an die Metamorphose, die ein Schmetterling durchläuft und habe wohl nicht ganz bedacht, dass diese vor dem Fliegen kommt.
Jedenfalls habe ich vergeblich auf die Unbeschwertheit des Seins gewartet. Meine von der Krebsbehandlung medikamentenindizierten Gelenkschmerzen in den Knien entwickelten sich zu einer Poly-Arthritis, während man abklärte und abklärte. Insofern war das Jahr 2025 ein sehr schmerzhaftes Jahr.
Inzwischen hat sich mein Verdacht, den ich schon im Jahresrückblick 2024 geäussert hatte, nach langwierigen medizinischen Abklärungen bestätigt. Die Immuntherapie hat mein Immunsystem so angeregt, dass es nun aus Langeweile den Körper angreift. Als Zwischenlösung gab es immer wieder Cortison und mit ihm die absoluten Highs. Mal zwei Wochen fast schweben, weil das Leben schön ist, wenn die Schmerzen einen nicht zu Boden ziehen. Ein Gehirn, was plötzlich nur aus Glasfaserkabeln besteht und sich plötzlich nicht mehr abstellen lässt. Wer braucht schon Schlaf.
Dann muss das Medikament wieder ausgeschlichen werden. Einerseits hofft man, dass es genug war, um das Immunsystem zu stoppen. Andererseits stehen Untersuchungen an für die man zwei bis drei Monate cortisonfrei sein muss. Und von Woche zu Woche wird es schmerzhafter. Dazwischen noch ein paar Showeinlagen wie eine rupturierte Bakerzyste im Knie, die zu Lymphabflussproblemen führt und mein ganzes Bein über Wochen 3 cm anschwellen liess.
Über die Blasenentzündungen als Dauergast wegen des heruntergefahrenen Immunsystems rede ich schon kaum noch. Ich dachte immer, die Schmetterlinge schlafen während ihrer Metarmorphose und wachen einfach neugeboren auf. So ist es bei mir jedenfalls nicht gewesen.
Jetzt am Ende des Jahres sollten die Biologika langsam erfolgreich gegen meine Gelenkschmerzen wirken. In den Knien dauert es wohl länger. Dennoch hoffe ich sehr, dass die Metamorphose bald abgeschlossen ist.

2025 – ein Jahr voller Auszeiten und Reisen
Januar bis Juni
2025 war ein Jahr des Trotzdem. Ein weiteres Jahr, indem ich mich mit innerer Kraft gegen die Umstände gestellt habe und versucht habe, mir nicht von meinem Körper diktieren zu lassen, wie ich lebe. Allerdings haben wir die grosse Südamerika Reise um ein Jahr verschoben.
2024 hatte ich mir vorgenommen, dass wir in 2025 jeden Monat eine kleinere oder grössere Auszeit erleben. Und das haben wir fast geschafft. 2025 war ein Jahr, das uns viermal nach Frankreich führte.
Im Januar haben wir uns die Klosterbeleuchtung in Einsiedeln angesehen und waren in Murten auf dem Lichterfest und haben Gruyères ein weiteres Mal besucht.
Der Februar führte uns nach Basel zu einer besonderen Aufführung. Shen Yun ist eine besondere Bühnenshow bei der 5.000 Jahre chinesische Kultur und klassisches chinesisches Tanztheater mit Musik und Gesang zu etwas Grossartigem verschmelzen. Einzigartig dabei ist, dass die Fiktion auf dem Bildschirm hinter der Bühne mit den Tänzern auf der Bühne perfekt verschmilzt. Ich kann dir den Besuch dieser jährlich neu gestalteten Show sehr ans Herz legen. Sie findet in vielen Städten statt. Ausserdem haben wir einen Tagesausflug zu einem 500 Jahre alten Eichenwald bei Basel unternommen. Der zweite Besuch, wenn der Wald Blätter hat, steht noch aus.
Im März wurde es bunt und fantastisch. Wir haben es endlich geschafft, ein verlängertes Wochenende in Annecy in Frankreich zu verbringen und uns dort den venezianischen Karneval bei traumhaftem Wetter anzusehen.
Im April/Mai hat uns dann eine weitere Reise nach Frankreich geführt. Beginnend an der Loire haben wir rund um Blois dem Frühling in verschiedenen Schlossgärten nachgespürt. Wir haben uns von Nantes überraschen lassen, waren vor der Salzernte in Guérande und haben anschliessend am Golf von Morbihan die Bretagne erreicht. Geendet hat die Reise in Saint Malo. Und da Saint Malo am anderen Ende der Bucht vom Mont-Saint-Michel liegt, haben wir es auf dieser Reise geschafft, den Klosterberg als Insel zu erleben.
Auch der Juni war ausgefüllt mit Reisen. Über Pfingsten sind wir einmal mehr nach Thun gereist und eine Woche später haben wir zwei wundervolle Wochen in Schweden verbracht. Gotland mit seinen herrlichen Küsten hat uns sehr begeistert. Diese Ostseeinsel ist ein Ort, den ich gern noch ein weiteres Mal besuchen würde. Öland mit den tanzenden Bäumen, dem vielen Wind und zahlreichen Windmühlen hat uns in seiner Vielfalt sehr überrascht. Und in Stockholm gäbe es auch noch viel anzusehen. Drei Tage sind für diese Stadt einfach zu wenig.

