Reisetipps Chile von A bis Z

Chile ist eines der längsten und schmalsten Länder der Welt. Von der Atacama Wüste im Norden bis nach Patagonien im Süden erwarten dich verschiedene Klimazonen und Landschaften. Entsprechend unterschiedlich ist auch die beste Reisezeit für Chile. Unsere Chile Reisetipps helfen dir bei der Planung deiner Reise.

Von der Atacama bis nach Punta Arenas haben wir bereits einige Highlights von Chile erlebt. Ausgangspunkt unserer Reisen nach Chile war bisher Argentinien, von wo aus wir immer wieder mit dem Mietwagen über die Grenze gefahren sind.

Das Valle de la Luna zum Sonnenuntergang in Braun- und Orangetöne getaucht. Berge und Sand, während sich im Hintergrund hohe Vulkane erheben. Reisetipps Chile von A - Z
Einzigartige Landschaften in der Atacama

Anreise Chile

Chile erreichst du aus Europa am einfachsten mit dem Flugzeug. Der wichtigste internationale Flughafen ist Santiago de Chile. Von dort bestehen zahlreiche Inlandsverbindungen in den Norden und Süden des Landes.

Reist du bereits durch Südamerika, kannst du Chile auch auf dem Landweg erreichen. Zahlreiche Grenzübergänge verbinden Chile mit Argentinien. Wir selbst haben auf unserer Reise mehrfach mit dem Mietwagen die Grenze überquert. Vor allem bei den Andenpässen solltest du vor der Fahrt prüfen, ob der geplante Grenzübergang geöffnet ist.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Chile hängt stark davon ab, welche Regionen du bereisen möchtest. Chile liegt auf der Südhalbkugel, deshalb sind die Jahreszeiten unseren entgegengesetzt. Aufgrund der enormen Nord-Süd-Ausdehnung unterscheidet sich das Klima in den einzelnen Landesteilen erheblich.

Auch wenn die Atacama die trockenste Wüste der Welt ist, kann es im Norden Chiles kräftig regnen. Vor allem im Januar und Februar bringen während des Altiplano-Winters feuchte Luftmassen Niederschläge in die höher gelegenen Regionen. Überschwemmungen, aufgeweichte Strassen und gesperrte Zufahrten zu Sehenswürdigkeiten können die Folge sein.

Als beste Reisezeit für die Atacama in Chile gelten besonders die Monate April bis Juni sowie September bis November.

Ein Lehm-Salz-Piste ist bei trockenen Wetterverhältnissen gut zu befahren.
Wenn es regnet, werden solche Wege schwierig.

Wie in jeder Wüste können die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht erheblich sein.

Für Santiago, Valparaíso und Zentralchile eignen sich besonders Frühling und Herbst, also März bis Mai und September bis November. Im Sommer ist es warm und trocken, im Winter kühler und regnerischer.

In der Seenregion und weiter südlich Richtung Carretera Austral fällt deutlich mehr Niederschlag. Für diese Regionen eignen sich besonders die Monate Dezember bis März.

Die beste Reisezeit für Patagonien liegt etwa zwischen Oktober und März. Für den Torres del Paine Nationalpark, Puerto Natales und Punta Arenas bieten diese Monate längere Tage und oft angenehme Temperaturen.

Mit kräftigem Wind musst du hier jedoch stets rechnen. Im Torres del Paine Nationalpark kannst du alle vier Jahreszeiten an einem Tag erleben.

Sturm. In einer Pfütze bilden sich Wellen.
Der Wind im Süden Chiles kann stark blasen

Noch ein wichtiger Punkt bei unseren Chile Reisetipps sind die Ferienzeiten. Im Januar und Februar haben viele Chilenen Sommerferien. In dieser Zeit steigt die Nachfrage nach Unterkünften genauso wie die Preise.

Einreise Chile

Für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen benötigen Schweizer und EU-Bürger kein Visum. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass. Bei der Einreise erhältst du eine Tarjeta Única Migratoria (TUM), die du für die Ausreise aufbewahren solltest.

Reist du aus einem Nachbarland wie Argentinien, Bolivien oder Peru auf dem Landweg ein, gelten grundsätzlich die gleichen Einreisebestimmungen. An den Grenzübergängen werden die Einreiseformalitäten erledigt. Bist du mit einem Fahrzeug unterwegs, kommen die entsprechenden Fahrzeugpapiere und gegebenenfalls die Genehmigung des Autovermieters hinzu.

Unabhängig davon, ob du mit dem Flugzeug oder über eine Landgrenze einreist, gelten in Chile strenge Vorschriften für die Einfuhr von Lebensmitteln sowie pflanzlichen und tierischen Produkten. Diese müssen bei der Einreise deklariert werden. Mehr dazu findest du im Beitrag unter „Zoll“.

