Sehenswürdigkeiten Isle of Skye – zwischen Regen, Sonne und Wind

Im äussersten Westen Schottlands liegt die grösste Insel der inneren Hebriden, die Isle of Skye. Im Gälischen trägt sie den Spitznamen «Insel des Nebels«. Häufige Wetterwechsel lassen die Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye immer wieder in einem anderen Licht erscheinen. Dramatisch schön und gut erreichbar, da sie durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist, gehört sie zu den beliebtesten Zielen vieler Schottland Fans. In diesem Beitrag nehme ich dich mit zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye. Wir beginnen im Norden auf der Trotternish Halbinsel und folgen dann der Küste weiter in den Westen und Süden. Vielleicht entdeckst du Orte, die du schon kennst, aber noch nie so gesehen hast. Oder du findest Inspiration für eine erste Reise auf diese eindrückliche Insel.

Wir waren nun schon zum zweiten Mal für einige Tage auf der Insel und haben es immer noch nicht geschafft, alle Highlights der Isle of Skye zu erkunden. Irgendwann werden wir wohl ein drittes Mal zurückkehren. Lass dich inspirieren und mache dir dein eigenes Bild.

Isle of Skye Ausblick auf Meer und die Highlands - die Natur ist die eigentliche Sehenswürdigkeit der Insel.
Ausblick

Allgemeine Tipps für deinen Besuch auf der Isle of Skye

Anreise auf die Isle of Skye

Die Isle of Skye ist dank der Skye Bridge einfach erreichbar. Je nach Route führt die Fahrt durch eindrückliche Landschaften und vorbei an bekannten Orten wie dem Eilean Donan Castle. Wenn du von Edinburgh aus anreist, findest du im Beitrag „Von Edinburgh zur Isle of Skye“ einen Routenvorschlag und weitere Tipps.

Folgst du der schönsten Strecke durch die schottischen Highlands vorbei an Loch Lomond und Tyndrum, durch das Rannoch Moor und Glen Coe nach Fort William und zum Glenfinnan Viadukt, erreichst du die Isle of Skye auch mit der Fähre ab Mallaig. In Mallaig befindet sich eine Endstation des Harry Potter Zugs. Die Fähre landet in Armadale im Süden der Isle of Skye.

Es gibt zudem eine weitere Fährverbindung zwischen Glenelg und Kylerhea. Was Kylerhea besonders macht, erfährst du später in den Highlights zum Süden der Isle of Skye.

Übernachten auf der Isle of Skye

Die Isle of Skye ist ungefähr 80 km lang und 40 km breit. Die meisten Reisenden versuchen eine Unterkunft in der Umgebung von Portree, dem zentral gelegenen Hauptort der Insel, zu finden. Vielleicht hast du Glück und findest dort etwas, wenn nicht, ist es auch kein Beinbruch. Es gibt überall Unterkünfte, oft mit einer spektakulären Sicht. Wir hatten beim letzten Aufenthalt ein hübsches Cottage in Stein auf der Waternish Halbinsel.

Fahren wirst du in jedem Fall müssen, wenn du dir eine Unterkunft auf der Isle of Skye buchst, denn die Highlights verteilen sich über die ganze Insel. Ab drei Nächten kannst du dir meist ein Cottage mieten. Das hat den Vorteil, dass du dir selbst Essen zubereiten oder ein Picknick für Wanderungen und Tagesausflüge vorbereiten kannst. Abends sind Restaurants schnell ausgebucht. Dann gibt es auch kein Take-away. Mit einem Cottage bleibst du flexibel.

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Isel of Skye - Blick auf die Häuser am Hafen der Waternish Halbinsel, wo unsere Unterkunft war.
Eines der dichtgedrängten Häuser war unser Cottage

Der frühe Vogel fängt den Parkplatz

Für die Isle of Skye musst du dir Zeit nehmen. Nicht nur, weil es auf dieser ausgefransten Insel so viel zu sehen und zu erwandern gibt, sondern auch, weil du hier deutlich länger brauchst, um von A nach B zu kommen. Je mehr Menschen unterwegs sind, desto langsamer kommst du auf den Single Track Roads voran. Parkplatzprobleme bei den bekannten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye kannst du nur vermeiden, wenn du früh oder am späteren Nachmittag unterwegs bist. Wohnmobilfahrer haben es etwas einfacher, weil sie in der Nähe ihres nächsten Ziels übernachten können.

Wohnmobile übernachten nahe am nächsten Ziel, doch viele Stellplätze sind früh belegt. Auch die engen Strassen geraten schnell an ihre Grenzen. Selbst in der Nebensaison ist Skye gut besucht. Deshalb haben wir auf unserem Wohnmobil Roadtrip die Isle of Skye ausgelassen.

Auch das Wetter verlangt auf der Isle of Skye ein wenig Flexibilität.

Wetter auf der Isle of Skye

Wasser gibt es auf der Isle of Skye reichlich. Von oben als Regen, als Nebel oder als tief hängende Wolken. Der Boden ist oft matschig und von kleinen Bächen durchzogen. Auch der eine oder andere Wasserfall zeigt sich nach Regen besonders eindrücklich.

Isle of Skye Unwetter: Der Himmel ist fast schwarz, die Landschaft ist nur noch als Kontur wahrnehmbar und Fahnen von Regen ergiessen sich.
Unwetter

Oft öffnet der Himmel für kurze Zeit seine Schleusen und entlässt ganze Regenfahnen über der Landschaft. Der Spuk ist meist so schnell vorbei, wie er begonnen hat. Wir waren beim letzten Aufenthalt fünf Nächte auf der Isle of Skye und sind in dieser Zeit mindestens sechsmal an der Sligachan Old Bridge vorbeigekommen. Fotografen diskutieren, ob die Brücke mit den Cuillins im Hintergrund im Morgen- oder im Abendlicht schöner wirkt. Wir waren schon froh, die Berge überhaupt einmal zu sehen, denn dicke Wolken hielten sich hartnäckig über dem Gebirge. An ungefähr 300 von 365 Tagen im Jahr sind wolkenverhangene Cuillins der Normalzustand.

Der Spruch „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte eine Weile“ trifft auf die Cuillins nicht zu, sonst aber schon. Meist hing morgens der Nebel tief über dem Wasser. Während wir uns für den Tag bereitmachten, lichtete er sich ein wenig. Oft war der Wind dafür verantwortlich. Er treibt die Wolken weg, kann aber unangenehm werden, wenn er zu stark weht. Das Wetter auf der Isle of Skye ändert sich schnell, bleibt aber selten gleich.