Juli bis Dezember
Während des Julis haben wir tatsächlich keine Auszeit genommen. Ich habe meine Schulter beim Schwimmen und Giessen im Garten trainiert. Tatsächlich war in den Gärten viel Arbeit zu erledigen und erfreulicherweise auch viel zu ernten und zu verarbeiten.
Da es im Juli sehr heiss war, dachten wir an etwas Abkühlung in den Bergen und planten im August eine Auszeit in Davos. Dass es ein Ausflug in den Winter werden würde, hatten wir jedoch nicht erwartet. 6° Grad und Puderzucker auf den Bergen kam etwas überraschend. Das Kirchner Museum in Davos war mehr als eine Regenwetter-Alternative und hat mich mit seiner Ausstellung zwischen Malerei und Fotografie sehr inspiriert. 2026 gibt es dort zwei spannende Ausstellungen: Kirchner und Picasso (15.2. bis 3.5.2026) und ab 14.6.2026 Farbenrausch.
Und da wir im Oktober mit meiner Gesundheit nicht wie geplant nach Südamerika fliegen konnten, erfüllten wir uns im September einen weiteren Traum, denn der Jahresurlaub muss ja genommen werden. Den Dienstalterurlaub konnte Jörg um ein Jahr verschieben. So kam es, dass wir zur Weinernte in Bordeaux waren. Vorher besuchten wir ein paar spannende Orte am Mittelmeer, wo wir mit über 30° Grad noch einmal Hochsommer-Feeling hatten. Nach dem Besuch von La Rochelle ging es dann zurück in die Schweiz.

Im Oktober fiel dann eine geplante Auszeit in Zermatt wörtlich ins Wasser, dafür haben wir einige Ausflüge unternommen und haben am Schlössertag Schloss Hallwyl, nach Jahren mal wieder die Insel Mainau und einen Baumwipfelpfad in der Ostschweiz besucht. Auch den Swiss Caravan Salon haben wir besucht. Schliesslich schauen wir uns nach einem anderen Wohnmobil um.
Der November stand dann ganz im Zeichen der Vorbereitungen für den Dezember. Schliesslich versuche ich alle Jahre wieder, den Stress aus dem letzten Monat des Jahres zu nehmen und mit zwei geplanten Auszeiten im Dezember bedeutet das viel vorarbeiten.
Schliesslich führte uns der Dezember zum vierten Mal nach Frankreich in diesem Jahr, nach Lyon zum Lichterfest. Das Jahr lassen wir in Valencia, einer aufregenden Stadt ausklingen.
Höhen und Tiefen beim Bloggen
Was wäre ein Jahresrückblick 2026 ohne die Freuden und Leiden beim Bloggen zu erwähnen. Google Core Updates und kein Ende. Die Zahlen waren Anfang des Jahres ein Drittel unter den Zahlen des Vorjahres und das trotz stetiger Verbesserungen der Website.
Als wäre das nicht genug, kündigte booking die Zusammenarbeit kurz vor dem wichtigen Sommergeschäft. Gut, es gab eine andere Lösung, die sogar mehr Buchungen einbringt, auch wenn die Provisionen geringer sind. Aber erst einmal war das ein Schuss vor den Bug und mit den gesunkenen Zugriffszahlen habe ich mich kurz wirklich gefragt, warum mache ich das eigentlich.
Die Anworten waren überraschend vielfältig. Bloggen macht mir Spass auch jenseits der nackten Zahlen. Es verändert mein Leben, denn ich reise viel achtsamer und bewusster und vielleicht sogar noch ein wenig mehr, als ich das ohne Blog tun würde. Und das tut mir so gut, denn die Seele braucht Abenteuer. Bloggen und Reisen sind meine Antwort, warum ich morgens aufstehe.
Mit dem Google Update vom 12.7. kam neuer Schwung in die Zugriffszahlen. Es ging endlich wieder aufwärts, neue Hoffnung machte sich breit. Doch dann rollte Google die neue KI-Antwort aus und beantwortet die Fragen der User selbst, ohne sie auf Blogs zu bringen. Ist das Bequem für den Kunden? Ja. Ist die Qualität im Reiseumfeld gut? Jein. Die KI macht noch viele Fehler. Der Google Sucher bekommt jetzt also entweder eine KI generierte Antwort oder von Marketing Unternehmen mit KI gestaltete Tourismusseiten in den vorderen Suchergebnissen präsentiert.
Meine Antwort darauf ist ein neuer Claim. Von Mensch zu Mensch – authentisch, unabhängig, ich für dich.
Wer keine KI Zusammenfassung will, muss googeln mit dem Zusatz Reiseblog, wobei bestimmte Tourismusorganisationen das auch schon umgehen und so tun als ob, aber das erkennt man sehr schnell. Bloggen in der KI-Ära bleibt jedenfalls spannend. Mal sehen was nächstes Jahr bringt.
Mit dem Jahresrückblick sind 16 neue Beiträge dieses Jahr auf dem Blog erschienen und zahlreiche alte Beiträge überarbeitet worden.

Alle Jahre wieder – Social Media wie weiter
«Manchmal bist du müde, nicht weil du zuviel gemacht hast, sondern weil du zu wenig von dem gemacht hast, was dein Herz wirklich erfüllt. (unbekannt)» Das trifft zu 100 Prozent auf Social Media für mich zu.
Alexandra Polunin thematisiert in ihrem Buch «She works hard for no money», diese negative Seite von Social Media. Posten, liken, kommentieren, ist schon lange keine Unterhaltung mehr, sondern unbezahlte Arbeit, die immer weniger Nutzen für den Blog bringt. Deshalb bin ich in 2025 einen neuen Weg gegangen und überlege, wie ich einen alten Zopf loswerde.