Das Schild Bienvenido a Chile steht scheinbar im Nirgendwo. Im Hintergrund erheben sich hohe Berge.
Wir waren immer froh, wenn wir die ganzen Formalitäten mit der Ein- und Ausfuhr des Mietwagen hinter uns hatten.

Erdbeben in Chile

Chile gehört zu den erdbebenreichsten Ländern der Welt. Als Europäer ist man darauf wenig vorbereitet. Auch wir haben ein starkes Erdbeben in der Atacama erlebt, deshalb gehört zu unseren Reisetipps Chile auch das richtige Verhalten im Falle von Erdbeben.

  • Mach dich mit deiner Unterkunft vertraut. Wie kommst du ohne Aufzug ins Freie?
  • Lege nachts Schuhe und eine Taschenlampe oder dein Handy griffbereit. Damit bist du gegen Stromausfall und Glasscherben gerüstet.
  • Habe die wichtigsten Papiere griffbereit in einem Rucksack oder einer Handtasche.
  • Halte dich von Fenstern und Gegenständen fern, die umfallen oder herunterfallen können. Suche möglichst Schutz unter einem stabilen Möbelstück und schütze Kopf und Nacken.
  • Überrascht dich ein Erdbeben unterwegs, halte im Freien Abstand zu Gebäuden, Mauern, Strommasten und Leitungen.
  • Bist du mit dem Auto unterwegs, reduziere die Geschwindigkeit und halte an einer sicheren Stelle an. Meide dabei Brücken, Tunnel, Stromleitungen und steile Hänge. Fahre nach einem starken Beben vorsichtig weiter, denn Strassen können beschädigt oder durch Steinschlag und Erdrutsche blockiert sein.
  • Rechne nach einem starken Erdbeben mit Nachbeben. Diese können ebenfalls heftig ausfallen und bereits beschädigte Gebäude weiter destabilisieren.
  • An den Küsten besteht Tsunami Gefahr nach einem Erdbeben. Strassenschilder zeigen dir an, wohin du dich begeben musst.

Weitere Hinweise zum Verhalten bei Erdbeben findest du auf der Website der chilenischen Katastrophenschutzbehörde SENAPRED.

Geld Chile

Die Landeswährung in Chile ist der Chilenische Peso (CLP). Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants, Geschäften und an vielen Tankstellen weitgehend akzeptiert. Trotzdem solltest du etwas Bargeld dabeihaben. Vor allem in abgelegenen Regionen, auf Märkten oder bei kleineren Anbietern kann es nützlich sein.

Chilenische Pesos kannst du mit einer Debit- oder Kreditkarte am Geldautomaten abheben. Viele chilenische Banken verlangen bei ausländischen Karten eine zusätzliche Gebühr für den Bargeldbezug. Diese wird dir am Automaten vor der Auszahlung angezeigt. Da die Gebühr pro Abhebung anfällt, ist es günstiger, einen grösseren Betrag abzuheben.

Die Debitkarte ist der Nachfolger der früheren EC-Karte. Welche Variante günstiger ist, hängt von deiner Bank und deinem Kartenmodell ab. Vergleiche deshalb vor der Reise die Gebühren für Bargeldbezüge im Ausland.

Kontrolliere vor der Abreise auch, ob deine Debit- und Kreditkarten für Chile freigeschaltet sind. Manche Banken sperren Karteneinsätze in bestimmten Weltregionen durch Geoblocking.

Als Alternative verwenden wir zum Bezahlen im Ausland inzwischen auch eine Wise-Karte. Dafür überweist du zunächst Geld auf dein Wise-Konto und kannst dein vorhandenes Guthaben günstig in andere Währungen tauschen. Mit der dazugehörigen Debitkarte bezahlst du anschliessend ähnlich wie mit einer Kreditkarte. Mehr ausgeben als das verfügbare Guthaben kannst du dabei nicht. Du kannst mit der Karte auch Geld abheben, das haben wir allerdings noch nicht ausprobiert.

Noch einer unserer Chile Reisetipps zum Geldabheben: Wähle am Geldautomaten immer die Abrechnung in Chilenischen Pesos und nicht in Schweizer Franken oder Euro. So bekommst du bessere Umrechnungskurse.

Höhenkrankheit

Wenn du in den Norden Chiles reist, solltest du die Höhe nicht unterschätzen. San Pedro de Atacama liegt bereits auf etwa 2.400 m. Viele Ausflüge führen von dort noch deutlich höher.

Ab etwa 2.500 m können erste Symptome der Höhenkrankheit auftreten. Typisch sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Schlafprobleme. Wie gut du die Höhe verträgst, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen.

Gib deinem Körper deshalb möglichst Zeit, sich an die Höhe zu gewöhnen. An den ersten Tagen solltest du körperliche Anstrengungen reduzieren und nicht gleich mit einem der höchstgelegenen Ausflugsziele beginnen. Alkohol kann die Akklimatisation zusätzlich erschweren.