Blick auf die Gesto Bay mit Bergen und dicken Wolken, aus denen es teilweise örtlich sehr begrenzt regnet. Davon darf man sich auf der Isle of Skye nicht aufhalten lassen, die Highlights zu erkunden.
Hier siehst du, dass es sehr begrenzt regnen kann

Selbst wenn es bei dir regnet, muss das nicht für den Rest der Insel gelten. Am besten schaust du dir die Wettervorhersage genau an und richtest deine Tagesplanung ein wenig danach. Regenkleidung gehört auf Skye immer ins Gepäck. Gute Wanderschuhe ebenfalls.

Essen auf der Isle of Skye – unsere Erfahrungen

Nirgendwo schmecken Hamburger oder langsam geschmorte Braten besser als in einem Pub nach einem eindrücklichen Tag auf der Isle of Skye. Doch es ist schwierig geworden, abends einen Platz zu bekommen. Viele Restaurants sind Tage im Voraus ausgebucht. In den Highlands und auf der Isle of Skye herrscht akuter Personalmangel. Deshalb werden oft nicht alle Tische vergeben, und die Küchen öffnen nur kurz am Abend, meist von 18.00 bis 20.00 Uhr, oder nur an bestimmten Tagen. Auch Take-away gibt es dann nicht, weil die Küchen ausgelastet sind.

Auf der Waternish Halbinsel, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wohnten wir in der Nähe eines Pubs, und dennoch ist es uns nicht gelungen, dort zu essen. Zwei Tage im Voraus zu reservieren ist schwierig, wenn man seine Tagesplanung nach dem Wetter richtet. Entsprechend froh waren wir, im Cottage selbst etwas kochen zu können und morgens ein Picknick für unsere Ausflüge vorzubereiten.

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Isle of Skye Sehenswürdigkeiten im Norden: die Trotternish Halbinsel

Die Fairy Glens

Wir sind nicht zum ersten Mal auf der Insel Skye unterwegs. Einige der Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye haben uns schon 2012 begeistert. Die Fairy Glens gehören für uns bis heute zu den eindrücklichsten Orten auf der Trotternish Halbinsel. Die hügelige Landschaft mit ihren ausgeprägten Weidespuren und kleinen Seen fasziniert uns jedes Mal aufs Neue. Wenn es so etwas wie eine Lieblings-Sehenswürdigkeit gibt, dann sind es die Fairy Glens, selbst wenn die Feen sich immer verstecken. Aber man spürt, dass sie in der Nähe sind.

Trotternish Halbinsel: Hügel wie Zuckerhüte mit Weidespuren, kleine Seen in den Vertiefungen. Diese liebliche Landschaft der Fairy Glens ist eine unserer liebsten Sehenswürdigkeiten auf der Isle of Skye, UK.
Fairy Glens

Kurz vor dem Uig Hotel zweigt eine Strasse ab. Das verwitterte Schild zeigt nach „Shedar und Balnaknock“. Früher parkte man irgendwo entlang der Strasse, heute gibt es mehrere kostenpflichtige Parkplätze. Die Automaten kannst du mit Kreditkarte benutzen.

Isle of Skye Sehenswürdigkeit: Die hügelige Landschaft der Fairy Glens mit Castle Ewen
Castle Ewen sieht man schon von Weitem

Vom Parkplatz lohnt es sich, den ersten Hügel hinaufzugehen und den schmalen Pfaden zu folgen. Du kommst immer wieder zur Strasse zurück. Je nach Sonnenstand spiegelt sich der imposante Castle Ewen Felsen im kleinen See. Der Felsen erinnert tatsächlich an eine Burg. Wenn du trittsicher und schwindelfrei bist, kannst du durch eine enge Felsspalte nach oben steigen und wirst mit einer schönen Rundumsicht belohnt.

Oben auf Castle Ewen. Links im Bild sieht man die schmale Spalte, durch welche man den Gipfel erreicht. So weit das Auge blickt, grüne Hügel. Die Fairy Glens sind eines unserer Highlights auf der Isle of Skye auf der Trotternish Halbinsel, Schottland.
Siehst du links die Spalte, durch die du klettern musst, wenn du den Gipfel erreichen willst?

Viele Besucher bleiben bei der Steinspirale stehen, die immer wieder neu angelegt wird. Ich empfehle dir jedoch, auch die Hügel der Umgebung zu erkunden. Erst wenn man etwas abseits unterwegs ist, entfaltet dieser Ort seine ganze Magie.

Isle of Skye Sehenswürdigkeiten: Fairy Glens Trotternish Halbinsel - von oben sieht die Steinspirale sehr viel beeindruckender aus, da sich im Boden Rillen eingedrückt haben.
Spirale von oben gesehen
Im Sattel zwischen zwei Hügeln duckt sich ein einsamer Baum. Ein Wasserlauf mit grossen kantigen Felsen sieht trocken aus, aber tief unten gluckert Wasser. Die Felsen sind mit weissen Flechten bewachsen. Die Schönheit dieses Highlights auf der Isle of Skye entdeckt man vor allem, wenn man sich abseits der Massen bewegt. Trotternish Halbinsel auf Skye, Schottland
Abseits der Massen

Auf dem Rückweg Richtung Uig lohnt sich ein kurzer Blick. Die Aussicht über die Bucht, den Fährhafen und den alten Turm vermittelt die Weite der Isle of Skye.

Wohnturm, Meer und der Fährhafen von Uig auf der Isle of Skye, Trotternish Halbinsel
Blick auf den Fährhafen von Uig auf der Isle of Skye

The Skye Museum of Island Life und Friedhof von Kilmuir

Wenn du von den Fairy Glens wieder auf die A87 zurückfährst, lohnt sich ein kurzer Stopp am Fährhafen in Uig. Dort gibt es Toiletten. Von hier fahren die Fähren zu den Äusseren Hebriden. Danach folgst du der A855 weiter um das Nordende der Trotternish Halbinsel. Spektakuläre Aussichten und Einsamkeit belohnen dich.

Blick über die Felder und Weiden von der Isle of Skye über das Meer auf die Isle of Harris der äusseren Hebriden im Dunst. - Trotternish Halbinsel
Die Insel Harris im Dunst

Hinter Kilmuir (Achtung, es gibt zwei Orte mit diesem Namen) zweigt ein kurzer Weg zum Skye Museum of Island Life ab. Das kleine Freilichtmuseum zeigt, wie einfach das Leben auf der Isle of Skye vor rund hundert Jahren gewesen ist. Mehrere strohgedeckte Cottages vermitteln einen guten Eindruck vom Alltag der Menschen, die hier unter rauen Bedingungen gelebt haben.

