Salta – zwischen kolonialer Altstadt und spektakulären Landschaften

Salta wird oft als eine der schönsten Städte Argentiniens bezeichnet. Uns sind jedoch nicht nur die koloniale Altstadt und ihre Sehenswürdigkeiten in Erinnerung geblieben, sondern vor allem die Landschaften, die von hier aus erreichbar sind. Salta ist der ideale Ausgangspunkt für einige der spektakulärsten Landschaften im Nordwesten Argentiniens.

Der Name Salta geht auf das indigene Volk der Salta zurück. Der Spanier Hernando de Lerma gründete die Stadt ursprünglich als Ciudad de San Felipe y Santiago de Lerma en el Valle de Salta. Gut, dass der Name heute kürzer ist.

In diesem Beitrag nehme ich dich mit in die Altstadt, zeige dir die Aussicht vom Cerro San Bernardo und tauche im MAAM in die Geschichte der Inkas ein. Ausserdem stelle ich dir sehenswerte Landschaften in der Umgebung von Salta vor.

Für uns war Salta Anfang und Ende eines weiteren Kreises auf unserer Südamerika-Rundreise. Von Salta sind wir über den Paso de Jama bis in die Atacama aufgebrochen und über den Abra del Acay, Cachi und die spektakulären Landschaften der Valles Calchaquíes zurückgekehrt. Warum wir in Argentinien Kreise fahren, erfährst du in den Argentinien-Reisetipps von A bis Z. Von Salta führt uns unsere Südamerika-Reise per Direktflug weiter nach Iguazú.

Salta Sehenswürdigkeiten

Die historische Altstadt von Salta lässt sich gut zu Fuss erkunden. Viele Sehenswürdigkeiten liegen rund um die Plaza 9 de Julio oder sind von dort bequem erreichbar. Wir beginnen unseren Rundgang jedoch nicht im historischen Zentrum, sondern fahren zuerst auf den Cerro San Bernardo. Von dort erhältst du einen guten Überblick über die Stadt und ihre Lage am Rand der Anden.

Mit der Seilbahn auf den Cerro San Bernardo

Bereits am Morgen zeigt das Thermometer 27 °C und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Die Mädchen haben entsprechend wenig Lust auf einen Stadtrundgang durch Salta. Eigentlich wollen wir zuerst die Plaza 9 de Julio mit ihren historischen Gebäuden und Museen besuchen.

Doch schon nach zwei Häuserblocks schliesst sich uns ein streunender Hund an. Offenbar hatte er in der Nacht einige Kämpfe zu bestehen, denn er sieht ziemlich ramponiert aus. Für die Mädchen ist der neue Begleiter das Highlight des Tages. Plötzlich laufen sie ohne Murren mit. Nur die Besichtigungen werden komplizierter. Was, wenn der Hund dann verschwindet?

Die niedrigen Häuser in dieser Strasse in der Innenstadt von Salta sind sehr farbenfroh.
Mutige Farbgebung

Kurzerhand ändern wir unseren Plan und laufen stattdessen zur Talstation des Teleférico Cerro San Bernardo. Unterwegs beobachten uns weitere Hunde aus sicherer Entfernung. Zum Glück bleibt es aber bei einem vierbeinigen Begleiter.

Auf unserem Weg durch die Strassen von Salta zum Cerro San Bernardo werden wir von anderen Hunden genau beobachtet. Dieser Hund mit seinem schwarzen und weissen Ohr und schwarzen Flecken um die Augen im sonst weissen Gesicht liegt unter einem Auto und schliesst sich glücklicherweise nicht auch noch unserer Familie an.
Von überall werden wir beobachtet.

Der Weg zur Seilbahn ist länger als gedacht. Inzwischen möchten die Kinder den Hund unbedingt mit Fleisch füttern. Kurz vor der Talstation entdecken wir an diesem Sonntag tatsächlich eine geöffnete Metzgerei. Der Metzger sitzt draussen in der Sonne und sieht uns kommen. Den Knochen, den wir kaufen wollen, bekommen wir mit viel Fleisch dran, für unseren neuen Freund geschenkt.

Wir füttern den Hund und können beruhigt in die Seilbahn auf den Cerro San Bernardo steigen.

Aussicht vom Cerro San Bernardo

Mit einer alten Schweizer Seilbahn schweben wir hinauf auf den Cerro San Bernardo. Oben ist die Luft angenehm und ein kleiner Park mit Wasserspielen lädt zum Verweilen ein. In den Bäumen zwitschern zahlreiche Vögel, auch wenn sie sich kaum blicken lassen.

