Unsere Highlights und andere Sehenswürdigkeiten auf der Isle of Skye

Es hat einen Grund, warum die Isle of Skye zu den beliebtesten und meistbesuchten Orten Schottlands gehört. Dem rauen Charme dieser inneren Hebriden-Insel kann sich kein Schottland Liebhaber entziehen. Allerdings ist die Beliebtheit auch ein Fluch. Selbst Mitte April 2022 ist es schon voll an den bekannten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye, obwohl das Wetter sich von seiner schottischen Seite zeigt. In diesem Beitrag stelle ich dir unsere Highlights auf der Isle of Skye vor und gebe dir vorab einige Tipps für deine Urlaubsplanung.

Umgeben von Hügeln, deren Gras noch bräunlich ist. Der Himmel ist bewölkt und die Wolken ziehen unterschiedlich hoch am Himmel. Die Natur ist das eigentliche Highlight auf der Isle of Skye.
Meeresbuchten und Berge reihen sich wie die Perlen einer Kette auf der Isle of Skye aneinander.

Ich sortiere die Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye grob nach ihrer geografischen Lage. Den Anfang mache ich mit der dünn besiedelten Inselzunge Trotternish im Nordosten der Insel. Hier befinden sich viele der landschaftlichen Höhepunkte. Weiter geht es mit der Ostküste, wo es nicht so viele Highlights gibt. Im Nordwesten der Isle of Skye warten dann weitere Sehenswürdigkeiten und Naturschauspiele darauf, entdeckt zu werden. Im Süden gibt es ebenfalls einiges zu entdecken.

Obwohl wir nun zum zweiten Mal einige Tage auf der Isle of Skye verbringen, haben wir es immer noch nicht geschafft, alle Highlights zu sehen und zu erwandern. Das nächste Mal kommen wir hoffentlich mit mehr Zeit mit unserem Wohnmobil her.

Lass dich inspirieren und mach dir selbst ein Bild! Schau dir auch den Beitrag von «Edinburgh zur Isle of Skye» an. Vielleicht findest du noch Ideen für deine Reiseplanung.

Allgemeine Tipps für die Urlaubsplanung

Der frühe Vogel fängt den Parkplatz

Für die Isle of Skye musst du dir Zeit nehmen. Nicht nur, weil es auf dieser ausgefransten Insel so unglaublich viel zu sehen und zu erwandern gibt, sondern auch, weil du hier viel mehr Zeit brauchst, um von A nach B zu kommen. Je mehr Menschen unterwegs sind, desto mehr Zeit brauchst du auf den Single Track Roads. Parkplatzprobleme bei den bekannten Sehenswürdigkeiten der Isel of Skye kannst du nur vermeiden, wenn du früh oder am späteren Nachmittag unterwegs bist. Wohnmobilfahrer können wenigstens immer schon in der Nähe ihres nächsten Ziels übernachten.

Buchst du dir eine Unterkunft, so wirst du immer fahren müssen. Die Isle of Skye ist ungefähr 80 km lang und 40 km breit. Die meisten versuchen eine Unterkunft in der Umgebung von Portree, dem zentral gelegenen Hauptort von Skye zu finden. Vielleicht hast du Glück und findest etwas, wenn nicht, ist es auch kein Beinbruch. Es gibt überall Unterkünfte, mit teilweise spektakulärer Sicht. Wir hatten ein hübsches Cottage in Stein auf der Waternish Halbinsel.

Ein weiterer Grund, warum du dir für die Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye Zeit nehmen musst, ist das Wetter.

Wasser oder wie gehst du mit dem Wetter um?

Wasser gibt es auf der Isle of Skye reichlich. Von oben als Regen oder als Nebel beziehungsweise als tief hängende Wolken. Der Name der Isle of Skye heisst nicht von ungefähr im Gälischen so viel, wie Insel des Nebels. Der Boden ist oft matschig, von Bächen und Flüssen durchzogen. Auch den einen oder anderen Wasserfall kannst du bewundern.

So sieht es aus, wenn der Himmel mal kurz seine Schleusen öffnet und eine Sintflut auf dich niedergeht. Man sieht wie die Regenfahnen sich ergiessen. Oft ist der Spuk so schnell vorbei, wie er begonnen hat.
Die sintflutartigen Regenschauer dauern meist nicht lang. Gut, wenn sie einen im Auto und nicht beim Wandern erwischen.

Wir beispielsweise waren fünf Nächte auf der Isle of Skye und sind auf unserem Weg mindestens sechsmal an der Sligachan Old Bridge vorbeigekommen. Fotografen diskutieren, ob die Brücke mit den Cuillins im Hintergrund schöner im frühen Morgenlicht oder doch im Abendlicht wirkt. Wir waren schon froh, die Berge überhaupt am Abreisetag zu sehen, denn die dicken Wolken und der Regen hielten sich hartnäckig über den Bergen. An ungefähr 300 von 365 Tagen im Jahr sind wolkenverhangene Cuillins der Normalzustand.

Der Spruch: «Wenn das Wetter dir nicht gefällt, warte eine Weile», bewahrheitet sich bei den Cuillins nicht, sonst aber schon. Meist hing morgens der Nebel tief über dem Wasser. Während wir uns für den Tag fertigmachten, lichtete er sich dann mehrheitlich. Allerdings war dafür oft der Wind verantwortlich. Der pustet die Wolken zwar weg, ist aber auch unangenehm, wenn er zu stark weht.

Blick auf die Gesto Bay mit Bergen und dicken Wolken, aus denen es teilweise örtlich sehr begrenzt regnet. Davon darf man sich auf der Isle of Skye nicht aufhalten lassen, die Highlights zu erkunden.
Hier siehst du, dass es örtlich sehr begrenzt regnet.

Selbst, wenn es bei dir regnet, muss das nicht für eine andere Ecke der Isle of Skye zutreffen. Also am besten eine genaue Wettervorhersage anschauen und die Tagesplanung ein wenig danach richten, wann es wo regnet. Schützende Regenkleidung solltest du davon unabhängig immer dabei haben, denn die hilft auch gegen den Wind. Gute Wanderschuhe verstehen sich von selbst.

Essen oder warum Wohnmobil und Cottage 2022 die bessere Wahl sind

Nirgendwo schmecken die Hamburger oder lang geschmorten Braten des Tages besser als in einem Pub oder Restaurant in Schottland nach einem eindrucksvollen Tag. Nur ist es sehr schwierig geworden, abends einen Platz zu ergattern. Wir haben in Waternish am A der Welt fast neben einem Pub gewohnt und dennoch hätten wir zwei Tage vorher einen Tisch reservieren müssen, um dort etwas zu essen zu bekommen. Wenn man die Reiseplanung dem Wetter und dem Zufall überlässt, kann man sich schlecht zwei Tage im Voraus festlegen. Dennoch haben wir es zweimal spontan vergeblich versucht, dort etwas zu essen zu bekommen.