Isle of Skye Sehenswürdigkeiten: Museum of the Island Life besteht aus niedrigen, strohgedeckten Häusern aus Feldsteinen und auffällig rot-grün gestrichenen Wagen.
Museum of the Island Life

Hinter dem Museum führt die Strasse weiter zum Parkplatz des alten Friedhofs von Kilmuir. Du kannst aber auch laufen. Die Kirche aus dem 16. Jahrhundert steht nicht mehr, doch der historische Friedhof ist erhalten geblieben. Unübersehbar ist das Grab von Flora MacDonald, die Bonnie Prince Charlie nach der verlorenen Schlacht von Culloden bei der Flucht half und auf Skye bis heute verehrt wird.

Sehenswert ist auch das spätmittelalterliche Grabmal für Angus Martin, das ein Ritterbildnis zeigt. Er soll eine dänische Prinzessin geheiratet haben. Ebenso der unvollendete Stein für Charles McArthur, den letzten erblichen Pfeifer der McDonalds von Duntulm. Da der Sohn auf See ertrank, bevor der Stein fertiggestellt war, stellte der Steinmetz die Arbeit ein, weil er nicht mehr bezahlt wurde.

Duntulm Castle

Folgst du der Strasse weiter um das Nordende der Halbinsel Trotternish der Insel Skye, siehst du auf einer felsigen Landzunge die Reste einer einst mächtigen Festung – Duntulm Castle. Ein kurzer Spaziergang führt über eine Schafweide zur Ruine.

Isle of Skye Sehenswürdigkeit: Duntulm Castle ist nur noch eine Schlossruine. Die Mauerreste thronen auf einer grasbewachsenen Klippe, die steil zum Wasser hin abfällt.
Duntulum Castle

Die Ruine selbst kannst du nicht betreten, da sie und der Fels, auf dem sie erbaut wurde, einsturzgefährdet sind.

Man geht davon aus, dass Duntulm erstmals in der Eisenzeit befestigt wurde. Später wurde sie von den Nordmännern und dann von den McLeods von Skye befestigt. Die Burg muss einst mehrstöckig gewesen sein. 1990 stürzte ein Turm ins Meer, während ein Teil der Steine wohl in anderen Bauwerken der Umgebung einen neuen Platz fand.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts übernahmen die McDonalds of Sleat die Burg. Die Burg wurde 1730 jedoch verlassen. Es wurde überliefert, dass ein Kindermädchen den Sohn des Clan-Chefs versehentlich aus einem Burgfenster fallen lies. Sowohl ihr Geist (sie wurde getötet) als auch der Geist von Hugh McDonald, der gegen den Clan-Chef aufbegehrte und im Kerker zu Tode gehungert wurde, sollen noch in der Ruine herumwandern.

Ich empfehle dir, dir die Ruine erst von oben anzusehen und dann nach unten zum Meer zu gehen. Aufgrund des starken Winds verweilen wir nicht zu lange.

Gleich hinter der Absperrung befindet sich ein Denkmal für die MacArthurs und man sieht das Südende des Gebäuderests. Diese Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye ist komplett abgesperrt und von Weitem interessanter anzusehen.
Denkmal für die MacArthurs
Aus der Ferne sieht die Klippe, auf der Duntulm Castle steht, schief aus. Man sieht die weiträumige Absperrung. Die Landschaft scheint in dieser Perspektive nur aus Gras und Wolken zu bestehen. Das Meer sieht man nicht. Trotternish
Weite und Einsamkeit

Tipp: Falls in dir ein Schatzsucher steckt, solltest du als Nächstes den Strand von Flodigarry besuchen. Hier werden immer wieder versteinerte Fossilien gefunden. Diese kleine Strandwanderung auf Skye haben wir vor 12 Jahren unternommen. Durch die Rutschung am Quiraing kommen immer wieder neue Felsbrocken mit Fossilien nach unten.

Ein Felsbrocken mit Einschlüssen. Unter anderem erkennt man Muscheln und die Abdrücke von anderen Meeresbewohnern.
Im Sedimentgestein erkennt man Muscheln und Lebewesen

Die Quiraing Landschaft

Schon wenn man die Trotternish Halbinsel umrundet, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. The Quiraing ist eine Felsformation, die durch grosse Erdrutsche entstanden ist. Hügel, Felsvorsprünge und Erhebungen sorgen für eine unvergleichliche Landschaft, vielleicht eine der eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye.

Steile Klippen ragen schräg aus den sonst abgerundeten Hügeln. Noch ist das Gras weitestgehend braun. Dunkle Wolken dramatisieren die Szenerie. Die Quiraing sind eines der Highlights auf der Isle of Skye.
Faszinierende Landschaft.

Da wir in den Quiraing bei besserem Wetter wandern wollten, fahren wir bei unserer Umrundung der Trotternish Halbinsel nicht bei Staffin ab, um zum Viewpoint zu gelangen, sondern folgen der Küstenstrasse weiter. Aber zu unserer Wanderung ist es dann doch nicht mehr gekommen, denn das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hätten wir gewusst, dass dieser extrem stürmische Tag zu den besseren zählt, hätten wir uns wahrscheinlich anders entschieden. So haben wir einen Grund, wiederzukommen.

Das moorige Land erhebt sich sanft zu den steilen Klippen, die kreuz und quer aus der Landschaft aufragen. Die Quiraing sind ein absolutes Highlight auf der Isle of Skye.
Hier im Norden der Trotternish Halbinsel leben kaum Menschen.

Kilt Rock und Lealt Falls

Der Kilt Rock ist eine weitere eindrucksvolle Felsformation und eine beliebte Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye. 60 m ragt der Fels über dem Meer auf. Man kann sehr schön die Basaltformation sehen, die auf weicherem Material sitzt. Allerdings braucht es viel Fantasie, um sich den Felsen als Kilt vorzustellen. Die Mealt Falls stürzen sich direkt neben der Plattform ins Meer und sind ein beliebtes Selfie-Motiv. Entsprechend gross ist der Andrang an diesem Teil der Plattform.

