Von Edinburgh zur Isle of Skye mit Stopp am Blair und Eilean Donan Castle

Schottland berührt die Seele. In den einsamen Landschaften, wo Berge den Himmel und das Meer berühren, erklingt eine Saite in uns. Der Frieden, der von grasenden Schafen mit ihren Lämmern auf sanften grünen Hügeln ausgeht, überträgt sich. Die Farben von grünem Gras, gelbem Stechginster und manchmal blauem Himmel oder blauem Meer und dem immer wehenden Wind lässt uns in uns selbst ankommen. Diese wilde, ursprüngliche Landschaft mit nichts als Bergen, Tälern, sehr viel Wasser und zerklüfteten Küsten finden wir auf dieser Reise unter anderem auf der Isle of Skye. Dieses Mal nehmen wir uns Zeit für die Insel und verbringen hier fünf Nächte. Die Fahrt von Edinburgh zu unserem Cottage auf der Isle of Skye von reichlich 400 km unterbrechen wir am Blair Castle in Blair Atholl bei Pitlochry und am Eilean Donan Castle.

Auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye zeigt sich, dass im Licht der durch die Wolken dringenden Sonne Schottland auch mystisch wirkt. Schneebedeckte Berge, ein bedrohlicher Himmel, ein See, an dessen oberen Ende ein Lichtstrahl das Wasser zum Glitzern bringt und die Silhouetten von zwei Bäumen am Seeufer.
Auf der Fahrt durchs Hochland zur Isle of Skye erleben wir eher das mystische Schottland.

Die Wolken und das Licht ändern sich alle paar Minuten, aber auch das macht den Reiz von Schottland aus. Auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye hatten wir viele Wolken, aber auch einen kurzen Moment blauen Himmel.

In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie wir Blair Castle erlebt haben. Ich gebe dir Hinweise, was du sonst noch so in der Gegend von Pitlochry unternehmen könntest. Auch nehme ich dich mit auf die Fahrt und berichte dir, was uns an Änderungen in Schottland auffällt. Drei Jahre ist es her, dass wir in Schottland waren und noch länger, dass wir zuletzt in den Highlands waren. Wir hatten solche Sehnsucht. Auf dieser Reise haben wir Altbekanntes, aber auch viel Neues entdeckt.

Blair Castle, welches wir auf der Fahrt von Edinburgh zur Isle of Skye besuchen, erinnert nur noch entfernt an eine Burg mit seinen Zinnen auf den eckigen Türmen. Die runden Türme geben dem ganzen Ensemble einen verspielten Eindruck. Das setzt sich im Kleinen der Wirtschafts- und Übernachtungsgebäude fort.
Blair Castle, unser erstes Ziel auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye

Um von Edinburgh auf die Isle of Skye zu gelangen, hast du mehrere Möglichkeiten. Welche du wählst, hängt ein wenig davon ab, ob du die Isle of Skye über die Skye Bridge oder mit der Fähre von Mallaig nach Armadale erreichen willst. Wir nehmen auf dem Hinweg die Brücke und auf dem Rückweg die Fähre. Da wir Edinburgh erst vor drei Jahren anlässlich des Military Tattoos besucht haben, lassen wir es links liegen.

Blair Castle – eine wunderbare Unterbrechung auf unserem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye

Fahrt zu Blair Castle

Obwohl unser Flieger noch vor 8.00 Uhr in Edinburgh landet, dauert es überraschend lange, bis wir unseren Mietwagen bekommen. Da sich die Mietwagenpreise seit unserer letzten Reise vervierfacht haben, nehmen wir dieses Mal einen Vermieter, zu dem man mit einem Shuttlebus fahren muss. Nur dauert es fast 30 Minuten, bis nach Anruf der Shuttlebus erscheint. Entsprechend voll ist es dann im Bus und beim Vermieter. Aber wir haben Urlaub und vom Vermieter geht es schnell auf die Autobahn. Die Strassen sind recht leer als wir uns endlich in Edinburgh auf den langen Weg zu unserem Quartier auf der Isle of Skye machen.