Auf dem Cerro San Bernardo gbit es einen Wasserlauf, der hier in ein Becken fliesst und schattenspendende Bäume.
Schatten und Wasser

Vor allem aber geniessen wir die Aussicht über Salta. Von hier oben wird deutlich, wie regelmässig die breiten Strassen die Stadt durchziehen. Das schachbrettartige Strassennetz ist gut zu erkennen, während sich einzelne Sehenswürdigkeiten in der dichten Bebauung kaum ausmachen lassen.

Vom Cerro San Bernardo geniesst man die Vogelperspektive auf Salta. Breite Strassen durchziehen fast in einem gleichmässigen Abstand die Innenstadt. Die Sehenswürdigkeiten von Salta kann man aber von oben nur schwer entdecken.
Stadtplanerische Muster
Salta zieht sich wie ein Flickenteppich am Fusse des Cerro San Bernardo entlang.
Blick auf Salta in die Richtung, in der wir Cafayate vermuten

Kurz überlegen wir noch, ob wir die 1.070 Stufen mit den 14 Stationen des Kreuzwegs zu Fuss hinunterlaufen sollen. Schliesslich entscheiden wir uns doch für die bequemere Rückfahrt mit der Seilbahn, die direkt am Parque San Martín endet.

Parque San Martín und Kunsthandwerksmarkt

Direkt an der Talstation der Seilbahn beginnt der Parque San Martín, in dem sich ein kleiner Vergnügungspark befindet. Ausserdem findet heute hier ein Flohmarkt statt und der Hauptweg ist gesäumt von Händlern, die ihre Waren auf Decken oder wackeligen Tischen anbieten. Entsprechend viele Menschen sind unterwegs. Ausgerechnet der kleine Vergnügungspark hat es unseren Kindern angetan. Wir können sie nur mit dem Versprechen überreden weiterzugehen, am nächsten Tag noch einmal wiederzukommen.

Die feuchte Hitze macht uns zu schaffen. So ruhen wir uns kurz in unserem Hotel* aus und ziehen dann aber bald wieder los, da dunkle Wolken aufziehen. Dabei fällt uns ein Spruch ein, den wir am Morgen an einer Hauswand gelesen haben: „You can sleep when you’re dead.“

You can sleep when you're dead! Dieser Spruch hängt in Salta an einer Hauswand und fällt uns jetzt ein, als wir uns aufraffen, um noch einmal loszuziehen, um den Kunsthandwerksmarkt - eine Sehenswürdigkeit von Salta - zu besuchen.
Ohne Worte

Unser Ziel ist der Kunsthandwerksmarkt bei der Plaza Güemes. An diesem Sonntag reihen sich zahlreiche Stände aneinander und bieten Schmuck, Lederarbeiten, Keramik und regionale Handwerkskunst an. Auf dem Weg zum Kunsthandwerksmarkt scheinen die 1960er-Jahre wieder lebendig zu werden. Überall fahren und parken Oldtimer, denen man ansieht, dass sie seit mehr als einem halben Jahrhundert ihren Dienst verrichten.

Die Autos, die hier am Strassenrand in Salta geparkt sind und uns entgegenkommen, stammen aus den 60er Jahren und werden noch gefahren.
Back in the 60ties

Noch während wir nach kleinen Mitbringseln suchen, entlädt sich ein heftiges Gewitter. Ohne Regenschirm versuchen wir in ein geöffnetes Restaurant zu flüchten. Das erweist sich allerdings als schwieriger als gedacht, denn in Argentinien öffnen viele Restaurants erst gegen 20 Uhr. Zum Glück hat ein Italiener seine Küche bereits früher geöffnet und so kommen wir doch noch zu einem ungewohnt frühen Abendessen.

Hier versucht die Babykatze, ein Stöckchen zu erhaschen. Kunsthandwerksmarkt in Salta
Die Babykatze

Nach dem Gewitter ist die drückende Schwüle in Salta verschwunden. Alle sind glücklich mit dem frühen Abendessen. Später im Hotel erklärt uns der Rezeptionist, warum man in Argentinien so spät isst. Viele Argentinier essen viermal am Tag: ein süsses Frühstück, ein warmes Mittagessen, am späten Nachmittag Kaffee mit Gebäck und erst am Abend die eigentliche Hauptmahlzeit. Für uns, die unterwegs meist nur frühstücken und zu Abend essen, ist das schwierig.