Isle of Skye Sehenswürdigkeiten: Kilt Rock. Diese Felsen bestehen im oberen Drittel aus Basaltsäulen, die sich von einem weicheren Sedimentgestein erheben, welches eher Quermuster aufweist.
Kilt Rock

Auch, wenn wir bei jedem Besuch der Insel Skye hier anhalten, so doch nicht wegen der Felsen oder des Wasserfalls. Vielmehr hat man hier die Chance, Delfine oder Wale zu sehen. Die besten Chancen hat man im Sommer, aber gelegentlich zeigen sie sich auch ausserhalb der Saison.

Blick auf die Küstenlinie mit stärkerer Verwitterung des Sedimentgesteins auf der anderen Seite des Aussichtspunkts am Kilt Rock - Trotternish Halbinsel.
Ausblick auf die Küstenlinie

Am Rand der Plattform erinnern Schautafeln daran, dass am Fuss der Felsen Dinosaurierspuren entdeckt wurden. Für uns bleibt der Kilt Rock ein kurzer, lohnender Stopp mit schöner Aussicht.

Der Lealt Wasserfall

Der Lealt Wasserfall ist wahrscheinlich nur nach starken Regenfällen eindrücklich. Am Parkplatz ist deutlich weniger los als am Kilt Rock. Am Rand des Parkplatzes führt ein markierter Weg bis zu einer Aussichtsplattform, die sich über die Schlucht erstreckt. Hier ist der Blick auf die Quiraing-Berge und den Old Man of Storr oft spektakulärer als der Wasserfall selbst.

Blick vom Lealt Wasserfall auf den Old Man of Storr. Die Klippe hat eine eigenartig eingedellte Form, als wäre mal ein grosser Fels aus dem Weltraum darauf gefallen.
Blick auf den Old Man of Storr

Von der zweiten Plattform blickst du auf das Meer und die Küste. Hier erkennt man noch die Reste einer alten Anlage, in der früher Kieselgur verarbeitet wurde.

Hier, in den Ruinen neben der Flussmündung ins Meer wurde der Kieselgur getrocknet und bei hoher Temperatur erhitzt.
Heute sind alle Wege, die von der Aussichtsplattform einst nach unten geführt haben, gesperrt.

Die Fabrik war der östliche Endpunkt der Lealt Valley Diatomite Railway, die 1889 eröffnet wurde. Diese Schmalspurbahn folgte dem Lauf des Flusses Lealt bis zum Loch Cuithir, wo der Kieselgur abgebaut wurde. Ursprünglich wurde die Bahn durch Schwerkraft betrieben, später kam eine Dampflokomotive hinzu. Der grösste Teil des Kieselgurs wurde zur Herstellung von Dynamit verwendet.

Noch haben die Büsche am Felsen keine Blätter, so dass man den bemoosten Untergrund erkennen kann. Der Wasserfall ist gerade nicht beeindruckend. Warum dies eine Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye mit zwei Parkplätzen ist, ist uns etwas unklar.
Bald hat das Wasser seinen Weg zurück zum Meer beendet.

Heute sind alle früheren Wege, die von der Plattform nach unten geführt haben, gesperrt. Ein kurzer Stopp lohnt sich dennoch, vor allem wegen der Ausblicke auf die Küste.

Wanderung zum Old Man of Storr

Der Aufstieg

Die Aussichten auf der Wanderung zum Old Man of Storr gehören eindeutig zu den Highlights auf der Isle of Skye. Hier gilt einmal mehr, früh da sein lohnt sich. Und selbst dann ist die Wanderung ein Gruppenerlebnis, obwohl wir am Tag unserer Wanderung Wind mit einer Geschwindigkeit von 60-70 km/h hatten.

Isle of Skye Sehenswürdigkeit: Old Man of Storr. Die Aussicht auf die dramatische Landschaft beim Aufstieg zum Old Man of Storr mit Bergen, See und Wolken ist einzigartig.
Landschaft dramatisch schön

Der Weg zum Old Man of Storr geht stetig bergauf. Anfänglich schlängelt man sich über Serpentinen nach oben. Immer mal wieder stehenbleiben und umdrehen lohnt sich. Das Wetter ändert sich so schnell, dass die Ausblicke immer wieder anders aussehen. Von unten ist die Felsnadel des Old Man of Storr nicht erkennbar.

Isle of Skye Highlight Old Man of Storr. Aus dieser Perspektive sieht man die 40 m hohe Felsnadel vor dem Berg nur, wenn man weiss, wo sie steht. Sie verschmilzt mit dem Felsmassiv.
Welch seltener Moment, dass niemand durchs Bild läuft

Später wollen viele Treppenstufen erklommen werden. Wer wenig fotografiert, schafft die 300 Höhenmeter wahrscheinlich schneller, aber eine Stunde solltest du einrechnen. Ich war froh, schon beim Aufstieg viel fotografiert zu haben, denn auf dem Rückweg erwischte uns ein heftiger Regenschauer.

Fototipp Old Man of Storr

Am fotogensten ist der Old Man of Storr, wenn du an der Felsnadel vorbeigehst und den nächsten Hügel erklimmst. Bei dem starken Wind sind die letzten Meter gar nicht so einfach. Auf dem Hügel bist du dann den Elementen schutzlos ausgeliefert. Aber der Blick ist es wert.

Der Old Man of Storr vom Hügel dahinter gesehen - unser Fototipp, denn so liegt die Landschaft der Felsnadel zu Füssen.
Für diese Perspektive hat sich die Mühe gelohnt

Der Abstieg

Für den Rückweg kannst du hinter der Felsnadel vorbeigehen und sie etwas näher betrachten. Hier erwischt uns allerdings ein starker Regenguss und macht den Abstieg bis zum regulären Weg sehr rutschig. Auch wenn es nicht regnet, solltest du besser nicht lange zwischen den Felszacken verweilen, so reizvoll es auch sein mag. Die Gefahr von Steinschlag ist unübersehbar, allgegenwärtig.

Hinter der Felsnadel Old Man of Storr sieht man, dass das Gebiet Steinschlag gefährdet ist. Isle of Skye Highlights
Geröll rechts und links des Weges

Weiter unten fallen überall die silbern glänzenden Baumreste ins Auge. Als wir vor zehn Jahren hier waren, stand der Wald noch.

Abstieg vom Old Man of Storr, die silbernen Holzreste und Wurzeln deuten an, wo vor 10 Jahren noch ein Wald stand. - Isle of Skye Sehenswürdigkeiten
Diese grossartige Landschaft lässt uns inneren Frieden finden.