Telegram – my new love
Im April habe ich für den Reiseblog meinen eigenen Telegram Kanal eröffnet. Ja, ich weiss, viele Menschen haben etwas gegen Telegram. Ich wollte aber bewusst weg vom Zuckerberg-Imperium, deshalb kein Whats-App, auch wenn das bedeutet, dass der Kanal sehr viel langsamer wächst, als gehofft.
Für mich sind die Vorteile:
- Telegram macht mir Spass.
- Mein Kanal, meine Regeln, kein Algorithmus, den ich dauerhaft bedienen muss.
- Mein Kanal, keine Kommentare und ich schreibe, wenn ich etwas zu sagen habe.
- ein von Meta unabhängiger Kanal
Vielleicht hast du ja Lust, dir meinen Kanal anzusehen. Das kann man auch, ohne dem Kanal beizutreten, auch wenn ich mich natürlich über neue Abonennten freue, denn stille Mitleser habe ich einige mehr als Abonnenten.
Pinterest – was lange währt …
Nachdem ich letztes Jahr an der Weihnachtschallenge von Kaleidoskop teilgenommen hatte und viel gelernt habe, hatte ich beschlossen jeden Tag einen Pin zu pinnen. Und ja, ich weiss, das ist zu wenig, aber ich habe es durchgehalten. Nach der diesjährigen Challenge, bei der ich wieder viel gelernt habe, habe ich inzwischen auf 2 Pins erhöht.
Einerseits macht mir die Pin Erstellung inzwischen Spass, seit ich mich von dem Wiedererkennungswert mit immer gleichen Farben und Pinformaten verabschiedet habe. Andererseits schaue ich mir alte Beiträge noch einmal an, bevor ich neue Pins dafür mache, so dass ich doppelt profitiere.
So kommt es, dass Pinterest der erfolgreichste Social Media Kanal ist und mir stetig mal mehr, mal weniger Besucher auf die Website bringt. Das sind Besucher, die sich tatsächlich für die Themen interessieren und der Traffic ist unabhängig von Googles Gnaden und Pins generieren über Jahre Traffic.
Facebook – hallo ist da jemand …
Liebe war es weder auf den ersten, noch auf den zweiten Blick und wird es wohl auch nicht mehr werden. Ich bin auf einigen wenigen Gruppen aktiv, auf meiner Seite mehr oder weniger und auf dem privaten Profil versuche ich jeden Monat einen Rückblick zu veröffentlichen. Dieses Profil wächst mit lauter sogenannten Freunden, die mir etwas verkaufen wollen oder mich in ihre Gruppen holen wollen. Die Seite dagegen wächst nicht wirklich, weil ich zu dieser Art Marketing keine Lust habe.
Der Trend geht ja von Facebook weg. Memberships gehen zu Communi oder Discord. Dennoch bringt mir Facebook immerhin ein paar Besucher auf den Blog.
Und seit hier auch die Reels gepusht werden, habe ich noch weniger Lust. Und hält man sich vor Augen, dass ein Beitrag ungefähr 4 Stunden nach dem Posten Aufmerksamkeit erhält, dann stimmen hier Aufwand und Nutzen auch nicht überein.

Instagram – Sendepause
Instagram bringt mir keine Besucher auf den Blog. Dieses Jahr waren es sieben Blogbesucher von Instagram und die haben sich wahrscheinlich nur für die Über mich Seite interessiert. Wahrscheinlich sind das die Leute, die wollen, dass sie bei mir auf dem Blog Artikel – am besten ohne Werbekennzeichnung – mit Werbung für Partnerbörsen plazieren können. Die Anfragen nerven einfach. Zumal die keine Antwort genauso wenig wie ein Nein akzeptieren und immer noch mal und noch einmal nachhaken. Und die kommen in Wellen.
Dabei habe ich bei Instagram dieses Jahr sogar neue Wege versucht. Ich habe versuchshalber auf der Linkseite die Kategorieseite Frankreich eingebunden, so dass alle Frankreich Beiträge vom Blog angezeigt wurden, wenn ich aus Frankreich gepostet habe. Der Effekt war gleich Null.
Dieser Zeitfresser, immer posten zu müssen, Storys zu erstellen, damit es jemand überhaupt mitbekommt – ich habe keine Lust dazu. Und wenn ich in letzter Zeit mal durch den Feed scrolle, dann sehe ich Werbung und KI generierte Inhalte. Klar keiner kann im Hamsterrad Social Media immer laufen, also lässt man es die KI machen.
Wenn Insta nicht auch die Facebook-Seite ab und an füllen würde, wäre ich schon längst weg. Wenigstens habe ich Insta nicht mit Pinterest verknüpft und bin auch nicht zu Threads gegangen. Ich glaube, ich pausiere auf Insta. Du erreichst mich zwar weiter über die Nachrichtenfunktion, aber wenn du wissen willst, was mich bewegt, dann schaue auf Telegram vorbei.
Die KI – gekommen um zu bleiben
Die KI bleibt – das ist vielleicht die einzige Feststellung, über die derzeit weitgehend Einigkeit herrscht.
Macht KI dumm? Eine provokannte Frage nach bekanntem Muster. Schon immer hat die Einführung neuer Technik die Menschen verunsichert. Wusstest du, dass man damals bei der Einführung der Eisenbahn auch gedacht hat, dass die Geschwindigkeit den menschlichen Geist negativ beeinflusst?
Darüber müssen sich zumindest die Kunden der deutschen Bahn weniger Gedanken machen. Bei einem maroden Bahnnetz hilft auch keine KI. Wegen der ewigen Verspätungen und des Durcheinanderbringens des Fahrplans dürfen verspätete Züge nicht mehr in die Schweiz fahren beziehungsweise stellt die Schweiz neu jetzt an den Grenzbahnhöfen Schweizer Zusatzzüge zur Verfügung, die nach einem Fahrplan fahren. Aber die EU träumt von Schnellzugnetz quer durch Europa – Berlin Kopenhagen soll dann nur noch 4 Stunden dauern, genau wie das mal für Zürich München angedacht war. Madrid – Lissabon in 3 statt 9 Stunden. Papier ist so geduldig. Technik allein löst keine strukturellen Probleme.
Macht KI nun dumm? Es gibt Studien, die daraufhin deuten, dass Menschen, die das Denken der KI überlassen, tatsächlich dümmer werden. Die Frage, die man stellen sollte, ist vielleicht eher, welche Denkprozesse verlernt werden.
Ich denke, es ist eine Herausforderung an die Bildung, Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, die Menschen dazu befähigen, selber zu denken, zu schreiben, zu rechnen, damit sie die KI nutzen können und sich kein X für ein U von der KI vormachen lassen. Da hinken die Schulen der Technik wohl sehr hinterher. Die Technik entwickelt sich schneller als unser gesellschaftliches Verständnis dafür.
KI verlangt nicht weniger Kompetenz, sondern mehr.