Museo Pajcha und Streetart

Was macht man ohne Mietwagen an einem Montag in Salta? Unsere Wahl fällt auf das Museo Pajcha Arte Étnico, eines von nur drei Museen, die montags geöffnet haben. Dass uns dort der schrägste Museumsbesuch erwartet, den wir jemals erlebt haben, ahnen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Der Mann, der uns die Tür öffnet, lotst uns sofort durch das Museum und hört überhaupt nicht mehr auf zu reden. Er führt uns vor eine Vitrine und erklärt, wie wichtig die drei kulturellen Epochen sind, aus denen die ausgestellten Fundstücke stammen. Bevor wir uns diese überhaupt genauer anschauen können, lenkt er unsere Aufmerksamkeit schon auf einen Federschmuck.

Als Europäer müssen wir von diesem Federschmuck begeistert sein, weil wir keine so bunten Vögel haben. Bevor wir auch nur die Farben der Federn erfassen können, haben wir auch schon eine Lupe in der Hand, um Tierfiguren auf Haarnadeln besser sehen zu können. So geht dieser Museumsbesuch weiter. Wir werden von einem Exponat zum nächsten geführt, ohne auch nur einen Augenblick nachdenken zu können.

Erst als ein weiteres Paar das Museum betritt, muss er seine Aufmerksamkeit teilen. Nach genau einer Stunde und 15 Minuten geleitet er uns ebenso bestimmt zum Ausgang und kassiert den Eintritt. Angeblich war ein Kind gratis. Dafür erhöht er den Preis für uns Erwachsene gegenüber dem Aushang. Eine Eintrittskarte weniger, der Aufpreis verschwindet in seiner eigenen Tasche.

Nachtrag: Das ursprüngliche private Museo Pajcha wurde inzwischen geschlossen. Seit 2024 ist die Sammlung als Museo Pajcha UCASAL an der Universidad Católica de Salta wieder für Besucher zugänglich.

Streetart und Oldtimer in Salta

Auf dem Rückweg zum Hotel gehen wir einen anderen Weg, da wir noch die Wäsche aus der Wäscherei abholen müssen. Dabei fällt uns die Streetart in Salta auf. Auch an anderer Stelle entdecken wir weitere Graffiti und immer wieder Oldtimer, die ganz selbstverständlich zum Strassenbild gehören.

Dieses Bild zeigt eine angedeutete Kirche in der typischen Landschaft mit Bergen und Kakteen und einem Jesus Kopf mit Dornenkrone in der Mitte der Kirche. Das Bild daneben zeigt einen Jungen, der auf dem Fussweg zu liegen scheint und von einem Propellerflugzeug träumt. Streetart gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die man auch in den Fussgängerzonen in Salta sieht.
Zwei Bilder, die unterschiedlicher nicht sein könnten

Zurück im Hotel erwartet uns die nächste Überraschung. Unsere Wäsche aus der Wäscherei sieht aus, als käme sie direkt aus dem Lumpensack. Bevor wir sie wieder in den Reisetaschen verstauen, sortiere ich erst einmal Socken paarweise und bügle das Nötigste. Schliesslich wollen wir am nächsten Tag nach Iguazú weiterfliegen.

Am Nachmittag lösen wir dann noch unser Versprechen ein und gehen mit den Kindern noch einmal in den kleinen Vergnügungspark im Parque San Martín.

Die Kathedrale von Salta

Während unseres Aufenthalts in Salta führt uns unser Weg immer wieder durch das historische Zentrum. Dabei besuchen wir nach und nach einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Kathedrale von Salta gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das heutige Gebäude entstand im 19. Jahrhundert, nachdem ein Erdbeben im Jahr 1856 den Vorgängerbau zerstört hatte. Im Inneren befindet sich die Halle der Helden der Nordarmee, die an den Unabhängigkeitskämpfen Argentiniens beteiligt waren. Da sich sowohl vor als auch in der Kathedrale viele Menschen aufhalten, werfen wir allerdings nur einen kurzen Blick hinein.

Die Kathedrale von Salta erstrahlt in den Farben rosa und beige. Davor wachsen Zitrusbäume.
Die Kathedrale von Salta

Kloster San Bernardo und Iglesia San Francisco

Nur wenige Gehminuten von der Plaza 9 de Julio entfernt befinden sich zwei weitere bekannte Sehenswürdigkeiten Saltas. Das Kloster San Bernardo gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Es stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und kann nur von aussen besichtigt werden.