Als Erstes stoppen wir in Pitlochry, damit unsere verhungernden Töchter etwas zu essen und wir einen aufmunternden Kaffee bekommen. In den letzten 10 Jahren hat sich der Ort gewaltig verändert. Ein Café und Restaurant am anderen. Outdoor-Läden sind wie Pilze aus dem Boden geschossen. Wir haben das Gefühl, der Ort wäre total überfüllt, aber die Dame vom Visitor Center, vor dem wir parken, erklärt uns, dass derzeit nur ein Viertel der üblichen Besucher da wäre.

Eine Tafel steht vor Robertson's, dem Whisky Geschäft. Mit Kreide steht darauf: Whisky - now cheaper than fuel ... Drink don't drive. Daran können wir uns natürlich nicht halten, denn wir sind auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye und machen nur einen kurzen Stopp in Pitlochry.

Das wollen wir uns gar nicht vorstellen, während wir jetzt schon Slalom um die flanierenden Gäste laufen. Den Whisky-Laden gibt es noch: Er wirbt mit den Worten, dass Whisky inzwischen billiger als Benzin wäre. Die versteckte Bäckerei ist an diesem Karfreitag schon fast leer gekauft. Allerdings sind die Geschäftsöffnungszeiten in Schottland an Ostern normal. So können wir den Einkauf für das Leben im Cottage auf der Isle of Skye auf später verschieben und erst einmal weiter nach Blair Atholl zum Blair Castle fahren.

Hier ist glücklicherweise kaum etwas los.

Hinweis: Die Schreibweise von Atholl variiert. Da in den Prospekten und auf google maps immer zwei «l», ausser bei der Destillerie verwendet werden, halten wir es auch so.

Magie im Wald von Blair Castle

Das Ticket Office an der Zufahrt hat Computer-Probleme, sodass wir zuerst unsere Tickets im Schloss kaufen. Auch wenn auf der Website von Blair Castle steht, dass die Tickets online gekauft werden sollen, war es kein Problem, sie vor Ort zu kaufen. Da wir beim Schlossrundgang die Rucksäcke einschliessen lassen sollten, nutzen wir das Angebot, auch wenn wir zuerst die Wolkenlücke nutzen und den uralten Wald aufsuchen, in welchem die Feen wohnen. Das Rauschen, wenn der Wind durch die Bäume fährt, ist ein Wispern und erzählt von vergangenen Zeiten.

Die bemoosten Füsse des Baumes bilden einen starken Kontrast zum Nadelboden. Am Stamm hängt eine Feentür in Pilzform. Der magische Wald ist das erste Highlight auf unserer Fahrt von Edinburgh zur Isle of Skye.
Ein Baum mit grünen Füssen.

Ich weiss nicht, wie es dir geht, aber mich erfüllt es immer ein wenig mit Ehrfurcht, wenn ich diesen uralten Baumriesen gegenüberstehe. In diesem magischen Wald hatten sie Platz und Licht, um gerade in die Höhe zu wachsen.

In Diana’s Grove, einem zwei Hektar grossen Wald, wohnen die Feen zwischen den alten Bäumen. Und damit der Mensch von heute sich das besser vorstellen kann, sind an manchen Bäumen Türen wie anderswo Nistkästen angebracht. Es macht Gross und Klein Spass, die Türen zu suchen.

Hier wachsen einige der höchsten Nadelbäume Schottlands. Während wir uns von der Magie des Waldes einfangen lassen, läuft die Zeit scheinbar schneller. So überqueren wir dann eine der beiden Brücken aus dem 18. Jahrhundert und begeben uns auf den Rückweg. Aber vorher folgen wir noch dem Weg zur Kirchenruine aus dem 12. Jahrhundert. Alte schottische Friedhöfe strahlen einen ganz besonderen Charme aus.