Wichtig: Werden die Beschwerden stärker, solltest du in tiefere Lagen absteigen und medizinische Hilfe suchen. Viel trinken ist wichtig. Die Einheimischen empfehlen Mate-Tee.

Ein Schild in einer Geröllhalde weisst den Andenpass Abra del Acay mit einer Höhe von 4.895 m aus. Im Hintergrund erhebt sich ein schneebedeckter Gipfel. Reisetipps Chile von A - Z
Der Abra del Acay in Argentinien war die höchste Höhe, die wir auf unserer Südamerika Reise überquert haben als wir von San Pedro de Atacama nach Cachi gefahren sind.

Inlandsflüge Chile

Aufgrund der grossen Entfernungen sind Inlandsflüge in Chile oft eine zeitsparende Alternative zu langen Busfahrten. Viele Verbindungen führen über den internationalen Flughafen Arturo Merino Benítez (SCL) in Santiago de Chile.

Internationale Flüge werden dort über Terminal 2 abgewickelt, Inlandsflüge über Terminal 1. Die beiden Terminals liegen nur etwa zehn Gehminuten auseinander.

Einer unserer Chile Reisetipps für Inlandsflüge ist, mehrere Inlandsflüge möglichst zusammen bei einer Fluggesellschaft zu buchen. Verpasst du wegen einer Verspätung einen Anschlussflug innerhalb derselben Buchung, kümmert sich die Fluggesellschaft um die Umbuchung.

Bei einer reinen Inlandsverbindung wird dein Gepäck normalerweise bis zum Endziel durchgecheckt und du kannst beim Umsteigen im Transitbereich bleiben.

Wenn du die Preise für Inlandsflüge von LATAM, JetSMART und SKY Airline vergleichst, beachte, dass Aufgabegepäck bis 23 kg nicht automatisch enthalten ist. Je nach Tarif ist es inklusive oder muss zusätzlich gebucht werden. Buche es am besten gleich mit dem Flug, denn später am Flughafenschalter wird es teurer.

Mietwagen Chile

Ob du in Chile einen Mietwagen brauchst, hängt von deiner Reiseroute ab. Zwischen den grösseren Städten kannst du mit dem Flugzeug oder Bus reisen. Möchtest du dagegen abgelegene Regionen und Nationalparks individuell erkunden, bist du mit einem Mietwagen deutlich flexibler.

Bei der Wahl des Mietwagens solltest du auf ausreichende Bodenfreiheit achten, wenn du auch auf unbefestigten Strassen unterwegs sein möchtest. Einen Geländewagen brauchst du nicht automatisch. Je nach geplanter Route kann er aber sinnvoll sein.

Ein Furt durch einen Fluss im Regen, da ist man froh über einen 4x4 Pickup
Mit Bodenfreiheit und Allrad kein Problem

Einer unserer Reisetipps für Mietwagen in Chile ist, auf eine gute Versicherung zu achten. Vor allem im Süden kann starker Wind zum Problem werden. Er bläst Sand und Steine auf das Auto und kann Fenster und Lack beschädigen. Deshalb buchen wir unsere Mietwagen bereits von daheim auf Booking.com*. Wer zuerst eine Übernachtung bucht, kann einen Rabatt auf die Mietwagenmiete erhalten.

Unsere Empfehlung für Übernachtungen: Buchung über Booking.com* – grosse Auswahl und gute Storno-Optionen.
Der Link wird technisch über ein Partner-Tool bereitgestellt. Bei Buchung über unsere Links* erhalten wir eine kleine Provision – ein Dank für unsere Arbeit.

Plane deine Chile Reise so, dass du den Mietwagen am gleichen Ort zurückgibst, wo du ihn angemietet hast. One-way-Gebühren können kostspielig werden. Wie wir Reisen planen, erklären wir Schritt für Schritt im Beitrag zur individuellen Reiseplanung.

Im Süden Chiles gibt es einige Gravelroads.
Gut zu fahrende Gravelroad

Rund um Santiago gibt es elektronische Mautsysteme. Bei einem Mietwagen werden die angefallenen Mautgebühren in der Regel über den Vermieter abgerechnet. Prüfe bei der Anmietung, wie dein Anbieter die Maut berechnet und ob zusätzliche Servicegebühren anfallen.

Im Torres del Paine Nationalpark und an den Parkeingängen gibt es keine Tankstellen. Tanke deshalb vor der Anfahrt zum Nationalpark noch einmal voll und plane genügend Reserve für die Fahrten im Park und die Weiterfahrt zur nächsten Tankstelle ein.