Das Kloster San Bernardo hat eine gelbe Fassade mit grünen Türen und Fenstern. Dieses älteste Gebäude in Salta ist eine Sehenswürdigkeit, die man nicht im Inneren besichtigen kann.
Kloster San Bernardo

Auch die Iglesia San Francisco sollte man sich eigentlich nicht entgehen lassen. Während unseres Besuchs wird die Kirche jedoch gerade umfassend renoviert. Die farbenprächtige Fassade ist auf der Bauverkleidung aufgedruckt, nur der Glockenturm ragt bereits wieder darüber hinaus. Schade, denn auch das Innere soll sehr sehenswert sein.

Gold und rot erstrahlt die Kirche. Nur der Kirchturm ist schon fertig und schaut aus dem Vorhang hervor. Sehenswürdigkeiten Salta, Argentinien
Die Kirche San Francesco während der Renovation

Museo Arqueologia de Alta Montaña (MAAM)

Bevor wir am Nachmittag nach Iguazú weiterfliegen, besuchen wir noch das Museo de Arqueología de Alta Montaña (MAAM) an der Plaza 9 de Julio. Das Museum wurde nach der Entdeckung der berühmten Kindermumien am 6.730 Meter hohen Vulkan Llullaillaco eröffnet. Es gibt faszinierende Einblicke in das Leben und Denken der Inkas und gehört für uns zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Salta.

Am beeindruckendsten sind für uns die Säle, in denen die Expedition auf den Llullaillaco sowie die Entdeckung der Kindermumien und ihrer Grabbeigaben nacherzählt werden. Aus konservatorischen Gründen wird jeweils nur eine der Mumien ausgestellt.

Für die Inkas waren die hohen Gipfel der Anden heilig. Die Kinder-Opfer wurden unter den Hohen der Gesellschaft nach besonderer Schönheit und den verschiedenen Regierungsbezirken ausgesucht. Zunächst mussten die Kinder ins damalige Zentrum des Inkareiches nach Cuzco reisen, wo sie symbolisch verheiratet wurden, um die Bündnisse im Reich zu festigen. Von dort führte ihr Weg auf den Gipfel des Vulkans, wo die Kinder mithilfe von Alkohol eingeschläfert wurden. Anschliessend wurden sie dann schlafend begraben.

Nach den Vorstellungen der Inkas waren sie nicht tot, sondern mit den Vorfahren wiedervereinigt, sodass sie für den Schutz ihrer Familien sorgen konnten. Durch die niedrigen Temperaturen und den geringen Sauerstoffgehalt wurden die Mumien über die Jahrhunderte konserviert.

Ebenso beeindruckend finden wir die Karten des Inkareiches. Erst dort wird deutlich, wie riesig dieses Reich einst war und dass viele der damaligen Wege und Brücken bis heute genutzt werden.

Die Sehenswürdigkeit in Salta, die uns am meisten beeindruckt hat, war der Museumsbesuch im MAAM. Das Gebäude, welches das Museum beherbergt, hat Arkaden und Stuckverzierung.
Das Museum befindet sich auch am Platz des 9. Juli

Salta zu Fuss entdecken

Obwohl wir Salta im April besuchen, ist es heiss und feucht. Nach der trockenen Luft in den Anden empfinden wir das Klima als anstrengend. Trotzdem lohnt es sich, die Stadt zu Fuss zu erkunden. Gerade beim Bummel durch die Strassen entdecken wir immer wieder schöne Gebäude, kleine Geschäfte und überraschende Details.

Am Plaza 9 de Julio befindet sich auch der historische Cabildo. Heute beherbergt das Gebäude das Museo Histórico del Norte und das Museo Colonial y de Bellas Artes. Es gilt als eines der schönsten Kolonialgebäude Argentiniens und gehört zu den Wahrzeichen Saltas.

Sieben Teilbilder mit Impressionen aus Salta, alten Gebäuden, alten Autos und schönen Blumen geben einen Eindruck von der Stadt und den Sehenswürdigkeiten in Salta
Eindrücke von Salta

Ebenso in Erinnerung bleiben uns die zahlreichen Oldtimer, die in Salta ganz selbstverständlich zum Strassenbild gehören. Nach den einsamen Strassen der vergangenen Wochen ist der chaotische Verkehr in Salta eine ziemliche Umstellung. Rückblickend war es eine gute Entscheidung, unseren Mietwagen gleich nach der Ankunft zurückzugeben und ein zentral gelegenes Hotel zu wählen.