Contentflut
Wenn Denken ausgelagert wird, bleibt nicht nur weniger Verstehen zurück. Es entsteht auch mehr Output. Nach einem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung zirkulieren im Netz bereits mehr Texte, die von künstlichen Intelligenzen als von Menschen geschrieben wurden. Diese Entwicklung betrifft längst nicht mehr nur Texte. Auch Bilder, Videos, Musik und Stimmen folgen derselben Logik.
Und da KI inzwischen als Sparoption in vielen Betrieben zum Einsatz kommt, werden die aus Textbausteinen zusammengesetzten Texte, die nur noch inhaltsleere Worthülsen transportieren, immer zahlreicher.
Mir fällt es bei zahlreichen Texten der Tourismus Destinationen auf. Früher hat man mit Bloggern oder Marketing-Agenturen zusammengearbeitet. Diese Texte lebten auch von Erfahrungen und Perspektiven.
Aber auch die Blogger Gemeinde ist voll auf den Zug aufgesprungen. Der Unterschied ist nur: Was früher eine Arbeit war, wird nun als Abkürzung verkauft. Lerne, wie du deinen nächsten Kurs in nur einer Woche von der KI erstellen lässt … Mit diesen Prompt schreibt die KI deine E-Mails, dein nächstes Buch, was auch immer.
Ich sehe das etwas kritischer. Was wirklich passiert, wir werden mit Content geflutet, denn weil es schneller geht, wird mehr erstellt. Man geht davon aus, dass der Anteil der KI-generierten Inhalte im Netz auf 90 Prozent steigen könnte. Für mich eine schreckliche Zukunftsvision, denn mehr Inhalt bedeutet nicht mehr Bedeutung. Deshalb habe ich beschlossen, wieder mehr Bücher aus der Vor-KI-Zeit zu konsumieren.
Aber, was bedeutet das für uns Blogger. Neben den Gefahren birgt es auch Chancen, denn unsere Inhalte aus echtem Erlebten werden wertvoller. Vielleicht müssen die Menschen erst noch ein paar mal ihr Wunder erleben, wenn sie ihre Reisen mit KI planen, aber irgendwann werden sie hoffentlich den Wert echter menschlicher Arbeit erkennen und sich auch bedanken, indem sie einen wertschätzenden Kommentar hinterlassen oder über die Affiliate Links kaufen oder buchen. Vertrauen entsteht nicht durch Optimierung, sondern durch Beziehung.
Allerdings ist die Aufmerksamkeit eines Menschen begrenzt. Die Contentflut, der tägliche Nachrichtenwahnsinn und die gleichzeitige Reizüberflutung werden für die mentale Gesundheit immer schwieriger zu bewältigen. Zeiten ohne Medien in der Natur, echte Abenteuer, werden immer wichtiger. Und auch da kommen wir Blogger mit Inspirationen wieder ins Spiel.

Die KI – der virtuelle Assistent oder ein Zeitfresser
Findest du es toll, wenn dich chatgpt am Ende einer Antwort fragt: Soll ich dir auch noch erklären, wie dies oder das funktioniert? Möchtest du, dass ich dir eine kurze Zusammenfassung, eine Checkliste, einen Text oder was auch immer erstelle?
Was im ersten Moment vielleicht verlockend klingt, ist der von Social Media abgeleitete Infinite Scroll. Du wolltest eine Sache checken und plötzlich ist eine Stunde weg. Diese Antizipation dessen, was du vielleicht als nächstes erledigen willst, soll dich auf der Plattform halten, ohne dass du eine Aufgabe stellst.
Mitdenkende menschliche Assistenten oder Team-Mitglieder sind toll. Der Unterschied zur KI ist, sie sind fokussiert auf eine Aufgabe und lenken dich mit ihren Vorschlägen nicht vom eigentlichen Ziel ab.
Verstehe mich nicht falsch. Ich nutze die KI auch, aber eher als Sparringspartner, um Ideen zu diskutieren oder bei technischen Problemen. Statt mir endlose Anleitungs-Videos anzusehen oder mich durch Hilfetexte durchzuwühlen, frage ich chatgpt. Auch bei der Analyse und Strukturierung von Daten kann KI echte Zeitersparnis bringen, Aber man muss wie bei Social Media sehr bewusst mit der KI umgehen, um sich nicht darin zu verlieren.
Mehr selber denken und natürliche Intelligenz können nicht schaden. Als Plagiat wurde früher das Abschreiben von anderen bezeichnet, wobei wissenschaftliche Arbeiten bei richtiger Kennzeichnung die höchste Stufe des Gedankenklauens war. Die KI toppt das, indem sie alle menschliche Leistung frisst, verdaut und ungekennzeichnet und teils fehlerhaft wieder ausspuckt.