Ist das Restaurant ausgebucht, gibt es auch kein Take-away, da die Küche dann ausgelastet ist. Und das ist das Problem vieler Restaurants und Pubs in den Highlands. Sie haben durch den Brexit einen akuten Personalmangel. Dem begegnen sie damit, dass die Küche nur von 18.00 bis 20.00 Uhr geöffnet ist. Je nachdem wie viel Servicekräfte im Einsatz sind, werden einfach auch nicht alle Tische vergeben. Teilweise wird auch nur an bestimmten Tagen geöffnet.

Auf all unseren Schottlandreisen hatten wir noch nie solche Probleme, Abendessen zu bekommen, wie auf dieser Reise. Insofern waren wir froh, dass wir uns im Cottage selbst etwas kochen und morgens ein schönes Picknick für unterwegs packen konnten. Ab drei Nächten kannst du versuchen, ein Cottage zu mieten. Eine Auswahl von Ferienhäusern findest du hier.

Unsere Highlights auf der Isle of Skye – die Trotternish Halbinsel

Die Fairy Glens

Um es vorweg zu nehmen, wir sind nicht das erste Mal auf der Isle of Skye unterwegs. Bereits auf unserer Schottlandreise 2012 haben wir die Isle of Skye und einige der Sehenswürdigkeiten besucht. Aber mit kleinen Kindern reist man anders als mit Teenagern. Dennoch hat sich an unseren absoluten Lieblings-Sehenswürdigkeiten auf der Isle of Skye nichts geändert. Damals wie heute begeistern uns die Fairy Glens. Von dieser hügeligen Landschaft mit den ausgeprägten Weidespuren können wir nicht genug bekommen.

Hügel wie Zuckerhüte mit Weidespuren, kleine Seen in den Vertiefungen. Diese liebliche Landschaft der Fairy Glens ist einer unserer Lieblingsorte auf der Isle of Skye.
Die Fairy Glens faszinieren uns.

Hatten wir damals nur wenig Zeit, weil wir auf dem Rückweg von Berneray waren, haben wir uns dieses Mal vier Stunden Zeit genommen. Kurz vor dem Uig Hotel biegt eine Strasse ab. Das verwitterte Schild verweist auf «Shedar und Balnaknock». Parkte man damals irgendwo entlang der Strasse, gibt es heute viele kostenpflichtige Parkplätze. Die Parkautomaten kann man mit Kreditkarte bezahlen.

Im Bild sieht man einen markanten Hügel, der oben platt ist. Dies ist Castle Ewen. Umgeben ist dieser Hügel von zahlreichen weiteren Hügeln mit deutlichen Wegemustern des weidenden Viehs.
Schon von Weitem sieht man Castle Ewen.

Geh am besten gleich den ersten Hügel vom Parkplatz hoch und folge den Pfaden ins Tal oder zu weiteren Hügeln. Du kommst unweigerlich wieder zur Strasse. Je nach Sonnenstand spiegelt sich dort der imposante Castle Ewen Felsen im kleinen See.

Dieser Felsen hat tatsächlich etwas von einer Burg. Wenn du ihn besteigst, wirst du wissen, was ich meine. Durch eine enge und steile Felsspalte kannst du Castle Ewen erobern. Du musst aber schwindelfrei und trittsicher sein. Oben wirst du mit einer schönen Rundumsicht belohnt.

Oben auf Castle Ewen. Links im Bild sieht man die schmale Spalte, durch welche man den Gipfel erreicht. So weit das Auge blickt, grüne Hügel. Die Fairy Glens sind eines unserer Highlights auf der Isle of Skye.
Siehst du links die Spalte, durch die du klettern musst, wenn du den Gipfel erreichen willst?

Die meisten Besucher begnügen sich mit einem Blick auf die mystisch wirkende Steinspirale, die von den Einheimischen immer mal wieder entfernt wird. Ich empfehle dir, die Hügel hinter der Steinspirale zu erklimmen und das Gelände weiträumig zu erkunden.

Von oben sieht die Steinspirale sehr viel beeindruckender aus, da sich im Boden Rillen eingedrückt haben. Die Magie des Ortes entfaltet sich nur, wenn man allein ist.
Von oben wirkt der Ort richtig magisch.
Im Sattel zwischen zwei Hügeln duckt sich ein einsamer Baum. Ein Wasserlauf mit grossen kantigen Felsen sieht trocken aus, aber tief unten gluckert Wasser. Die Felsen sind mit weissen Flechten bewachsen. Die Schönheit dieses Highlights auf der Isle of Skye entdeckt man vor allem, wenn man sich abseits der Massen bewegt.
Abseits der Massen in den Fairy Glens.

Kommst du von den Fairy Glens zurück auf die Strasse nach Uig, solltest du kurz die Aussicht geniessen.

Im Bild siehst du rechts einen alten Wohnturm. Du blickst auf die Bucht und den Fährhafen von Uig. Kühe weiden und ein windschiefer Stall mit ehemals rotem Dach verleiht dem Bild mit blauem Himmel und grünen Weiden einen Farbtupfer.
Blick auf den Hafen von Uig.

The Skye Museum of Island Life und alter Friedhof von Kilmuir

Wir fahren noch kurz am Fährhafen von Uig vorbei, denn dort findet man Toiletten. Von Uig kannst du mit der Fähre nach Tarbert auf die Äusseren Hebriden fahren.

Nach dem kurzen Abstecher fahren wir jedoch zurück zum Abzweig auf die A855 und folgen dieser Strasse weiter um das Nordende der Trotternish Halbinsel im Uhrzeigersinn. Spektakuläre Aussichten und Einsamkeit belohnen dich.

Weiden und Felder, verstreute weisse Häuser, das Meer mit vielen kleinen Inseln, ein Schiff und der wolkenschwere Himmel sind in diesem Bild eingefangen. Den starken Wind kannst du nicht sehen.
Die Insel im Dunst ist die Isle of Harris.

Hinter Kilmuir (Achtung es gibt auf der Isle of Skye zwei Orte, die so heissen) kommt der Abzweig zum Skye Museum of Island Life. Dieses Museum gibt einen Einblick auf das bescheidene Leben auf der Isle of Skye. Du kannst mehrere Cottages aus dem 19. und 20. Jahrhundert besichtigen und so einen Einblick in den Alltag von vor 100 Jahren erhalten.