In schwarz-weiss kommt die Stimmung dieses Bildes noch besser zum Ausdruck. Man sieht einen Teil der Kirchenruine und verwitterte Grabsteine. Eine Birke noch ohne Blätter neigt sich zur Kirche. Die alte Kirche mit Friedhof auf dem Gelände von Blair Castle wirkt mystisch.
Schwarz-weiss wirkt das Bild noch stärker.

Anschliessend werfen wir noch einen Blick auf das Rotwildgehege, aber das Rudel hat sich weit nach hinten verzogen. Danach besichtigen wir erst einmal das Schloss.

Zwei alte Baumstämme liegen markant im Vordergrund auf dem grünen Gras. Die Herde von Blair Castle befindet sich weit hinten, vor einem Mischwald. Das Gelände ist wellig und vermittelt Weite.
Die Herde liegt jetzt weit hinten.

Blair Castle und die Atholl Familie – mehr als 700 Jahre Geschichte

Die Atholl Highlanders

Blair Castle ist dir wahrscheinlich ein Begriff wegen der Atholl Highlanders, der einzigen verbliebenen Privatarmee Europas. Queen Victoria war von der Gastfreundschaft des 6. Duke of Atholl und der Garde bei ihren beiden Besuchen so begeistert, dass sie ihnen offiziellen Status verlieh. Ausserdem verliebte sie sich in die schottischen Highlands während ihres langen Aufenthalts auf Blair Castle 1844. So kaufte sie mit ihrem Mann, Prinz Albert, das Balmoral Estate nordöstlich von Blair Castle in den Grampian Mountains.

Auf der Parade der Atholl Highlanders am 3. September 1845 erhielten diese ihre königlichen Farben. 1846 wurde entschieden, die Parade jährlich zum gleichen Zeitpunkt abzuhalten. Diese Tradition schlief mit dem Tod des 7. Dukes of Atholl ein und wurde 1966 unter dem 10. Duke of Atholl erneut eingeführt.

Tipp: 2022 findet die Parade am 28. Mai statt. Am 29. Mai eröffnen die Atholl Highlanders die Highland Games. Alle Events für 2022 findest du auf der Website.

Blair Castle

Das Schloss ist der offizielle Wohnsitz des Murray-Clans. Der Anführer trägt den Titel des Duke of Atholl. Allerdings übergab der 10. Duke of Atholl als letzter Nachkomme in direkter Linie die Verwaltung an einen Trust. Der 11. Duke of Atholl lebt in Südafrika. Normalerweise kommt er anlässlich der Parade, um die Atholl Highlanders zu begutachten.

Blair Castle, welches wir auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye besuchen, liegt malerisch umgeben von sanften Hügeln.
Eingebettet in die Ausläufer des Cairngorms Nationalparks liegt Blair Castle sehr malerisch.

Blair Castle wurde im 13. Jahrhundert erbaut und im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder umgebaut. Die mittelalterliche, georgianische und viktorianische Bauetappen können heute noch unterschieden werden. Als Letztes wurden die neuen Besuchereinrichtungen angebaut.

Folgt man der Lebensgeschichte der Bewohner von Blair Castle, dem Clan der Stuarts und Murrays, lernt man viel über die schottische Geschichte. Sie überstanden selbst die Zeiten als Royalisten und Jakobiter sich innerhalb der Familie feindlich gegenüber standen.

Die Gemälde, Möbel und anderen Gegenstände in den Räumen von Blair Castle spiegeln das Leben, die Geschichte und die Interessen der Dukes of Atholl wider.

Der Besuch von Blair Castle ist sehr familienfreundlich. Für Kinder gibt es eine Suche, die sie aufmerksam die Räume betrachten lassen. Am Ende wartet ein nettes Erinnerungsgeschenk auf die erfolgreichen Sucher.