Neuer Kolonialismus durch die KI
Was wir gemeinhin als künstliche Intelligenz bezeichnen, ist nicht im Mindesten intelligent, sondern es sind Modelle, die trainiert werden und nach statistischen Wahrscheinlichkeiten agieren. Sie trainieren sich auch nicht selber, sondern werden von unzähligen Menschen unter schlechtesten Arbeitsbedingungen trainiert. Denn diese Arbeiten werden ausgelagert. Du ahnst es sicher schon wohin. Dorthin, wo es billig ist, wo es mehr Arbeitskräfte als Arbeit gibt, wo es keine Arbeitsschutzgesetze gibt. KI wird zu grossen Teilen in Afrika trainiert.
Ein selbstfahrendes Auto erkennt die Umwelt nicht von allein, sondern nur weil sogenannte Datenannotatoren in Tausenden Videos Ampeln, kleine und grosse Fussgänger, Hunde etc. markieren. Ohne diese menschliche Vorarbeit gäbe es keine „künstliche Intelligenz“.
Länder mit wenig technischer Kompetenz und Investitionsmöglichkeiten bleiben von KI-Modellen aus den USA oder China abhängig. Damit entsteht eine neue Form von Abhängigkeit, die nicht territorial, sondern technologisch wirkt.

Risiken und Nutzen der KI
Da alle KI-Modelle trainiert werden, haben alle Modelle auch blinde Flecken. Sie sind anfällig für Datenverzerrungen, egal ob ein bestimmtes Weltbild vermittelt werden soll oder bestimmte politische Ansichten transportiert werden. KI Modelle sind Spiegel ihrer Auftraggeber.
Eine weitere Gefahr besteht branchenspezifisch, wenn durch eingesetze KI-Modelle ein algorithmisches Herdenverhalten ausgelöst wird. Sehr problematisch ist das beispielsweise beim Anlageverhalten an den Börsen, wenn schon ein kleiner Auslöser weltweit Panik erzeugt.
Auch entsteht eine extreme Machtkonzentration mit Deutungshoheit und Gewinnabschöpfung. Vom Individuum bis zu Staaten reicht die Abhängigkeit. Nicht mehr die Vielen entscheiden, sondern nur eine handvoll Akteure hat Einfluss auf unser Denken.
Bezahlen müssen wir jedoch alle. Die gesellschaftlichen Kosten sind hoch. Sie reichen vom geistigen Diebstahl bis zur Konkurenz um Ressourcen. Der Ressourcenverbrauch von Strom und Wasser der Rechenzentren bis hin zu den Rohstoffen für all die Datenträger und Prozessoren der KI ist gigantisch.
Ein weiteres gesellschaftliches Problem ist der Verlust der Vielfalt. Sprache und Denken werden stilistisch geglättet. Noch problematischer wird es, wenn KI in Verwaltung, Justiz und Medizin Einzug hält und statt bei der Entscheidungsfindung zu helfen, das letzte Wort erhält.
Jede Medaille hat zwei Seiten. Neben all den Risiken, bringt KI auch Vorteile. KI entlastet uns im Idealfall von monotoner Arbeit wie dem Strukturieren von Daten und der Analyse grosser Datenmengen. Ein Stück weit demokratisiert sie das Wissen, indem sie Barrieren abschafft. Jeder kann jetzt gute Texte formulieren, kleine Programme schreiben oder sich komplexe Zusammenhänge einfach erklären lassen.
KI-Ära
Die Ki hat es mit dem Begriff KI-Ära als Wort des Jahres 2025 in die deutsche Sprache geschafft. In der Begründung heisst es: «Der wachsende Einfluss von Künstlicher Intelligenz stehe für einen epochalen Wandel.»
Willkommen in der KI-Ära. KI ist ein Verstärker im guten wie im schlechten Sinne. Sie verstärkt Denkfaulheit genauso wie Klarheit. Oberflächlichkeit genauso wie Tiefe. Macht genauso wie Abhängigkeit.

Fragmente des Jahres 2025
Nicht alles, was ein Jahr auf der grossen Bühne im Aussen prägt, fügt sich zu einem grossen Thema wie das der KI. Manche Dinge bleiben als Fragmente. Beobachtungen, Verschiebungen, manchmal auch Widersprüche, die sich nicht sauber auflösen lassen, aber dieses Jahr begleitet haben und für mich als Person oder Reisebloggerin wichtig waren.


Der Verlust der Schönheit
Farbenfroh war gestern. Heute kommen Autos, Häuser und Kleidung als Troika der Trostlosigkeit daher: Schwarz, Weiss, Grau. Die Formen lassen sich als funktional oder quadratisch, praktisch, hässlich beschreiben. Neubauten sind von der Fassade bis zum Dachziegel schwarz-weiss oder anthrazit-weiss gehalten. Auch E-Autos dominieren immer häufiger in einem depressiven grau, wo doch die Idee dahinter war, dass alle mit der Sonne fahren. Und die Formensprache ist kantig, abweisend, technisch. Jedenfalls sind sie an ihrer Form sofort als Stromer zu erkennen.