Diese Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye hat sich kein bisschen zu 2012 verändert. Immer noch stehen die grün und rot gestrichenen Werkzeuge zwischen den strohgedeckten Hütten.
Das Museum of the Island Life in einer Aufnahme von 2012

Da wir es schon bei unserem ersten Besuch auf der Insel besucht haben, fahren wir dieses Mal direkt weiter bis zum Parkplatz für den alten Friedhof. Eigentlich könnte man vom Museum aus auch laufen, aber der Wind hat sehr aufgefrischt und ist richtig unangenehm.

Einst stand hier mit Blick nach Westen auf einer Anhöhe eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche gibt es nicht mehr, aber der historische Friedhof ist geblieben. Unübersehbar steht hier ein Denkmal am Grab von Flora McDonald, die zur Heldin der jakobitischen Revolution wurde, in dem sie Bonnie Prince Charlie nach der verlorenen Schlacht von Culloden bei der Flucht half.

Auf dem Friedhof von Kilmuir gibt es jedoch noch mehr zu sehen. Das vielleicht interessanteste Grabmal ist ein spätmittelalterliches Bildnis von Angus Martin. Er soll eine dänische Prinzessin geheiratet haben.

Du kannst auch nach dem unvollendeten Grabstein von Charles McArthur, dem letzten erblichen Pfeifer der McDonalds von Duntulm Ausschau halten. Da der Sohn auf See ertrank, bevor die Arbeiten am Grabstein fertiggestellt waren, stellte der Steinmetz die Arbeit ein, da er für diese Arbeit nun von niemandem mehr bezahlt wurde.

Duntulm Castle

Folgst du der Strasse weiter um das Nordende der Halbinsel Trotternish, siehst du auf einer felsigen Landzunge die Reste einer einst mächtigen Festung – Duntulm Castle. Ein kurzer Spaziergang führt über eine Schafweide zur Ruine.

Duntulm Castle - eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye - ist nur noch eine Schlossruine. Die Mauerreste thronen auf einer grasbewachsenen Klippe, die steil zum Wasser hin abfällt.
Duntulm Castle ist ein schönes Fotomotiv

Die Ruine selbst kannst du nicht betreten, da sie und der Fels, auf dem sie erbaut wurde, einsturzgefährdet sind.

Man geht davon aus, dass Duntulm erstmals in der Eisenzeit befestigt wurde. Später wurde sie von den Nordmännern und dann von den McLeods von Skye befestigt. Die Burg muss einst mehrstöckig gewesen sein. Ein Turm ist 1990 einfach ins Meer gestürzt, während ein Teil der Steine wohl in anderen Bauwerken der Umgebung einen neuen Platz fand.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts übernahmen die McDonalds of Sleat die Burg. Die Burg wurde 1730 jedoch verlassen. Es wurde überliefert, dass ein Kindermädchen den Sohn des Clan-Chefs versehentlich aus einem Burgfenster fallen lies. Sowohl ihr Geist (sie wurde getötet) als auch der Geist von Hugh McDonald, der gegen den Clan-Chef aufbegehrte und im Kerker zu Tode gehungert wurde, sollen noch in der Ruine herumwandern.

Ich empfehle dir, dir die Ruine erst von oben anzusehen und dann nach unten zum Meer zu gehen. Aufgrund des starken Winds verweilen wir nicht zu lange.

Gleich hinter der Absperrung befindet sich ein Denkmal für die MacArthurs und man sieht das Südende des Gebäuderests. Diese Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye ist komplett abgesperrt und von Weitem interessanter zu sehen.
Von Nahem ist Duntulm Castle eher enttäuschend, da man nicht mehr herumgehen kann.
Aus der Ferne sieht die Klippe, auf der Duntulm Castle steht, schief aus. Man sieht die weiträumige Absperrung. Die Landschaft scheint in dieser Perspektive nur aus Gras und Wolken zu bestehen. Das Meer sieht man nicht.
Weite und Einsamkeit

Tipp: Falls in dir ein Schatzsucher steckt, solltest du als Nächstes den Strand von Flodigarry besuchen. Hier werden immer wieder versteinerte Fossilien gefunden. Diese kleine Strandwanderung haben wir 10 Jahre zuvor gemacht. Durch die Rutschung vom oberen Quiraing kommen immer neue Felsbrocken mit Fossilien nach unten.

Ein Felsbrocken mit Einschlüssen. Unter anderem erkennt man Muscheln und die Abdrücke von anderen Meeresbewohnern.
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man wahrscheinlich die Finger davon lassen.

Die Quiraing – Erdrutsche mit Wow-Faktor

Schon wenn man die Trotternish Halbinsel umrundet, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. The Quiraing ist eine Felsformation, die durch grosse Erdrutsche entstanden ist. Hügel, Felsvorsprünge und Erhebungen sorgen für eine unvergleichliche Landschaft.

Steile Klippen ragen schräg aus den sonst abgerundeten Hügeln. Noch ist das Gras weitestgehend braun. Dunkle Wolken dramatisieren die Szenerie. Die Quiraing sind eines der Highlights auf der Isle of Skye.
Faszinierende Landschaft.

Da wir in den Quiraing bei besserem Wetter wandern wollten, fahren wir bei unserer Umrundung der Trotternish Halbinsel nicht bei Staffin ab, um zum Viewpoint zu gelangen, sondern folgen der Küstenstrasse weiter. Aber zu unserer Wanderung ist es dann doch nicht mehr gekommen, denn das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hätten wir gewusst, dass dieser extrem stürmische Tag zu den besseren zählt, hätten wir uns wahrscheinlich anders entschieden. So haben wir einen Grund, wiederzukommen.

Das moorige Land erhebt sich sanft zu den steilen Klippen, die kreuz und quer aus der Landschaft aufragen. Die Quiraing sind ein absolutes Highlight auf der Isle of Skye.
Hier im Norden der Trotternish Halbinsel leben kaum Menschen.

Kilt Rock und Mealt Falls Viewpoint

Der Kilt Rock ist eine weitere eindrucksvolle Felsformation und eine beliebte Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye. 60 m ragt der Fels über dem Meer auf. Man kann sehr schön die Basaltformation sehen, die auf weicherem Material sitzt. Allerdings braucht es viel Fantasie, um sich den Felsen als Kilt vorzustellen. Die Mealt Falls stürzen sich direkt neben der Plattform ins Meer und sind ein beliebtes Selfie-Motiv. Entsprechend gross ist der Andrang an diesem Teil der Plattform.