Der Herkules Garten von Blair Castle

Da es nach unserem Schlossbesuch noch nicht regnet, werfen wir noch einen schnellen Blick auf den Herkules Garten. Dies ist ein grosser Garten, der von einer schützenden Mauer umgeben ist. Eine Herkules Statue, die den Garten überblicken könnte, gab ihm seinen Namen. Dieser Garten mit seinem Teich, der chinesischen Brücke, den Obstbäumen und Skulpturenweg wurde zwischen 1747 und 1760 angelegt.

Der Herkules von Blair Castle steht nackt auf einem Sockel und betrachtet einen Fisch. Wir werfen nur einen kurzen Blick auf die Statue auf unserem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye.
Der Namensgeber des Gartens steht ausserhalb der Ummauerung
In der Mauer sind Vertiefungen für die Skulpturen im Herkules Garten von Blair Castle eingelassen. Die hohen Bäume hinter der Mauer spiegeln sich im Teich. Die von Buchs gefassten Beete sind noch leer.
Jetzt, so ohne Farbtupfer, wirkt der Garten etwas traurig.

1730 begann der 2. Duke of Atholl das Farmland rund um das Schloss in Parkland zu verwandeln. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Garten entsprechend dem Zeitgeschmack. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Garten als Gärtnerei verpachtet. Doch das Land eignete sich nicht für maschinelle Bearbeitung. So wurde der Garten zum Anbau von Weihnachtsbäumen genutzt. Erst nach einem Landschaftsgutachten wurde die Bedeutung des Gartens 1989 wiederentdeckt, woraufhin die Restauration des Gartens begann.

Im Bild der grosse Teich des Herkules Gartens von Blair Castle mit Vogelhaus und beidseits des Teiches im hügeligen Bereich mit Obstbäumen. Sehr markant steht ein oranger Rettungsring am Anfang des Teiches.
Die beiden Teiche im Herkules Garten dienen der Entwässerung des Geländes.
Ein Schwan kommt eilig angeschwommen. Vielleicht haben andere Besucher Futter für ihn dabei. Jedenfalls spiegelt er sich wunderbar im Wasser.
Ein Bewohner des Schwanenhauses begrüsst uns.

Im Moment kann der Garten seine Pracht noch nicht ausspielen, da die Pflanzen der Rabatten noch fehlen oder noch nicht blühen. Mit etwas Fantasie kann ich mir aber gut vorstellen, wie schön es hier in ein paar Wochen aussehen wird.

Die chinesische Brücke im Herkules Garten wirkt mit ihrer grün-roten Farbgebung etwas fehl am Platz.
Warum im Herkules Garten eine chinesische Brücke steht, hat sich uns nicht ganz erschlossen. Sie wirkt wie ein Fremdkörper auf uns.

Wir müssen uns jedoch langsam sputen. Haben wir doch gerade erst ein Drittel der Strecke von Edinburgh zu unserem Cottage auf der Isle of Skye absolviert.

Besuchstipps für Pitlochry und Umgebung

Solltest du in Pitlochry einen Stopp mit Übernachtung einlegen, so empfehlen wir dir eine sehr schöne kurze Rundwanderung zur Edradour Distillery. Wenn du Glück hast, kannst du deine Wanderung mit einer Führung durch die kleinste Distillery Schottlands unterbrechen. Die Wanderung führt vom Zentrum Pitlochrys vorbei an der Blair Athol Distillery auf dem Black Spout Wasserfall Weg zur Edradour Distillery.

Ein schöner Spaziergang in Pitlochry ist der Weg zur Fisch-Leiter an der Pitlochry Power Station. Leider ist bei unserem Besuch damals kein Lachs gesprungen.

Neben der Pitlochry Dam Power Station befindet sich ausserhalb des Bildes die Fischtreppe für die Lachswanderung. Unterhalb stehen Angler im Fluss.
Die Fischleiter befindet sich neben der Dam Power Station

Ebenfalls sehr sehenswert ist der «Plant Explorers Garden». Im Jahr 2000 wurde das Gelände direkt hinter dem Festspielhaus von Pitlochry genutzt, um ihn anzulegen. Es wurden getrennte Bereiche geschaffen, um verschiedene Pflanzensammler des letzten und des beginnenden Jahrhunderts zu würdigen. Sie reichen von Amerika bis Asien. Ich werde ihn nie vergessen, habe ich doch dort zum ersten Mal die blaue Mohnblume gesehen.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit etwas ausserhalb von Pitlochry ist die Queen’s View über Loch Tummel. Solltest du in Pitlochry übernachten und einen sonnigen Tag erwischen, lohnt sich ein Besuch vor Sonnenuntergang.