Man soll zwar ein Buch nicht nach seinem Äusseren beurteilen, aber das Äussere sagt viel über den Zustand unserer Gesellschaft aus. Einheitsbrei, wo man hinschaut. Farbe und Form ist Individualität, aber selbst in der Marketingabteilung der Migros bemüht man sich, den Konsumenten Farbe abzugewöhnen. Die Verpackungen von Käsepapier, Alufolie oder Frischhaltefolie sind identisch. Man muss es erst lesen, um herauszufinden, dass man das Falsche aus dem Schrank gezogen hat. Glücklicherweise gibt es noch farbige Alternativen bei anderen Anbietern.
Die Menschen lieben Oldtimer mit ihren geschwungenen Formen und meist auch ansprechenden Farben. Wir bestaunen die Bauwerke von Kathedralen bis zu eindrucksvollen Villen aus vergangenen Jahrhundertem, ob wegen Verzierungen und dem Detailreichtum von bunten Fenstern bis zu geschwungenen Treppenaufgängen. Doch die gute alte Zeit war einmal, heute haben wir die Hässlichkeit zur Stilikone erhoben.
Doch was macht das mit uns? Menschen in dunkler Kleidung schieben sich durch die Dunkelheit, Kopfhörer auf den Ohren, den Bildschirm des Mobiltelefons vor Augen, die Aussenwelt ausblendend. Auffallen, kommunizieren – es könnte gefährlich sein – also lieber in der Masse verschwinden. Sie gehen in hässliche Büros, in denen niemand mehr einen Schreibtisch sein Eigen nennt. Wer so arbeitet, stellt keine Bilder seiner Kinder auf den Tisch und hängt keinen Kalender mit Urlaubsbildern auf. Büromobiliar war schon immer funktional und sollte nicht mit farbigen Akzenten von der Arbeit ablenken.
Einheitsbrei auch in den Einkaufszentren und oft in den Innenstädten. Die immer gleichen Ladenketten mit den immer gleichen Angeboten. Wo sind all die Boutiquen hin verschwunden? Vom Online Handel gefressen?
Schöne neue Welt
Bei all dem, was verschwindet, stellt sich zwangsläufig die Frage, was dem entgegengesetzt werden kann. Vielleicht wird es Zeit, umzusteuern. Wir brauchen wieder mehr Farbe und Individualität im Leben. Was soll aus den Innenstädten werden, wenn man demnächst nicht nur bei Amazon und Zalando, sondern sogar direkt mit chatgpt einkaufen kann. Die Weichen wurden bereits gestellt. Die Zusammenarbeit mit Paypal ist besiegelt. Und eine gewisse Bequemlichkeit ist uns Menschen eigen.
Immerhin die Natur widersetzt sich noch dem Diktat der Hässlichkeit und überzeugt mit einer überbordenden Farben- und Formenvielfalt. Ginge es nach der EU, wäre da nicht nur der Krümmungsgrad der Gurke geregelt.

Doch auch hier versucht man das Menschenmögliche, in dem man Schneisen schlägt, den Märchenwald rodet und die Landschaft mit Windrädern zupflastert. Obwohl man inzwischen über die Schädlichkeit von Bodenversiegelung, Mikroabrieb hoch giftiger Substanzen im Boden, Veränderung des Mikroklimas und Austrocknung der Böden bis zur Gefahr für Insekten, Vögel und den Menschen weiss.
Der Mensch braucht die Natur, nicht umgekehrt.

Früher war mehr Lametta, mehr Farbe, mehr Auswahl, mehr Design, mehr Schönheit und vor allem mehr Menschlichkeit. Vielleicht hängt das alles zusammen?
Ein Dinosaurier geht – der Eigenmietwert verschwindet
In der Schweiz gibt es eine Steuer, die ausserhalb des Landes kaum jemand kennt – den Eigenmietwert.
Beim Eigenmietwert muss ein fiktives Einkommen für den selbstgenutzten Wohnraum versteuert werden. Die Berechnung ist kompliziert, aber weil man das Objekt nicht vermietet, sondern selbst bewohnt, muss man ungefähr 75 Prozent der entgangenen Miete versteuern.
Die ungerechteste Steuer überhaupt, denn wenn man annimmt, dass zwei Brüder je 500.000 Franken erben und der eine nimmt das Geld als Anzahlung auf ein Haus oder Wohnung und der andere kauft sich davon ein Boot oder schnelle Autos. Beide müssen Vermögenssteuer bezahlen, aber der mit dem Haus, muss zusätzlich den entgangenen Ertrag versteuern. Ist das gerecht?
Die Schweizer Stimmbevölkerung hat es dieses Jahr im X. Anlauf endlich geschafft, den Eigenmietwert auf selbstgenutztes Wohneigentum abzuschaffen und das, obwohl die Schweizer ein Volk der Mieter sind. 58,2 Prozent der Schweizer leben zur Miete oder Untermiete, Nur 23,5 Prozent sind Hauseigentümer und 12,3 Prozent sind Stockwerk-Eigentümer, besitzen also eine Wohnung.
Der Eigenmietwert wurde in der Schweiz zunächst 1934 als Krisenabgabe per Notrecht eingeführt. 1958 wurde er durch eine Volksabstimmung ins reguläre Recht überführt. Und obwohl die Politik sich viel Zeit vorbehält, diese Entscheidung des Stimmvolkes in Recht umzusetzen, hindert das die Banken nicht daran, sofort die Margen für Hypotheken nach oben zu setzen, weil das billige Geld der Kundschaft in Zukunft fehlen wird.