Diese Felsen bestehen im oberen Drittel aus Basaltsäulen, die sich von einem weicheren Sedimentgestein erheben, welches eher Quermuster aufweist. Der Wasserfall ist nicht in diesem Bild zu sehen. Diese Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye ist ein Touristen Hotspot.
Hier sind für unseren Geschmack eindeutig zu viel Menschen unterwegs.

Auch, wenn wir bei jedem Besuch der Insel Skye hier anhalten, so doch nicht wegen der Felsen oder des Wasserfalls. Vielmehr hat man hier die Chance, Delfine oder Wale zu sehen. Allerdings hat man wohl eher im Sommer Glück, aber man weiss ja nie. Hier und da haben wir schon sehr unerwartet Delfine in Schottland gesehen.

Blick auf die Küstenlinie mit stärkerer Verwitterung des Sedimentgesteins auf der anderen Seite des Aussichtspunkts.
Anhalten, schauen und weiterfahren, mehr gibt es zu dieser Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye nicht zu sagen.

Dinausaurier-Spuren und Schautafeln am Viewpoint verweisen darauf, dass am Grund der Felsen Dinosaurier-Spuren gefunden wurden.

Der Lealt Wasserfall

Der Lealt Wasserfall ist wahrscheinlich nur nach starken Regenfällen interessant. Am Parkplatz ist auch deutlich weniger los als am Kilt Rock. Am Rand des Parkplatzes führt ein markierter Weg bis zu einer Aussichtsplattform, die sich über die Schlucht erstreckt. Der Blick auf die Quiraing-Berge und den Old Man of Storr ist spektakulärer als der Wasserfall.

In der Ferne ragt scheinbar eine einzelne Felsnadel empor. Die Klippe davor erinnert ein wenig an einen Krater. Einzelne weisse Häuser und Bäume geben den Augen Halt in dieser noch bräunlichen Landschaft.
Von der anderen Seite wirkt der Old Man of Storr imposanter.

Der Blick von der zweiten Plattform auf das Meer und die Küste ist interessanter. Hier sind noch die Reste einer alten Fabrik zur Verarbeitung von Kieselgur zu sehen.

Hier, in den Ruinen neben der Flussmündung ins Meer wurde der Kieselgur getrocknet und bei hoher Temperatur erhitzt.
Heute sind alle Wege, die von der Aussichtsplattform einst nach unten geführt haben, gesperrt.

Die Fabrik war der östliche Endpunkt der Lealt Valley Diatomite Railway, die 1889 eröffnet wurde. Diese Schmalspurbahn folgte dem Lauf des Flusses Lealt bis zum Loch Cuithir, wo der Kieselgur abgebaut wurde. Ursprünglich wurde die Bahn durch Schwerkraft betrieben, später kam eine Dampflokomotive hinzu. Der grösste Teil des Kieselgurs wurde zur Herstellung von Dynamit verwendet.

Noch haben die Büsche am Felsen keine Blätter, so dass man den bemoosten Untergrund erkennen kann. Der Wasserfall ist gerade nicht beeindruckend. Warum dies eine Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye mit zwei Parkplätzen ist, ist uns etwas unklar.
Bald hat das Wasser seinen Weg zurück zum Meer beendet.

Wanderung zum Old Man of Storr – der Klassiker

Der Aufstieg

Die Aussichten auf der Wanderung zum Old Man of Storr gehören eindeutig zu den Highlights auf der Isle of Skye. Hier gilt einmal mehr, früh da sein lohnt sich. Und selbst dann ist die Wanderung ein Gruppenerlebnis, obwohl wir am Tag unserer Wanderung wieder Wind mit 60-70 km/h hatten.

Die Lichtstimmung über Loch Leathan ist dramatisch. Dicke Wolken am Himmel, aber dennoch finden Sonnenstrahlen einen Weg. Die silbrig glänzenden Baumstümpfe zeigen noch, wo einst der Wald gewachsen ist. Die Ausblicke auf der Wanderung zum Old Man of Storr gehören zu unseren absoluten Highlights auf der Isle of Skye.
Schottland – dramatisch schön.

Der Weg zum Old Man of Storr geht stetig bergauf. Anfänglich schlängelt man sich über Serpentinen nach oben. Immer mal wieder stehenbleiben und umdrehen lohnt sich. Das Wetter ändert sich so schnell, dass die Ausblicke immer wieder anders aussehen. Von unten ist die Felsnadel des Old Man of Storr nicht erkennbar.

Aus dieser Perspektive sieht man die 40 m hohe Felsnadel vor dem Berg nur, wenn man weiss, wo sie steht. Sie verschmilzt mit dem Felsmassiv.
Es braucht Geduld, um den Moment abzupassen, wenn mal niemand prominent durchs Bild läuft.

Später wollen viele Treppenstufen erklommen werden. Wer wenig fotografiert, schafft die 300 Höhenmeter wahrscheinlich schneller, aber eine Stunde solltest du einrechnen. Ich bin froh, schon beim Aufstieg viel fotografiert zu haben, denn auf dem Rückweg trifft uns erst einmal ein heftiger Regenschauer.

Glanz. Davor das Moor, von einem Hügel festgehalten. Das Wasser spiegelt ebenfalls den Himmel. Der Aufstieg zum Old Man of Storr ist ein absolutes Highlight auf der Isle of Skye.
Blick auf das Meer
Immer wieder ragen kleine Felsen aus der grasbewachsenen Oberfläche. Vereinzelt glitzert eine Wasseroberfläche.
Fotostopp abseits des Weges

Am fotogensten ist der Old Man of Storr, wenn du an der Felsnadel vorbeigehst und den nächsten Hügel erklimmst. Bei dem starken Wind sind die letzten Meter gar nicht so einfach. Auf dem Hügel bist du dann den Elementen schutzlos ausgeliefert. Aber der Blick ist es wert.

Im Dunst siehst du eine Hügelkette, hoher Berge. In der Weite der Landschaft fallen die kleinen Menschen, die wie Ameisen hier hochklettern, fast nicht auf. Diese Perspektive ist das absolute Highlight auf der Isle of Skye.
Für diesen Ausblick haben sich alle Mühen gelohnt.

Der Abstieg

Für den Rückweg kannst du hinter der Felsnadel vorbeigehen und sie etwas näher betrachten. Hier erwischt uns allerdings ein starker Regenguss und macht den Abstieg bis zum regulären Weg sehr rutschig. Auch wenn es nicht regnet, solltest du besser nicht lange zwischen den Felszacken verweilen, so reizvoll es auch sein mag. Die Gefahr von Steinschlag ist unübersehbar, allgegenwärtig.