Queen's View bietet einen Blick über Loch Tummel mit seinen kleinen Inseln. Im Hintergrund kann man die Glencoe Mountains erahnen.
Aus meinem Archiv ein Bild von Queen’s View von einem früheren Besuch.
Die untergehende Sonne färbt die Wolken über Queen's View dramatisch ein. Loch Tummel spiegelt den Himmel.
Queen’s View vor Sonnenuntergang von 2012

Zweite Etappe auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye: Eilean Donan Castle

Es ist spät geworden, sodass wir uns jetzt sputen müssen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn auch in Schottland ist während der letzten Jahre Urlaub im Wohnmobil beliebt geworden. Auf der Isle of Skye haben wir es uns versprochen, wenn wir mehr Zeit haben, fahren wir mit unserem Wohnmobil auch kreuz und quer durch Schottland.

Jetzt, auf den schmalen, kurvenreichen Strassen kommen wir jedoch nicht so schnell voran. Es sind viele Wohnmobile unterwegs, die deutlich langsamer als erlaubt fahren. Ab ungefähr 18.00 Uhr wird es weniger, denn dann suchen sie sich ihren Stellplatz. In Schottland darf man überall frei stehen, wenn es nicht ausdrücklich verboten wurde.

Auch wenn wir spät dran sind, unterbrechen wir die Fahrt am Laggan Dam Viewpoint und geniessen kurz die Aussicht.

Auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye unterbrechen wir die Fahrt kurz am Laggan Dam Viewpoint und geniessen die Aussicht. Berge küssen den Himmel, Wälder stehen auf dem rechten Seeufer bis zum Wasser. Der Himmel sieht so aus, als würde es jede Minute anfangen zu regnen.
Aussicht am Laggan Dam Viewpoint

Als Nächstes machen wir einen kurzen Abstecher nach Fort William, um noch einzukaufen. Es gibt zwar auch auf der Isle of Skye in Broadford einen grossen Supermarkt, aber das hatten wir nicht mehr in Erinnerung.

Dadurch erreichen wir Eilean Donan Castle ein weiteres Mal erst, als es schon geschlossen ist. Im Laufe der Jahre sind wir so oft hier vorbeigekommen und haben es noch nie geschafft, dieses malerisch gelegene Schloss von Innen zu besichtigen. Eins meiner Lieblingsbilder vom Eilean Donan Castle stammt aus dem Frühjahr 2009. Wir waren auf dem Rückweg von der Isle of Skye nach Inverness. Damals waren wir noch nicht an die Schulferien gebunden, sodass wir da Mitte Mai unterwegs waren.

Mein Lieblingsbild vom Eilean Donan Castle aus dem Jahr 2009 zeigt orangen Stechginster im Vordergrund, das Schloss auf seiner Insel hebt sich vor den majestätischen Bergen ab, blauer Himmel mit markanten Wolken und die Umgebung ist schon viel grüner.
Diese Perspektive von 2009 mit dem Stechginster habe ich vergeblich gesucht.

Da eine Hochzeit im Schloss stattfindet, darf ich dieses Jahr zumindest hinter das Tor der Brücke und von da aus ein Bild machen. Der Parkplatz vor dem Schloss ist noch gut gefüllt. Viele Fotografen warten darauf, das Schloss angestrahlt zu sehen. Momentan wird es in den Farben der Ukraine angestrahlt. Darauf können wir jedoch nicht warten. Wir haben noch gut eineinhalb Stunden Fahrt bis zu unserem Cottage auf der Isle of Skye zu fahren. Das macht aber nichts, denn es gibt eine Webcam. Wenn du abends schaust, kannst auch du das angeleuchtete Schloss sehen.