Die Mühe für den Weg nach oben zahlt sich aus. Gehörst du zu denen, die den Old Man of Storr lieber von unten betrachten, so hast du von Portree kommend die besten Ausblicke. Trotz der guten Sicht solltest du auf der einspurigen Strasse nicht anhalten, um zu fotografieren..

Unweit des Old Man of Storr auf der Isle of Skye kann man diesen hübschen Wasserfall inmitten der Wiesen entdecken.
Ohne Gummistiefel kommt man hier nicht weit

Tipp: Fährst du Richtung Portree nach der Wanderung zum Old Man of Storr weiter, gibt es eine Parkmöglichkeit vor einem Wasserfall. Du kannst das Tor öffnen und den Fluss überqueren. Allerdings war der Boden bei unserem Besuch komplett aufgeweicht, sodass wir umgekehrt sind.

Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye an der Ostküste

Portree: die kleine Hauptstadt der Insel Skye

Portree ist bunt, fröhlich und überfüllt. Aufgrund der zentralen Lage ist die Stadt ein beliebter Übernachtungsort auf der Isle of Skye bei Touristen. Vom relaxten Fischerort, den wir 2012 kennengelernt haben, ist nicht mehr viel übrig. Der alte Fischereihafen ist auch Ausgangspunkt von Schiffstouren. Parkplätze gibt es vor allem vor der eigentlichen Innenstadt. Näher dran, aber zeitlich begrenzt, ist der Parkplatz beim Eighteen Twenty an der alten Kirche, wo Fish and Chips serviert werden.

Die bunten Häuser entlang des Hafens von Portree auf der Isle of Skye sind bei dem trüben Wetter ein echter Hingucker, zumal auch noch Ebbe herrscht.
Hafen von Portree

Tipp: In Portree gibt es nicht nur den winzigen Co-op Food an der A855, sondern auch einen grossen an der A87 vor der Innenstadt. Dort gibt es auch ausreichend Parkplätze. Scheinbar drängeln sich aber alle Touristen in den Mini-Laden, wo man kaum aneinander vorbeikommt und der mit dem Nachfüllen der Regale gar nicht so schnell nachkommen kann, wie sie leergekauft werden. Weitere gute Einkaufsmöglichkeiten gibt es im gut sortierten Supermarkt neben der Tankstelle in Broadford. Die Tankstelle in Broadford hatte bessere Preise für Diesel als die Tankstellen auf dem Festland.

Die Sligachan Old Bridge

Da, wo die A87 nach Portree eine scharfe Rechtskurve macht und die A863 Richtung Dunvegan abbiegt, steht eine Steinbrücke von 1820 über dem Sligachan River. Die Sligachan Old Bridge gilt als eine der stimmungsvollsten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye. Neben der Strasse sticht vor allem ein grosses Hotel ins Auge.

Die Brücke mit den Cuillin im Hintergrund ist ein schönes Fotomotiv. Und obwohl wir auf unseren Wegen kreuz und quer über die Insel mehrfach daran vorbeigefahren sind, haben wir die Berge nie gesehen. Am Abreisetag, hat sich jedoch alles gefügt. Wir waren kurz nach 8.00 Uhr bei der Brücke und ausser einem weiteren Fotografen war niemand unterwegs.

Isle of Skye Sehenswürdigkeiten: Old Sligachan Bridge mit den Cuillins im Hintergrund vor blauem Himmel.
Manchmal hat man auch Glück mit dem Wetter

Die Sligachan Old Bridge ist für Fussgänger begehbar. Hier kannst du auch zu einer Tageswanderung zum Sligachan Wasserfall aufbrechen. Für uns kommt dies am Abreisetag jedoch nicht mehr infrage.

Die Cuillins vor blauem Himmel aus dem Fluss heraus aufgenommen. Isle of Skye bei der Old Sligachan Bridge
Am Abreisetag haben wir keine Zeit mehr zum Wandern

Vor mehr als 130 Jahren begannen zwei Männer ein jahrelanges Abenteuer, um die berühmten Black Cuillin von Skye zu entdecken, zu besteigen und zu kartieren. Im späten 19. Jahrhundert tat sich der Chemiker Prof. Norman Collie mit dem aus Skye stammenden Bergführer John Mackenzie zusammen, um die Cuillin zu erkunden. Mackenzie, der in der kleinen Siedlung Sconser geboren wurde, hatte den Sgurr nan Gillean zum ersten Mal bestiegen, als er gerade 10 Jahre alt war. Beiden Männern wurde hier ein Denkmal gesetzt.

Zwei Männer in Tweethosen und Mütze blicken den Gipfeln der Cuillin entgegen. Ein schönes Denkmal.
Die Skulptur repräsentiert den Alpinismus in Vergangenheit und Gegenwart

Weitere Orte an der Ostküste

Wenn du von Portree kommend das Loch Sligachan passiert hast und in Richtung Sconser fährst, siehst du die Hinweisschilder auf die Fähre nach Raasay. Dieser Abschnitt der Ostküste gehört nicht zu den grossen Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye, bietet aber einen spannenden Abstecher. Die Isle of Raasay muss eins der unglaublichsten Ökosysteme Schottlands beherbergen. Wir haben es leider nicht geschafft, überzusetzen, obwohl Jörg sehr neugierig auf die dortige Gin- und Whisky-Destillerie war. In den Pubs auf der Isle of Skye konntest du den Raasay While we wait Whisky probieren. Wie der Name es sagt: Während der Malt auf der Isle of Raasay reift, gab es diese Abfüllung.

Nachtrag: Inzwischen kann man den Whisky der Isle of Raasay in gut sortierten Whisky Geschäften kaufen. Es sind diese kleinen Geschichten, die die Faszination Whisky ausmachen.

Am nächsten Loch, dem Loch Ainort gibt es auf der Landseite direkt in der Kurve einen schönen Wasserfall, der nach Regen recht ordentlich aussieht. Er ist kein grosses Highlight der Isle of Skye, aber ein kurzer Fotostopp lohnt sich. Etwas oberhalb auf der Meeresseite gibt es einen Parkplatz.

Broadford ist der zweitgrösste Ort der Insel. Das Ortsbild entlang der 2 Kilometer langen Hauptstrasse ist nicht spektakulär. Tankstelle und Supermarkt waren aber jeweils willkommene Stopps.