Der Old Man of Storr ist nicht der einzige Felszacken, der sich zum Himmel erhebt, aber das sieht man erst, wenn man zwischen den Felsnadeln und der Klippe entlang läuft.
Hinter den Felsnadeln

Als wir wieder weiter unten sind, hört der Regen auf. Hier fallen überall die silbern glänzenden Baumreste ins Auge. Als wir vor 10 Jahren hier waren, stand der Wald noch.

Das Wolkenband, welches über Loch Leathan zieht, gibt den Blick auf ein Stück blauen Himmel frei. Jetzt sieht man, wie die Klippen sich von Loch Leathan sanft erheben, bevor sie steil zum Meer hin abfallen.
Diese grossartige Landschaft lässt uns inneren Frieden finden.
Blick auf den Old Man of Storr im Jahr 2012  als der Wald noch stand. Das Gras ist grüner und der Himmel einfach nur blau ohne jede Wolke.
Ein Bild aus der Vergangenheit – 2012 als der Wald noch stand und wir tatsächlich mal einfach nur blauen Himmel hatten.

Die Mühe für den Weg nach oben zahlt sich aus. Gehörst du zu denen, die den Old Man of Storr lieber von unten betrachten, so hasst du von Portree kommend die besten Ausblicke. Allerdings ist es keine gute Idee, auf der teilweise einspurigen Strasse anzuhalten, um zu fotografieren.

Tipp: Bevor der eigentliche Parkplatz für die Wanderungen zum Old Man of Storr kommt, gibt es eine Parkmöglichkeit vor einem Wasserfall. Du kannst das Tor öffnen und den Fluss überqueren. Allerdings war der Boden komplett aufgeweicht, sodass ich darauf verzichtet habe.

Sanfte Hügel, trockenes Gras und ein breiter Wasserfall, dessen Wasserlauf rechts wieder im Bild erscheint. Kurz blauer Himmel und schnell ziehende Wolken. Kurze Zeit später stehen wir wieder im Regen.
Gehst du auf die andere Seite vom Wasserfall, kannst du den Old Man of Storr als Hintergrund verwenden.

Die Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye an der Ostküste

Portree – die «Hauptstadt» der Isle of Skye

Portree ist bunt, fröhlich und überfüllt. Aufgrund der zentralen Lage ist die Stadt ein beliebter Übernachtungsort auf der Isle of Skye bei Touristen. Vom relaxten Fischerort, den wir 2012 kennengelernt haben, ist nicht mehr viel übrig. Der alte Fischereihafen ist auch Ausgangspunkt von Schiffstouren. Parkplätze gibt es vor allem vor der eigentlichen Innenstadt. Näher dran, aber zeitlich begrenzt, ist der Parkplatz beim Eighteen Twenty an der alten Kirche, wo Fish and Chips serviert werden.

Eine Häuserzeile mit gelb, grün, blau, pinken und weissen Häusern ziert den Hafen. Dahinter erhebt sich ein gotisch anmutendes Kirchengebäuden vor einem Hügel. Diese Häuserzeile am Hafen ist die Sehenswürdigkeit von Portree auf der Isle of Skye.
Diese Häuserzeile kennt wohl jeder, der einmal auf der Isle of Skye war.

Tipp: In Portree gibt es nicht nur den winzigen Co-op Food an der A855, sondern auch einen grossen an der A87 vor der Innenstadt. Dort gibt es auch ausreichend Parkplätze. Scheinbar drängeln sich aber alle Touristen in den Mini-Laden, wo man kaum aneinander vorbeikommt und der mit dem Nachfüllen der Regale gar nicht so schnell nachkommen kann, wie sie leergekauft werden. Weitere gute Einkaufsmöglichkeiten gibt es im gut sortierten Supermarkt neben der Tankstelle in Broadford. Die Tankstelle in Broadford hatte bessere Preise für Diesel als die Tankstellen auf dem Festland.

Die Sligachan Old Bridge – eine Wegkreuzung mit Aussicht

Da, wo die A87 nach Portree eine scharfe Rechtskurve macht und die A863 Richtung Dunvegan abbiegt, steht eine Steinbrücke von 1820 über dem Sligachan River. Neben der Strasse sticht vor allem ein grosses Hotel ins Auge. Die Brücke mit den Cuillin im Hintergrund ist ein schönes Fotomotiv. Und obwohl wir auf unseren Wegen kreuz und quer über die Insel mehrfach daran vorbeigefahren sind, haben wir die Berge nie gesehen. Aber dann, am Abreisetag, hat sich alles gefügt. Wir waren kurz nach 8.00 Uhr bei der Brücke und ausser einem weiteren Fotografen war niemand unterwegs.

Die alte Sligachan Brücke, der Fluss und die Berge, die sich im Hintergrund in den blauen Himmel erheben, sind ein weiteres Highlight auf der Isle of Skye.
Für diese Aussicht braucht es Glück und menschenleer ist es nur am frühen Morgen.

Die Sligachan Old Bridge ist für Fussgänger begehbar. Hier kannst du auch zu einer Tageswanderung zum Sligachan Wasserfall aufbrechen. Für uns kommt dies am Abreisetag jedoch nicht mehr infrage.

Der Sligachan River, dessen breites Flussbett darauf hindeutet, dass er manchmal mehr Wasser führt und im Hintergrund einige Gipfel der Cuillin mit Wölkchen. Es macht den Eindruck als würde ein Vulkan rauchen.
Traumwetter am Abreisetag

Vor mehr als 130 Jahren begannen zwei Männer ein jahrelanges Abenteuer, um die berühmten Black Cuillin von Skye zu entdecken, zu besteigen und zu kartieren. Im späten 19. Jahrhundert tat sich der Chemiker Prof. Norman Collie mit dem aus Skye stammenden Bergführer John Mackenzie zusammen, um die Cuillin zu erkunden. Mackenzie, der in der kleinen Siedlung Sconser geboren wurde, hatte den Sgurr nan Gillean zum ersten Mal bestiegen, als er gerade 10 Jahre alt war. Beiden Männern wurde hier vor einigen Jahren ein Denkmal gesetzt.

Zwei Männer in Tweethosen und Mütze blicken den Gipfeln der Cuillin entgegen. Ein schönes Denkmal.
Die Collie and Mackenzie Heritage Group erklärte sinngemäss: Die Skulptur repräsentiert den Alpinismus in Vergangenheit und Gegenwart, da die Cuillin weiterhin Bergsteiger aus aller Welt anziehe.