Auf dem Weg von Edinburgh zur Isle of Skye unterbrechen wir die Fahrt am Eilean Donan Castle. Die Brücke leitet in einem Bogen von links den Blick zum Schloss, was eher an eine Burg erinnert. Die Wolken laufen scheinbar auf einen Hügel neben dem Schloss zu. Dort werden die Wolken noch gelblich angestrahlt.
Zwei Bilder von Eilean Donan und doch ist die Wirkung absolut unterschiedlich.

Das Ziel nach der langen Fahrt von Edinburgh zur Isle of Skye – Ein Cottage am A der Welt

Bevor unsere Fahrt von Edinburgh auf der Waternish Halbinsel auf der Isle of Skye endet, dürfen wir noch einige Single Track Roads in der Dunkelheit absolvieren. Hier auf der Isle of Skye regnet es an unserem Anreisetag, sodass es irgendwie früher dunkel wird.

Das Problem ist nicht der Verkehr, sondern die Tiere. Schafe schlafen besonders gern auf Asphalt, anders können wir es uns nicht erklären, dass wir sie immer wieder wecken. Wobei die Schafe scheinbar genau wissen, ob das Auto am Hintern vorbeipasst oder sie sich erheben müssen. Auch eine Rotwildherde steht unentschlossen in unserem Scheinwerferlicht und überlegt erst, in welche Richtung sie die Strasse verlassen soll.

In absoluter Dunkelheit finden wir unser kleines Cottage. Hier könnten wir es länger als fünf Nächte aushalten. Ein kleines Wohnzimmer mit Kamin, Sofa und Sesseln, eine moderne Wohnküche und im oberen Stock zwei Schlafzimmer mit Blick aufs Wasser und ein Bad. Erst am nächsten Morgen sehen wir, wie wunderschön es hier ist.

Etwas oberhalb des Ortes sieht man auf das Meer, Inseln und zerklüftete Küste. Stein besteht aus wenigen alten weissen Häusern, die sich dicht aneinander drängen. Auf dem Wasser liegen zwei Schiffe. Stein auf Waternish war das Ziel unserer langen Fahrt von Edinburgh zur Isle of Skye.
Der dritte Schornstein von links ist unser Haus.

Im nächsten Beitrag berichte ich dir von unseren Highlights auf der Isle of Skye.

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2 Kommentare zu “Von Edinburgh zur Isle of Skye mit Stopp am Blair und Eilean Donan Castle”

  1. Danke für den schönen Einblick in eure Fahrt.

    Der Cairngorms National Park ist erstaunlicherweise wenig bekannt, obwohl er der größte nicht nur in Schottland, sondern im ganzen Vereinigten Königreich ist.

    Pitlochry kann gut als Ausgangspunkt für Fahrten in den Nationalpark dienen. Blair Castle steht noch auf meiner Liste, aber Balmoral Castle mit seinem wunderschönen Garten ist definitiv sehenswert.

    Jetzt bin ich super gespannt, wie ihr die Isle of Sky erlebt habt. Mir hat sie unglaublich gut gefallen, trotz der single track roads.

    Viele Grüße
    Die Kate

    1. Hallo Kate,

      ja, durch Balmoral Castle sind wir auch auf einer unserer Schottlandreisen spaziert. Mein Lieblingsschloss in Schottland ist aber das Dunrobin Castle mit Falknerei und wunderschönem Garten, in dem niedrige Obstspaliere als Beetumrandung gezogen waren. Ich habe schon einen Beitrag zu schottischen Schlössern geplant, die mir gefallen haben. Mal sehen, ob mein Beitrag über Schlösser oder Jörgs Beitrag über die Destillerien eher fertig wird.
      Der Cairngorms National Park steht noch auf unserer Liste für eine der nächsten Schottlandreisen.

      Liebe Grüsse
      Susan

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