Highlights im Nordwesten der Isle of Skye

Dunvegan Castle

Wir haben das Schloss und seine Gartenanlagen bereits 2012 besucht. Allein schon wegen der Legende um die Feenfahne wollten wir diese Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye damals sehen und haben viel über die Geschichte der MacLeods erfahren. Insofern verspürten wir kein Bedürfnis, das Schloss ein weiteres Mal zu besichtigen. Zumal der Parkplatz am Schloss vor lauter Autos überquoll, was wohl dem Regen geschuldet war. Statt das Innere des Schlosses zu besichtigen, laufen wir ein wenig durch die Gartenanlage. Wobei das Regenwetter dafür auch nicht ideal ist.

Das Dunvegan Schloss ist die Sehenswürdigkeit im Nordwesten der Isle of Skye. Im Bild der Eingang mit Rundtürmen, eckigen Türmen und Zinnen.
Eingang ins Dunvegan Schloss

Die Feenfahne ist der wichtigste Schatz der MacLeods, die hier seit über 800 Jahren ihren Stammsitz haben. Doch was hat es mit diesem verblichenem Stück Stoff auf sich? Der Legende nach verliebte sich einst ein MacLeod unsterblich in eine junge Frau. Doch diese Frau war keine normale Frau, sondern eine Feenprinzessin. Ihr Vater stimmte einer Ehe für ein Jahr zu. Kurz vor Ablauf des Jahres gebar die Feenprinzessin einen Erben.

Ihr Mann musste ihr beim Abschied versprechen, dafür zu sorgen, dass sein Sohn niemals allein wäre und weinte, denn das würde die junge Mutter nicht aushalten. Da der MacLeod nach dem Verlust seiner Frau sehr traurig war, gaben die Clanmitglieder ein Fest, um ihn aufzuheitern.

Als der Kleine schlief, schlich sich sein Kindermädchen zum Fest. Und so kam es, dass das Kind aufwachte, allein war und weinte. Das Kindermädchen fand eine Frau, die sich über die Wiege beugte und den Kleinen tröstete, als sie zurückkehrte. Nachdem die Mutter ihn in ein Tuch gewickelt hatte, verschwand sie wieder.

Später, als der Junge reden konnte, erzählte er seinem Vater von jener Nacht. Das Tuch konnte dreimal verwendet werden, wenn die MacLeods in Gefahr waren. Im Laufe der Zeit wurde das Tuch in eine Fahne umgedeutet. Zweimal hat die Fahne schon die MacLeods vor grossem Schaden und Leid bewahrt. Bis heute zählt die Feenfahne zu den kuriosesten Highlights der Isle of Skye.

Das Dunvegan Schloss vom Wasser aus gesehen. So wirkt es noch mehr wie eine mittelalterliche Burg.
Wie eine grosse mittelalterliche Burg sieht das Dunvegan Schloss vom Wasser gesehen aus.

Coral Beach Claigan

Wir folgen der Strasse am Dunvegan Schloss weiter. Die Single Track Road endet nach einigen Kilometern am Coral Beach, den wir in schöner Erinnerung haben. Wir hatten den Strand bei unserem letzten Besuch auf der Isle of Skye bei herrlichem Sonnenschein gesehen und tolle Erinnerungen an diesen Abstecher.

Unsere Hoffnung, dass der Regen auf dem Weg zu diesem Highlight auf der Isle of Skye weniger werden würde, wurde jedoch enttäuscht. Die Wettervorhersage hatte sich geirrt. In den 20 Minuten Wanderzeit, die man braucht, um vom Parkplatz zum Strand zu laufen, nahm die Intensität des Regens noch zu.

Der Coral Beach ist eines Highlights auf der Isle of Skye 2012 für uns gewesen. Jetzt bei Regenwetter leuchtet zwar der Strand in der Ferne, aber alles andere geht im Grau ein wenig unter. Es herrscht Ebbe.
Coral Beach bei Regenwetter

Der Unterschied zwischen Regenwetter und schönem Wetter ist dramatisch.

Der Strand besteht nicht aus Sand, sondern vielen kleinen zerbrochenen und rundgeschliffenen Korallenteilen. Auf der anderen Seite des Hügels gibt es noch einen weiteren Strand. Wir jedoch begnügen uns auf dieser Regenwanderung mit einem kurzen Blick.

Der Korallenstrand auf Skye ist bei schönem Wetter ein absolutes Highlight.
Korallenstrand

Neist Point

Ein krönender Abschluss jedes Besuchs der Isle of Skye ist ein Sonnenuntergang am westlichsten Punkt der Insel. Obwohl wir bei unserem Besuch der Isle of Skye dieses Mal nicht von der Sonne verwöhnt wurden, kam sie am Abend nach dem ersten Versuch, Armadale Castle zu besuchen und der Fahrt zum Elgol Beach im Regen noch heraus. So kam es, dass wir relativ spontan von unserem Cottage auf Waternish noch einmal zu diesem Highlight auf der Isle of Skye aufbrachen, um am westlichsten Punkt der Insel einen Sonnenuntergang zu erleben. Neist Point gehört mit oder ohne Sonnenuntergang zu den eindrücklichen Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye.

Bereits auf dem Weg zum Neist Point taucht die Sonne die Bucht in dramatisches Licht, als sie gebündelt durch die Wolken schaut.
Für einen spektakulären Sonnenuntergang braucht es Wolken am Himmel.

Wir waren nicht die einzigen und auch nicht die letzten, die es gerade so noch zum Sonnenuntergang schafften. Den von den Brüdern Stevenson 1909 erbauten Leuchtturm hatten wir bereits 2012 bei Tage besucht. Die Landzunge mit ihren steil abfallenden Klippen streckt sich den Äusseren Hebriden entgegen.

Die Klippen werden angeleuchtet, sodass sie im Licht der untergehenden Sonne rot schimmern. Der weisse Leuchtturm steht wie eh und je. Von den Äusseren Hebriden ist heute nichts zu sehen.
Die Stimmung am Abend nach einem Tag im Regen ist einfach nur genial.

Deshalb nehmen wir jetzt den rechten Weg vom Parkplatz und steigen direkt zum Moor des Stiers auf. Wer Gummistiefel hat, möge sie anziehen. Wir hüpfen mit unseren Wanderschuhen an den besonders matschigen Stellen von Stein zu Stein und von Grasbüschel zu Grasbüschel, bis wir eine schöne Stelle gefunden haben, um das Stativ aufzubauen.

Die Sonne schaut halb aus den Wolken hervor und beleuchtet diese von unten. Alles ist in das orange Licht getaucht. Ein solcher Sonnenuntergang ist wirklich ein absolutes Highlight auf der Isle of Skye.
Ein Sonnenuntergang zum Geniessen.