Sonstige Sehenswürdigkeiten im Osten der Isle of Skye

Wenn du von Portree kommend das Loch Sligachan passiert hast und in Richtung Sconser fährst, siehst du die Hinweisschilder auf die Fähre nach Raasay. Die Isle of Raasay muss eins der unglaublichsten Ökosysteme Schottlands beherbergen. Wir haben es leider nicht geschafft, überzusetzen, obwohl Jörg sehr neugierig auf die dortige Gin- und Whisky-Destillerie war. In den Pubs auf der Isle of Skye kannst du den Raasay While we wait Whisky probieren. Wie der Name es sagt: Während der Malt auf der Isle of Raasay reift, gibt es diese Abfüllung, die dem zukünftigen Produkt nahekommen soll.

Am nächsten Loch, dem Loch Ainort gibt es auf der Landseite direkt in der Kurve einen schönen Wasserfall, der nach Regen recht ordentlich aussieht. Etwas oberhalb auf der Meeresseite gibt es einen Parkplatz.

Broadford ist der zweitgrösste Ort der Insel. Das Ortsbild entlang der 2 Kilometer langen Hauptstrasse ist nicht spektakulär. Tankstelle und Supermarkt waren jeweils willkommene Stopps.

Highlights im Nordwesten der Isle of Skye

Dunvegan Castle – das Schloss mit der Feenfahne

Wir haben das Schloss und seine Gartenanlagen 2012 besucht. Allein schon wegen der Legende um die Feenfahne wollten wir diese Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye damals sehen und haben viel über die Geschichte der MacLeods erfahren. Allerdings hatten wir nicht das Bedürfnis, das Schloss ein weiteres Mal zu besichtigen. Zumal der Parkplatz am Schloss vor lauter Autos überquoll, was wohl dem Regen geschuldet war. Wobei das Regenwetter für die Gartenanlagen des Schlosses auch nicht ideal ist.

Das Dunvegan Schloss ist die Sehenswürdigkeit im Nordwesten der Isle of Skye. Im Bild der Eingang mit Rundtürmen, eckigen Türmen und Zinnen.
Eingang ins Dunvegan Schloss

Die Feenfahne ist der wichtigste Schatz der MacLeods, die hier seit über 800 Jahren ihren Stammsitz haben. Doch was hat es mit diesem verblichenem Stück Stoff auf sich? Der Legende nach verliebte sich einst ein MacLeod unsterblich in eine junge Frau. Doch diese Frau war keine normale Frau, sondern eine Feenprinzessin. Ihr Vater stimmte einer Ehe für ein Jahr zu. Kurz vor Ablauf des Jahres gebar die Feenprinzessin einen Erben.

Ihr Mann musste ihr beim Abschied versprechen, dafür zu sorgen, dass sein Sohn niemals allein wäre und weinte, denn das würde die junge Mutter nicht aushalten. Da der MacLeod nach dem Verlust seiner Frau sehr traurig war, gaben die Clanmitglieder ein Fest, um ihn aufzuheitern.

Als der Kleine schlief, schlich sich sein Kindermädchen zum Fest. Und so kam es, dass das Kind aufwachte, allein war und weinte. Das Kindermädchen fand eine Frau, die sich über die Wiege beugte und den Kleinen tröstete, als sie zurückkehrte. Nachdem die Mutter ihn in ein Tuch gewickelt hatte, verschwand sie wieder.

Später, als der Junge reden konnte, erzählte er seinem Vater von jener Nacht. Das Tuch konnte dreimal verwendet werden, wenn die MacLeods in Gefahr waren. Im Laufe der Zeit wurde das Tuch in eine Fahne umgedeutet. Zweimal hat die Fahne schon die MacLeods vor grossem Schaden und Leid bewahrt. Bis heute ist das Bild der Flagge ein beliebter Talisman der MacLeods.

Das Dunvegan Schloss vom Wasser ausgesehen. So wirkt es noch mehr wie eine mittelalterliche Burg.
Wie eine grosse mittelalterliche Burg sieht das Dunvegan Schloss vom Wasser gesehen aus.

Coral Claigan Beach – ein Korallenstrand ohne Korallen

Wir fahren dieses Mal am Dunvegan Schloss vorbei und folgen der Single Track Road noch einige Kilometer bis zum Ende, um den Coral Beach ein weiteres Mal zu besuchen. Wir hatten den Strand bereits bei unserem Besuch 2012 bei herrlichem Sonnenschein gesehen und tolle Erinnerungen an diesen Abstecher. Irgendwie hatten wir auch die Hoffnung, dass der Regen auf dem Weg weniger werden würden. Zumindest hatte die Wettervorhersage dies versprochen. Man braucht ungefähr 20 Minuten, um vom Parkplatz zum Strand zu laufen. Statt weniger Regen nahm die Intensität des Regens jedoch zu. Dennoch war der Parkplatz ziemlich voll.

Der Coral Beach ist eines Highlights auf der Isle of Skye 2012 für uns gewesen. Jetzt bei Regenwetter leuchtet zwar der Strand in der Ferne, aber alles andere geht im Grau ein wenig unter. Es herrscht Ebbe.
Der Coral Beach bei Regenwetter 2022

Der Unterschied zwischen Regenwetter und schönem Wetter ist dramatisch.

Blauer Himmel, blaues Meer, weisser Strand und grünes Gras. Inseln deuten sich am Horizont an. Der Wasserstand ist höher als auf dem Bild von 2022.
Bei schönem Wetter macht es richtig Spass, die Seele am Coral Beach baumeln zu lassen.

Der Strand besteht nicht aus Sand, sondern vielen kleinen zerbrochenen und rundgeschliffenen Korallenteilen. Bei schönem Wetter ist dieser Ort wunderbar. Auf der anderen Seite des Hügels gibt es noch einen weiteren Strand. Wir jedoch begnügen uns auf dieser Regenwanderung mit einem kurzen Blick.

Neist Point – Leuchtturm und Sonnenuntergang

Ein krönender Abschluss jedes Besuchs der Isle of Skye ist ein Sonnenuntergang am westlichsten Punkt der Insel. Obwohl wir bei unserem Besuch der Isle of Skye dieses Mal nicht von der Sonne verwöhnt wurden, kam sie am Abend nach dem ersten Versuch, Armadale Castle zu besuchen und der Fahrt zum Elgol Beach im Regen noch heraus. So kam es, dass wir relativ spontan von unserem Cottage auf Waternish noch einmal zu diesem Highlight auf der Isle of Skye aufbrachen, um am westlichsten Punkt der Insel einen Sonnenuntergang zu erleben.

Bereits auf dem Weg zum Neist Point taucht die Sonne die Bucht in dramatisches Licht, als sie gebündelt durch die Wolken schaut.
Für einen spektakulären Sonnenuntergang braucht es Wolken am Himmel.