Freiheit auf Abruf
Wildwest bei den Drohnen könnte man meinen. In immer kürzeren Abständen bestimmen Drohnensichtungen in, um und an Flughäfen die Nachrichten und legen den Flugverkehr lahm. Menschen hängen fest. Was heute orchestriert und medial verstärkt wird, gab es auch früher schon. Weshalb heute handelsübliche Drohnen in Flughafennähe gar nicht starten können.
Es ist eine Eskalation der Deutung. Der PCR-Test hat ermöglicht, dass man symptomlos krank in Quarantäne sein konnte. Drohnensichtungen an Flughäfen bereiten den Weg, dass man plötzlich im Ausnahmezustand ist, ohne angegriffen worden zu sein. Von der Pandemie zum Spannungsfall.
Reisen steht für Mobilität und Individualität, und beides scheint nicht mehr erwünscht zu sein. Reisen bildet, erweitert den Horizont, bringt Farbe und Freude ins Leben, macht das Erlernen von Sprachen sinnvoll und trägt zur Völkerverständigung bei.

Komisch, beim Umrüsten auf Kriegswirtschaft fragt niemand nach der Umweltbilanz.
Ausblick auf 2026
Mein Jahresmotto für 2026 heisst Balance. Balance entsteht, wenn man im Einklang mit der eigenen Natur lebt. Insofern ist Balance keine Schwäche, sondern es braucht Stärke, um die Balance zu finden.
Balance zwischen Arbeiten und Erleben, zwischen Kreativität und Natur, zwischen Sport und Ruhe. Ich nehme mir vor, die Zeit an den Wochenenden weniger für das, was liegengeblieben ist, zu verwenden, sondern mehr für Dinge, die mir Freude machen und guttun. Draussen in der Natur sein, fotografieren, Freunde treffen, Museen besuchen, Bücher lesen – es gibt viel, was oft zu kurz kommt.
Bei der Wahl des Tieres, welches mich 2026 begleiten soll, tue ich mich etwas schwer. Der Phönix für das Jahr 2024 und der Schmetterling für 2025 haben sich ja auf ganz andere Weise als gedacht und erhofft, manifestiert.
Der Inbegriff von Balance ist für mich der Flamingo. Er kann auf einem Bein sogar tief schlafen. Er nutzt den Balanceakt, um Energie zu sparen. Dennoch kann er am Stück 600 km fliegen. Ich habe mir dieses Jahr mit einem Flamingo in Südfrankreich ein kleines Wettfahren mit dem Auto geliefert. Bei 70 km/h hat er noch mitgehalten. Also schnell kann er sein. Und dabei sieht er auch noch elegant aus.

Der Flamingo lebt auf allen Kontinenten ausser Australien und Antarktis. Ich hoffe, ihm 2026 auf meiner Südamerika-Reise wieder zu begegnen und freue mich auf ausgedehnte Fotosessions.
Es gibt vieles am Flamingo, was mir gefällt, nur mit der auffälligen Farbe tue ich mich etwas schwer, aber vielleicht wirkt sich der Flamingo als Begleittier für 2026 ja positiv auf die Sichtbarkeit meines Blogs aus, denn das wird bei aller Balance weiter ein Thema sein.
Flamingos tanzen im Wasser, um Nahrung zu finden. Sie stehen auf einem Bein und halten dabei mühelos die Balance. Sie bewegen sich mit Leichtigkeit und Anmut. Davon träumen meine Knie. Vielleicht ist es genau das, was mich an ihnen fasziniert. Sie sind präsent, ohne sich aufzudrängen. Sie bewegen sich, ohne zu hetzen. Und sie bleiben stehen, wenn es nötig ist.