Es geht unglaublich schnell, dass die Sonne verschwindet. Doch es lohnt sich, an einem wolkigen Tag noch ein wenig abzuwarten.

Die Sonne ist hinter einem Berg auf den Äusseren Hebriden verschwunden und färbt den Horizont golden. Die Wolkendecke, die über uns zieht, wird von Orangetönen unterbrochen.
Dieser Sonnenuntergang ist magisch

Tipp: Bist du mit Wohnmobil oder Zelt unterwegs, kannst du am Neist Point übernachten und musst dich nicht auf den langen Heimweg in der Dunkelheit machen. Auch sonst lohnt es sich, früh da zu sein. So kannst du erst in Ruhe die Wanderung zum Leuchtturm unternehmen und anschliessend einen schönen Platz für den Sonnenuntergang suchen. Perfekt wird der Ausflug mit einem Picknick im Gepäck.

Als wir die Waternish Halbinsel erreichen, bietet sich uns von oben dieser spektakuläre Ausblick.

Schon wieder auf der Waternish Halbinsel angekommen, endet die blaue Stunde fast. An Land ist alles dunkel, bis auf vereinzelte Lichter. Das Wasser jedoch wird noch vom rosa Horizont angeleuchtet. Die Oberfläche ist spiegelglatt.
Im letzten Licht des Tages erreichen wir die Waternish Halbinsel wieder

Eigentlich hätten wir den Sonnenuntergang auch vom Garten vor unserem Cottage auf der Waternish Halbinsel beobachten können. Aber so war es auch schön.

Weitere Highlights im Nordwesten

In der Umgebung von Carbost liegen die Talisker Destillerie und die Talisker Bay.
Die Talisker Bay ist nicht an der Destillerie zu finden. Die Bay erreichst du, wenn du dich an der Kreuzung vor der Ortseinfahrt nach Carbost links hältst. Wir waren bei einem früheren Besuch dort.

Der markante Felsen an der Talisker Bay steht bei Flut komplett im Wasser. Jetzt spiegelt sich der Himmel im nassen Strand.
Die Talisker Bay

Was wir jedoch wieder nicht geschafft haben, ist die Wanderung zu den Fairy Pools. Die Strasse zum Parkplatz biegt vor Carbost bei Merkadale von der B8009 ab.

Sehenswürdigkeiten im Süden der Isle of Skye

Armadale Castle

Armadale Castle gehört zu den Sehenswürdigkeiten auf der Isle of Skye, die wir zum zweiten Mal besuchen, weil uns der Park in so toller Erinnerung geblieben ist. Allerdings mussten wir feststellen, dass die Vegetation deutlich zurück war gegenüber unserem ersten Besuch. Eigentlich wollten wir ein Foto der Mädchen mit abgefallenen Rhododendron Blüten im Haar nachstellen. Obwohl wir jetzt nur 3 Wochen früher im Park von Armadale Castle sind, war noch nicht mal die Farbe des Rhododendrons zu erkennen.

Ausserdem hatte ich mich auf die Teppiche der blauen Glockenblumen gefreut. Um dir zu zeigen, was ich meine, greife ich deshalb auf die Bilder von 2012 zurück, denn von den Glockenblumen waren noch nicht einmal Blütenansätze zu sehen.

Ein Teppich von blaue Blüten der Hasenglöckchen zieht sich durch den Park. Ein gelber Rhododendron und das frische Grün der Blätter setzten weitere Farbakzente. So haben wir Armadale Castle als besondere Sehenswürdigkeit auf der Isle of Skye bei unserem ersten Besuch erlebt.
Diese Pracht hatten wir vor Augen

Auch sonst hat sich einiges geändert. Die Schlossruine ist jetzt weiträumig abgesperrt. Ich kann nicht genau sagen, ob es an der Vegetation oder an den Absperrungen liegt, aber 2012 haben wir Armadale Castle deutlich romantischer in Erinnerung gehabt. Trotzdem gehört der weitläufige Park für viele Besucher zu den ruhigeren Sehenswürdigkeiten im Süden der Isle of Skye.

Isle of Skye Sehenswürdigkeiten im Süden - Armadale Castle. Hier eine Aufnahme der urigen Schlossruine.
Armadale Castle

Wir besuchen Armadale Castle, bevor wir auf die Fähre nach Mallaig gehen, um anschliessend den Harry Potter Zug über das Glenfinnan Viadukt fahren zu sehen und eine der schottischen Traumstrassen zu fahren.

Tipp: Auf dem Weg zu Armadale Castle kommst du an einer weiteren Destillerie vorbei. Jörg hat sich den Besuch der Torabhaig Destillerie für einen anderen Besuch der Isle of Skye vorgemerkt. Auch diese Destillerie ist noch jung und wartet auf die Reife der ersten Destillate, bis sie nach frühestens 3 Jahren als Whisky verkauft werden können.

Kylerhea: Otter beobachten

Da es nach unserer Wanderung zum Old Man of Storr nur im Süden der Isle of Skye trocken bleiben soll, beschliessen wir, uns auf die Suche nach dem Seeotter oder Black Beast zu begeben. Das Otter-Versteck bei Kylerhea ist ein ausgezeichneter Ort, um Tiere zu beobachten und gehört zu den weniger bekannten Sehenswürdigkeiten auf der Isle of Skye.

Allein die Fahrt ist ein Erlebnis. Von Portree auf der A87 kommend zweigt kurz hinter Ashaig eine Single Track Road zur Fähre Kylerhea – Glenelg ab. Die Fähre fährt von Ostern bis Oktober nach Bedarf. Die Strasse nach Kylerhea mäandert wild durch die Landschaft und führt dich auf manche Hügelspitze, ohne dass du siehst, ob die Strasse irgendwo weitergeht.

Tipp: Meide die Zeit des Feierabends, denn dann ist auf der Strasse ordentlich Verkehr.

Eine schmale Strasse führt durch eine Karstlandschaft mit braunem Gras und vielen Felsen nach Kylerhea im Süden der Isle of Skye.
Auf dem Weg nach Kylerhea

Bevor du dein Ziel nach ungefähr 10 Kilometern erreichst, führt die Strasse steil abwärts zur Meerenge von Kyle, wo es nur sehr wenige Ausweichmöglichkeiten gibt.