Wir waren nicht die einzigen und auch nicht die letzten, die es gerade so noch zum Sonnenuntergang schafften. Den von den Brüdern Stevenson 1909 erbauten Leuchtturm hatten wir bereits 2012 bei Tage besucht. Die Landzunge mit ihren steil abfallenden Klippen streckt sich den Äusseren Hebriden entgegen.

Die Klippen werden angeleuchtet, sodass sie im Licht der untergehenden Sonne rot schimmern. Der weisse Leuchtturm steht wie eh und je. Von den Äusseren Hebriden ist heute nichts zu sehen.
Die Stimmung am Abend nach einem Tag im Regen ist einfach nur genial.

Deshalb nehmen wir jetzt den rechten Weg vom Parkplatz und steigen direkt zum Moor des Stiers auf. Wer Gummistiefel hat, möge sie anziehen. Wir hüpfen mit unseren Wanderschuhen an den besonders matschigen Stellen von Stein zu Stein und von Grasbüschel zu Grasbüschel, bis wir eine schöne Stelle gefunden haben, um das Stativ aufzubauen.

Die Sonne schaut halb aus den Wolken hervor und beleuchtet diese von unten. Alles ist in das orange Licht getaucht. Ein solcher Sonnenuntergang ist wirklich ein absolutes Highlight auf der Isle of Skye.
Ein Sonnenuntergang zum Geniessen.

Es geht unglaublich schnell, dass die Sonne verschwindet. Doch es lohnt sich, an einem wolkigen Tag noch ein wenig abzuwarten.

Die Sonne ist hinter einem Berg auf den Äusseren Hebriden verschwunden und färbt den Horizont golden. Die Wolkendecke, die über uns zieht, wird von Orangetönen unterbrochen.
Dieser Sonnenuntergang ist magisch

Tipp: Bist du mit Wohnmobil oder Zelt unterwegs, kannst du am Neist Point übernachten und musst dich nicht auf den langen Heimweg in der Dunkelheit machen. Auch sonst lohnt es sich, früh da zu sein. So kannst du erst in Ruhe die Wanderung zum Leuchtturm unternehmen und anschliessend einen schönen Platz für den Sonnenuntergang suchen. Perfekt wird der Ausflug mit einem Picknick im Gepäck.

Als wir die Waternish Halbinsel erreichen, bietet sich uns von oben dieser spektakuläre Ausblick.

Schon wieder auf der Waternish Halbinsel angekommen, endet die blaue Stunde fast. An Land ist alles dunkel, bis auf vereinzelte Lichter. Das Wasser jedoch wird noch vom rosa Horizont angeleuchtet. Die Oberfläche ist spiegelglatt.
Im letzten Licht des Tages erreichen wir die Waternish Halbinsel wieder

Eigentlich hätten wir den Sonnenuntergang auch vom Garten vor unserem Cottage beobachten können.

Weitere Highlights im Nordwesten der Isle of Skye

Da wäre zum einen die Talisker Destillerie bei Carbost und die Talisker Bay zu nennen. Die Talisker Bay ist nicht an der Destillerie zu finden. Die Bay erreichst du, wenn du dich an der Kreuzung vor der Ortseinfahrt nach Carbost links hältst! Wir waren bei einem früheren Besuch da.

Der markante Felsen an der Talisker Bay steht bei Flut komplett im Wasser. Jetzt spiegelt sich der Himmel im nassen Strand.
Die Talisker Bay

Was wir jedoch wieder nicht geschafft haben, ist die Wanderung zu den Fairy Pools. Die Strasse zum Parkplatz biegt vor Carbost bei Merkadale von der B8009 ab.

Sehenswürdigkeiten im Süden der Isle of Skye

Armadale Castle – Schlossruine und Parkanlage

Armadale Castle gehört zu den Sehenswürdigkeiten auf der Isle of Skye, die wir zum zweiten Mal besuchen, weil uns der Park in so toller Erinnerung geblieben ist. Allerdings mussten wir feststellen, dass die Vegetation deutlich gegenüber unserem ersten Besuch 2012 zurück war. Einerseits wollten wir ein Foto der Mädchen mit abgefallenen Rhododendron Blüten im Haar nachstellen. Obwohl wir jetzt nur 3 Wochen früher im Park von Armadale Castle sind, war noch nicht mal die Farbe des Rhododendrons zu erkennen.

Zum anderen hatte ich mich auf die Teppiche der blauen Glockenblumen gefreut. Um euch zu zeigen, was ich meine, muss ich auf die Bilder von 2012 zurückgreifen, denn von den Glockenblumen waren noch nicht einmal Blütenansätze zu sehen.

Ein Teppich von blaue Blüten der Hasenglöckchen zieht sich durch den Park. Ein gelber Rhododendron und das frische Grün der Blätter setzten weitere Farbakzente. So haben wir Armadale Castle als besondere Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye bei unserem ersten Besuch erlebt.
Diese Pracht hatten wir vor Augen

Auch sonst hat sich einiges geändert. Die Schlossruine ist jetzt weiträumig abgesperrt. Ich kann nicht genau sagen, ob es mit der Vegetation oder mit den Absperrungen zu tun hat, aber vor 10 Jahren haben wir Armadale Castle deutlich romantischer in Erinnerung gehabt.

Da wir die reduzierten Öffnungszeiten 2022 nicht mitbekommen hatten und deshalb beim ersten Versuch vor verschlossenen Türen standen, haben wir keine Zeit, uns das Schlossmuseum noch einmal anzuschauen. Denn beim zweiten Versuch besuchen wir Armadale Castle, bevor wir auf die Fähre nach Mallaig gehen.

Tipp: Auf dem Weg zu Armadale Castle kommst du an einer weiteren Destillerie vorbei. Jörg hat sich den Besuch der Torabhaig Destillerie für einen anderen Besuch der Isle of Skye vorgemerkt. Auch diese Destillerie ist noch jung und wartet auf die Reife der ersten Destillate, bis sie nach frühestens 3 Jahren als Whisky verkauft werden können.

Kylerhea – Wildtiere beobachten

Da es nach unserer Wanderung zum Old Man of Storr nur im Süden der Isle of Skye trocken bleiben soll, beschliessen wir, uns auf die Suche nach dem Seeotter oder Black Beast zu begeben. Das Otter-Versteck bei Kylerhea ist ein ausgezeichneter Ort, um Tiere zu beobachten.