Meine to want list für 2026
Eine Wunschliste ist unverbindlich. Eine To-do-Liste verlangt Erledigung. Diese To-want-list liegt dazwischen. Sie beschreibt keine Pflichten und keine Träume, sondern das, was mir wichtig ist. Sie ist ein Versuch, dem kommenden Jahr eine Richtung zu geben, mit genügend Offenheit, damit Balance überhaupt entstehen kann.
Da meine Seele Abenteuer erleben will, brauche ich für meine Balance Reisen, wie andere Menschen die Luft zum Atmen. So fange ich auch damit an. 2026 möchte ich wieder mit unserem Wohnmobil reisen. Dieses Jahr habe ich es mir mit meinen schmerzenden Gelenken nicht zugetraut, vor allem wegen des Hubbetts, in das man klettern muss. Gedanklich plane ich in der ersten Hälfte des Jahres eine Reise nach Wales. In der zweiten Hälfte des Jahres soll es dann nach Südamerika gehen. Noch einmal will ich die Reise nicht verschieben müssen.
Für beide Reisen braucht es mehr Fitness, also möchte ich in 2026 zwei, besser dreimal in der Woche Sport machen und nicht nur Arthrosetraining und Gartenarbeit.
Auch kleinere Auszeiten zwischen den grossen Reisen möchte ich wieder planen. Und wie ich bereits beim KI-Thema ausgeführt habe, möchte ich mir wieder mehr Zeit nehmen für das Lesen von Büchern auf Papier.
Zum Balance halten zählt für mich auch die Kreativität. Ich habe mir vorgenommen, wenigstens einen Fotokurs zu machen und den habe ich bereits gebucht. Am 1. Januar geht es los mit einer Kreativzeit. Bücher und einige Vorträge zur Fotografie dürfen den Kurs ergänzen.
Da ich nicht möchte, dass die Fotografie anschliessend vom Alltag verschluckt wird, möchte ich ein weiteres fotografisches Langzeitprojekt starten. Als Arbeitstitel habe ich mir das Thema «Fluss der Zeit» vorgenommen. Hier möchte ich Fotografie mit Haikus verbinden. Das Ganze soll wieder in einer Fotoausstellung auf dem Blog gezeigt werden. Vorher gibt es aber eine andere Fotoausstellung, an der ich gerade arbeite.
Auf dem Blog ist bereits die diesjährige Fotoparade online gegangen, obwohl ich mir dieses Jahr selbst Kategorien ausdenken musste, weil die offizielle Fotoparade ausgefallen ist. Die Fotoparade lädt dazu ein, noch einmal bewusst durch die Bilder des Reisejahres zu gehen. Wer Lust hat, in die Bilder von 2025 abzutauchen, ist herzlich eingeladen mitzumachen.
Auf dem Blog möchte ich die Überarbeitung älterer Beiträge mal abschliessen, damit mehr Zeit für neues und Recherche bleibt. Ich versuche den Rhythmus alle 3 Wochen einen neuen Blogartikel zu veröffentlichen, beizubehalten, auch wenn das bei den längeren Reisen viel vorarbeiten bedeutet.
Auch wenn ich nach unserem langen Roadtrip in Schottland gesagt habe, ich schreibe kein Logbuch mehr, werde ich dieses Format beim Roadtrip nach Wales doch wieder aufnehmen. Dieser Beitrag trifft scheinbar doch einen Nerv, obwohl er ein Nischenthema betrifft.
Ausserdem liegt das letzte Kooperationsprojekt schon lange zurück. Es wird also Zeit sich wieder einmal zu trauen. Dieses Mal schwebt mir ein Roundup im Sommer vor. Aber vielleicht passt es auch mal, um einen Gastartikel zu schreiben.
Überhaupt habe ich das Gefühl, dass mein Weg, der einer bloggenden Autorin werden könnte. Ich möchte mehr schreiben auch jenseits vom Blog. Mal sehen, wohin mich das führt.
Nächstes Jahr wird abenteuerlich, kreativ, sportlich und nachdenklich. Alles kommt in eine Balance.

Der Jahresrückblick ist im Rahmen der Jahresrückblog Challenge von Judith Peters entstanden.

Hallo Susan,
Woh, was für ein Rückblick. KI beschäftigt alle, und irgendwann wird vielleicht niemand mehr beschäftigt.
Danke für die Fotoparade.
Nach der Absage von Michael wollte ich meinen Rückblick schon im stillen Kämmerchen für mich schreiben. Dann hab ich deinen Aufruf gelesen und gleich losgelegt.
Herbert
https://dahoim-und-anderswo.de/fotoparade-und-rueckblick-2025/
Hallo Herbert,
toll, dass du bei der Fotoparade mitgemacht hast. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie andere die Fotokategorien interpretieren. Am besten hinterlässt du den Link zu deiner Fotoparade direkt im Beitrag zur Fotoparade in den Kommentaren, damit deine Bilder auch von anderen Fotointeressierten gefunden werden.
Liebe Grüsse
Susan
Da hast du in 2025 ja wirklich viel durchgemacht. Ich wünsche dir viel Kraft und dass 2026 deutlich besser wird. Ich freue mich für dich, dass du in 2025 dennoch viele schöne Momente erleben konntest. Und für die Reise nach Südamerika drücke ich ganz fest die Daumen.
Viele Grüße
Annette
Danke für deine Wünsche, liebe Annette. Wenn ich deinen Jahresrückblick gelesen habe, war auch bei dir viel los und nicht alles lief nach Plan. Ich hoffe sehr, dass es 2026 gesundheitlich aufwärts geht und ich meine Pläne umsetzen kann.
Liebe Grüsse
Susan
Liebe Birgit,
vielen Dank für deine guten Wünsche für 2026. Die kann ich gut gebrauchen. Es freut mich, wenn mein Jahresmotto Balance dich inspiriert hat. Mal sehen, wohin die Reise in den sozialen Medien weiterführt. Viele Blogger sind müde vom ständigen Posten.
Ich wünsche dir für 2026 ebenfalls Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit.
Liebe Grüsse
Susan
Liebe Susan,
danke für diesen Jahresrückblick. Dein KI Abschnitt hat mich sehr beeindruckt u d ich erlebe das genauso. So habe ich mich schon vor einiger Zeit dazu entschlossen, keine Blogartikel mehr auf Instagram zu veröffentlichen, da ebenfalls keine Resonanz erfolgte. So erscheinen nur noch unregelmäßig Fotos von mir.
Dein Motto für das kommende Jahr inspiriert mich, geht es im Leben doch stets um Balance.
Ich wünsche dir Gesundheit, Glück und Zufriedenheit für 2026, herzliche Grüße, Birgit
Wow, was für ein grandioser Jahresrückblick. Vor allem die Ausführungen zu KI haben mir gefallen. Ich komme morgen noch einmal zurück um mit mehr Zeit zu lesen!
Hallo Silke,
freut mich, wenn mein Jahresrückblick ein paar Impulse für dich hatte. Ich habe heute leider auch kaum Zeit Jahresrückblicke zu lesen. Finde es aber sehr spannend.
Liebe Grüsse
Susan