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Typische Strasse in Salta mit kleinen Geschäften, Kopfsteinpflaster und einem alten Strassenkreuzer.
Die alten Autos in Salta faszinieren uns

Ausflüge in der Umgebung von Salta

Nicht jeder möchte einen mehrtägigen Roadtrip durch den Nordwesten Argentiniens unternehmen. Viele der beeindruckenden Landschaften lassen sich auch von Salta aus mit einem Mietwagen oder im Rahmen einer geführten Tour erkunden. Von Salta aus startet ausserdem der berühmte Tren a las Nubes, der auf einer der spektakulärsten und höchsten Bahnstrecken Südamerikas bis nach San Antonio de los Cobres in die Anden fährt. Eine spannende Ergänzung für alle, die die Anden erleben möchten, ohne selbst einen der hohen Andenpässe zu fahren.

Quebrada de Humahuaca

Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Quebrada de Humahuaca beginnt rund 180 Kilometer nördlich von Salta und zieht sich bis an die Grenze zu Bolivien. Mit einem Mietwagen kannst du die kleinen Orte entlang der Strecke in deinem eigenen Tempo erkunden. In Purmamarca erwarten dich die siebenfarbigen Berge, in Uquía eine sehenswerte Kirche und hinter Humahuaca auf über 4.000 Metern Höhe die Serranías del Hornocal mit ihren 14-farbigen Felsen.

Hast du mehr Zeit, empfehlen wir dir wenigstens eine, besser zwei Übernachtung in Huacalera*. Von dort lassen sich die Sehenswürdigkeiten der Quebrada de Humahuaca entspannt erkunden und nach einem erlebnisreichen Tag wartet ein wunderschönes Wellnesshotel*.

Die farbigen Felsen der Serranias del Hornocal erinnern an das Strickmuster eines Norweger-Pullovers
Die Serranias del Hornocal

Cuesta del Obispo und Cachi

Die Cuesta del Obispo beginnt rund 35 Kilometer westlich von Salta und führt durch den Nationalpark Los Cardones bis in das koloniale Städtchen Cachi am Fuss der Nevada de Cachi. Unterwegs lohnt sich ein kurzer Abstecher ins Valle Encantado.

Wir selbst haben Cachi über den Abra del Acay erreicht und sind nur ein Stück der Strecke gefahren. Riesige Kakteen, farbige Berge und weite Täler begleiten die Fahrt. Mehr über Cachi und den Nationalpark Los Cardones erfährst du im verlinkten Beitrag.

Blick auf die Nevada de Cachi, an deren Fuss sich der Ort Cachi befindet. Wir halten kurz auf unserem Weg zum Parque Nacional Los Cardones.
Blick auf die Nevada de Cachi

Quebrada de las Conchas

Die Quebrada de las Conchas beginnt südlich von Salta und führt auf rund 50 Kilometern bis nach Cafayate. Wind und Wasser haben hier eine Landschaft aus roten Felsen, Schluchten und bizarren Felsformationen geschaffen. Plane genügend Zeit für Fotostopps und kurze Spaziergänge ein. Wenn du mehr Zeit hast, lohnt sich eine Übernachtung in Cafayate*, um den Besuch mit einer Weinprobe zu verbinden. Mehr über die Quebrada de las Conchas erfährst du in unserem ausführlichen Beitrag.

Die Quebrada de las Conchas hier mit dem Obelisken und der Festung ist eine Sehenswürdigkeit, die gut von Salta aus erkundet werden kann.
Obelisk und Festung – Quebrada de las Conchas

Die Valles Calchaquies

Die Valles Calchaquíes und die Quebrada de las Conchas lassen sich zu einer abwechslungsreichen Rundfahrt zwischen Salta, Cafayate und Cachi verbinden. Während die Quebrada de las Conchas von roten Felsformationen geprägt ist, erwarten dich in der Quebrada de las Flechas spitze, pfeilförmige Felsen.

Wenn du diese Runde nicht komplett fahren möchtest, solltest du dir wenigstens die rund 70 Kilometer nördlich von Cafayate gelegene Quebrada de las Flechas ansehen. Mehr über unsere Fahrt durch die Valles Calchaquíes erfährst du in unserem Beitrag.

Eine kurvenreiche Strasse führt durch die Quebrada de las Fleches mitten hinein in das Meer aus spitzen Felsen. Dies ist einer der spektakulären Ausflüge, die man von Salta via Cafayate unternehmen kann.
Pfeilschlucht
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