Allein die Fahrt ist ein Highlight. Von Portree auf der A87 kommend zweigt kurz hinter Ashaig eine Single Track Road zur Fähre Kylerhea – Glenelg ab. (Die Fähre fährt von Ostern bis Oktober nach Bedarf). Die Strasse nach Kylerhea mäandert wild durch die Landschaft und führt dich auf manche Hügelspitze, ohne dass du siehst, ob die Strasse irgendwo weitergeht.

Tipp: Meide die Zeit des Feierabends, denn dann ist auf der Strasse ordentlich Verkehr.

Eine schmale Strasse führt durch eine Karstlandschaft mit braunem Gras und vielen Felsen nach Kylerhea.
Auf dieser Strasse macht das Fahren richtig Spass.

Bevor du dein Ziel nach ungefähr 10 Kilometern erreichst, führt die Strasse steil abwärts zur Meerenge von Kyle, wo es nur sehr wenig Ausweichmöglichkeiten gibt.

Blick auf die Meerenge von Kyle mit türkisblauem Wasser und den hohen Bergen auf dem Festland dahinter.
Auf diesem Teil der Strasse wird es sehr eng bei Gegenverkehr.

Noch vor dem Ort biegt links ein ausgeschilderter Weg zum Parkplatz ab. Von da führt ein hübscher Weg mit tollen Ausblicken auf die Meerenge und das Festland zum Otter Versteck. Auf der Hälfte des Weges gibt es sogar eine Toilette.

Auf dem Weg zum Otter-Versteck gibt es einfache Sitzbänke von wo aus du sehen kannst wie das türkisblaue Wasser durch den engen Sund strömt.
Bei Ebbe und Flut strömt das Wasser hier mit fast 13 km/h durch den engen Sund und erzeugt Strudel und Wellen.
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Der Seeotter braucht Frischwasser zur Reinigung seines Fells, deshalb solltest du immer bei solchen Flussmündungen in Meeresbuchten nach Ottern Ausschau halten. Auch hier beim Otter-Versteck mündet ein Bächlein ins Meer. Das Otter-Versteck ist übrigens eine verglaste Schutzhütte, von wo aus du geschützt vom Wetter das Ufer beobachten kannst und viele Informationen über die Tiere, welche du hier sehen könntest, bekommst.

Der schmale Sund mit türkisblauem Wasser, ein weisser Leuchtturm, blauer Himmel mit Wolken und die braune Uferlinie. Ein Schiff entfernt sich. Draussen pfeift der starke Wind und wir sitzen geschützt in der Hütte und halten Ausschau nach Tieren.
Am Wasser kann man ahnen, wie windig es ist.

Und das sind neben Ottern und Wasservögeln auch Robben, Wale und Delfine. Wir jedoch haben kein Glück. Niemand lässt sich blicken. Dennoch begeistert uns dieser Ausflug und kommt wie die Fairy Glens auf die Liste unserer Lieblingsorte auf der Isle of Skye.

Fahrt nach Elgol

Folgst du in Broadford der B8083 kommst du am Ende der Strasse nach Elgol. Dir muss klar sein, dass der Weg das Ziel ist. Unterwegs wartet die Ruine der Church of Killchrist darauf, besucht zu werden.

Der Church of Killchrist fehlt das Dach, so stehen nur noch die Aussenwände. Eine halb zugewachsene Treppe führt nach oben. Die Grabsteine stehen windschief im Gras.
Ein feiner Nieselregen macht den Spaziergang etwas unangenehm.
Die Strasse führte durch das Tal entlang, in welchem die Wolken hängen und das Wasser steht. Bei sonnigem Wetter ist die Fahrt sicher auch ein Highlight auf der Isle of Skye.
Mit etwas Fantasie kannst du dir das Tal bei schönem Wetter vorstellen.

Bevor du Loch Slapin umrundest, kannst du am Ufer hinter Torrin nach Seeottern und Seevögeln Ausschau halten. Wir haben den Seeotter noch für einen kurzen Moment gesehen, bevor er sich von zwei Autos zu sehr beobachtet fühlte und verschwand. Auch brüten hier die Kiebitze. Du siehst sie, wenn du den lauten Rufen mit dem Teleobjektiv oder Fernglas folgst.

Ein Kiebitz mit seinem markanten Kopfschmuck sitzt auf dem Boden.
Man muss genau schauen, um die Kiebitze auf dem Boden zu entdecken.

In Elgol kannst du verschiedene Bootstouren buchen oder vorher im Internet reservieren. Schau dir dort an, wie toll die Bergwelt bei Sicht aussehen kann. Der Hafen besteht aus ein paar Containern, in welchem die Touranbieter residieren. Unter anderem werden Bootstouren zum Loch Coruisk angeboten. Parkplätze gibt es oberhalb und direkt unten am Hafen.

Ein Speedboot testet bei hoher Geschwindigkeit und vielen Kurven, ob die Passagiere sich wirklich festhalten, bevor es ausser Sicht verschwindet.
Einmal im Leben sollte man mal die Erfahrung auf einem Speedboot machen. Die unglaubliche Kraft und die harten Schläge, wenn es über die Wellen rast ...

Wir sind erstaunt, dass doch einige Leute den Weg nach Elgol bei diesem typisch schottischen Wetter gefunden haben. Das Speedboot, welches wir von oben sehen, dreht ein paar schnelle Runden bevor es ausser Sichtweite verschwindet. Ein weiteres Boot sticht wenig später in See. Die tolle Bergwelt ist in den Wolken verschwunden.

Der Strand am Hafen von Elgol besteht aus unzähligen Steinen und wäre eher unspektakulär, wenn es da nicht den Wabenfelsen geben würde. Aus der Nähe betrachtet, sind die Strukturen erstaunlich.

Der Wabenfelsen besteht aus vielen übereinanderliegenden Steinschichten. Die Wellen haben im unteren Teil mithilfe von Steinen lauter löchrige Muster in den Fels gewaschen.
Erst aus der Nähe sieht man die Löcher im Felsen
Die Anordnung der Löcher im Felsen erinnert an Honigwaben.
Dieser Wabenfelsen ist wirklich interessant

Während wir uns noch nach einem Kaffee umschauen, reissen die Wolken etwas auf und die gegenüberliegenden Berge kommen zum Vorschein.

Ein spitzer Berg, wie ein Kegelvulkan, kommt zum Vorschein. In der Mitte läuft ein Wasserlauf. Die anderen Spitzen sind noch in den Wolken.
Bei Sonnenschein sicher traumhaft schön.

Im nächsten Beitrag erzähle ich dir vom Besuch des Glenfinnan Viaduktes, der Fahrt durch das Hochland und warum wir in Strachur übernachten.

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