Blick von der Isle of Skye auf die Meerenge von Kyle mit türkisblauem Wasser und den hohen Bergen der Highlands auf dem schottischen Festland dahinter.
Meerenge von Kyle

Noch vor dem Ort biegt links ein ausgeschilderter Weg zum Parkplatz ab. Von da führt ein hübscher Weg mit tollen Ausblicken auf die Meerenge und das Festland zum Otter Versteck. Auf der Hälfte des Wegs gibt es sogar eine Toilette.

Eine Bank lädt ein, zu verweilen und den Blick von der Isle of Skye über die Meerenge von Kyle mit türkisblauem Wasser schweifen zu lassen. Mit Glück kann man hier Delfine beobachten.
Bei Ebbe und Flut strömt das Wasser hier mit fast 13 km/h durch den engen Sund und erzeugt Strudel und Wellen.

Der Seeotter braucht Frischwasser zur Reinigung seines Fells, deshalb solltest du immer bei Flussmündungen in Meeresbuchten nach Ottern Ausschau halten. Auch hier beim Otter-Versteck mündet ein Bächlein ins Meer. Das Otter-Versteck ist eine verglaste Schutzhütte, von wo aus du geschützt vom Wetter das Ufer beobachten kannst und viele Informationen über die Tiere bekommst.

Der schmale Sund von Kyle mit türkisblauem Wasser führt den Blick in die Weite zu den Bergen im Hintergrund. Ein weisser Leuchtturm, die braune Uferlinie, ein Schiff - alles ist zu sehen, nur kein Otter.
Warten auf den Otter

Und das sind neben Ottern und Wasservögeln auch Robben, Wale und Delfine. Wir jedoch haben kein Glück. Niemand lässt sich blicken. Dennoch begeistert uns dieser Ausflug und kommt wie die Fairy Glens auf die Liste unserer Highlights auf der Isle of Skye.

Hinweis: Kylerhea ist zudem eine Dark Sky Discovery Site und damit ein guter Ort, um bei klarem Himmel Sterne zu beobachten.

Fahrt nach Elgol

Folgst du in Broadford der B8083 kommst du am Ende der Strasse nach Elgol. Dir muss klar sein, dass der Weg das Ziel ist. Unterwegs wartet die Ruine der Church of Kilchrist darauf, besucht zu werden.

Isle of Skye Sehenswürdigkeiten: Church of Kilchrist. Die Kirche ist eine Ruine. Mit dem Friedhof mit den schiefen Grabsteinen ist dies ein spezieller Ort.
Church of Kilchrist
Ausblick vom Friedhof der Church of Kilchrist über die Landschaft mit Lochs und Glens. Bei besserem Wetter muss der Ausblick noch atemberaubender sein.
atemberaubend

Bevor du Loch Slapin umrundest, kannst du am Ufer hinter Torrin nach Seeottern und Seevögeln Ausschau halten. Wir sehen den Seeotter nur einen kurzen Moment, bevor er sich von zwei Autos zu sehr beobachtet fühlt und verschwindet. Auch brüten hier die Kiebitze. Du siehst sie, wenn du den lauten Rufen mit dem Teleobjektiv oder Fernglas folgst.

In Elgol kannst du verschiedene Bootstouren buchen oder vorher im Internet reservieren. Schau dir dort vorher an, wie toll die Bergwelt bei guter Sicht aussehen kann. Der Hafen besteht aus ein paar Containern, in welchen die Touranbieter residieren. Unter anderem werden Bootstouren zum Loch Coruisk angeboten. Parkplätze gibt es oberhalb und direkt unten am Hafen. Elgol gilt als Ausgangspunkt für Touren zu einer der eindrücklichsten Landschaften der Isle of Skye.

Ein Speedboot testet bei hoher Geschwindigkeit und vielen Kurven, ob die Passagiere sich wirklich festhalten, bevor es ausser Sicht verschwindet.
Speedboot fahren ist eine eigene Erfahrung

Wir sind erstaunt, dass doch einige Leute den Weg nach Elgol bei diesem typisch schottischen Wetter gefunden haben. Das Speedboot, welches wir von oben sehen, dreht ein paar schnelle Runden bevor es ausser Sichtweite verschwindet. Ein weiteres Boot sticht wenig später in See. Die Bergwelt liegt weiterhin in den Wolken.

Der Strand am Hafen von Elgol besteht aus unzähligen Steinen und wäre eher unspektakulär, wenn es da nicht den Wabenfelsen geben würde. Aus der Nähe betrachtet, sind die Strukturen erstaunlich.

Der Wabenfelsen besteht aus vielen übereinanderliegenden Steinschichten. Die Wellen haben im unteren Teil mithilfe von Steinen lauter löchrige Muster in den Fels gewaschen.
Erst aus der Nähe sieht man die Löcher im Felsen
Die Anordnung der Löcher im Felsen erinnert an Honigwaben.
Dieser Wabenfelsen ist wirklich interessant

Während wir uns noch nach einem Kaffee umschauen, reissen die Wolken etwas auf und die gegenüberliegenden Berge kommen zum Vorschein.

Isle of Skye - der Nebel lichtet sich in Elgol und gibt einen kurzen Blick auf die gegenüberliegende Bergwelt frei.
Bei Sonnenschein sicher traumhaft schön.

Weitere Inseln im Westen Schottlands

Wenn dich die Isle of Skye begeistert hat, lohnt sich ein Blick auf weitere Inseln im Westen Schottlands. Die Isle of Arran gilt als Schottland im Hosentaschenformat und vereint auf kleinem Raum alles, was Schottland ausmacht.

Die Isle of Mull ist die zweitgrösste Insel der Inneren Hebriden und sagenhaft grün. Sie ist ein landschaftliches Highlight und Tierparadies. Iona ist nur eine kurze Fährfahrt von Mull entfernt. Von Mull aus kann man auch einfach die Inseln Staffa und Lunga besuchen. Die Isle of Islay dagegen ist als Whiskyinsel bekannt und wird im Frühling und Herbst zu einem Paradies für Ornithologen.

Anders eindrücklich sind die Äusseren Hebriden. Ungeschützt den Winden des Atlantiks ausgesetzt und rund 60 Kilometer vom schottischen Festland entfernt, sind sie abgeschieden und ursprünglich. Sie sind so etwas wie Schottland für Fortgeschrittene. Beim Inselhüpfen von Barra bis Berneray und weiter nach Lewis und Harris erlebst du weisse Strände, alte Siedlungsspuren und viel Raum für Stille. In meinen Beiträgen findest du Eindrücke und praktische Tipps für deine Reise zu diesen Inseln.

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