Möchtest du mit einem Mietwagen die Grenze zwischen Argentinien und Chile überqueren, musst du das bereits bei der Anmietung anmelden. Der Vermieter muss die notwendigen Papiere ausstellen.

Netzstecker, Spannung und Frequenz

In Chile beträgt die Netzspannung 220 Volt bei 50 Hertz. Verwendet werden hauptsächlich Steckdosen vom Typ C und L. Schweizer Stecker vom Typ C mit zwei runden Stiften passen in der Regel, dreipolige Schweizer Stecker vom Typ J dagegen nicht.

Für Geräte mit Schweizer Typ-J-Stecker solltest du deshalb einen Reiseadapter mitnehmen. Bei Ladegeräten für Handy, Kamera oder Laptop ist normalerweise kein Spannungswandler notwendig, sofern auf dem Netzteil ein Eingangsspannungsbereich von 100 bis 240 Volt angegeben ist.

Weitere Informationen, findest du auch auf der Website von world power plugs.

Kabelsalat an einer Strassenlampe. Hier gehen ungefähr 60 unterschiedlich dicke Stromleitungen in 6 Richtungen.
Scheinbar funktioniert es auch so

Öffentlicher Verkehr

Aufgrund der grossen Entfernungen spielen Fernbusse in Chile eine wichtige Rolle. Zwischen vielen Städten gibt es regelmässige Verbindungen. Für lange Strecken sind Nachtbusse eine interessante Alternative zu Inlandsflügen. Einer unserer Chile Reisetipps für lange Busfahrten ist, bei der Buchung auf die angebotene Komfortklasse zu achten.

Je nach Busgesellschaft kannst du zwischen verschiedenen Komfortklassen wählen. Sie reichen von Semi Cama über Salón Cama bis zu Premium- oder Cama-Sitzen, die sich teilweise bis in eine fast waagerechte Position zurückstellen lassen. Je nach Anbieter und Verbindung gehören auch Kissen, Decken und Verpflegung zum Service. Bei der Buchung lohnt es sich deshalb, nicht nur den Preis, sondern auch die Ausstattung zu vergleichen.

Bei Doppelstockbussen befinden sich die besonders komfortablen Cama-Plätze häufig im unteren Bereich des Busses. Dort schaukelt es während der Fahrt weniger als im Oberdeck, was vor allem auf langen Nachtfahrten angenehm sein kann.

Das Eisenbahnnetz ist für Rundreisen durch Chile nur eingeschränkt interessant. Eine der wichtigsten Verbindungen führt von Santiago über Talca nach Chillán. In Talca kannst du ausserdem in den Zug nach Constitución umsteigen.

Im Süden Chiles spielen Fähren eine wichtige Rolle. Navimag verbindet Puerto Montt mit Puerto Natales durch die patagonische Fjordlandschaft. Die mehrtägige Fährfahrt ist eine interessante Alternative, wenn du zwischen der Seenregion und Patagonien reisen möchtest.

Auch Feuerland erreichst du mit der Fähre. TABSA verbindet etwa Punta Arenas mit Porvenir auf der Isla Grande de Tierra del Fuego. Die Überfahrt durch die Magellanstrasse dauert ungefähr zwei Stunden. Auf der Fähre können auch Mietwagen mitgenommen werden.

Eine Navimag Fähre in Puntas Arenas
Mit der Fähre durch die Fjorde

Zeit

Chile liegt mehrere Stunden hinter der Schweiz. Je nach Jahreszeit beträgt der Zeitunterschied meist vier bis sechs Stunden. Da Chile und die Schweiz ihre Uhren nicht zum gleichen Zeitpunkt auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit umstellen, verändert sich der Zeitunterschied im Laufe des Jahres.

Eine Besonderheit gibt es im Süden Chiles. In den Regionen Aysén und Magallanes werden die Uhren nicht zwischen Sommer- und Winterzeit umgestellt. Während der chilenischen Winterzeit sind sie Santiago deshalb eine Stunde voraus. Im Sommer gilt dagegen wieder im gesamten kontinentalen Chile dieselbe Uhrzeit.

Auf der Osterinsel ist es nochmals zwei Stunden früher als auf dem chilenischen Festland.

Zoll

Bei der Einreise nach Chile darfst du dein persönliches Reisegepäck und Gegenstände für den eigenen Gebrauch zollfrei mitbringen. Kaufst du vor deinem Flug nach Chile noch im Duty Free ein, gelten für bestimmte Waren zusätzliche Mengenbeschränkungen. Reisende ab 18 Jahren dürfen beispielsweise bis zu 2,5 Liter alkoholische Getränke, 400 Zigaretten, 50 Zigarren oder 500 g Pfeifentabak zollfrei einführen.

Besonders streng ist Chile bei Lebensmitteln sowie Produkten pflanzlichen und tierischen Ursprungs. Bei jeder Einreise musst du angeben, ob du solche Waren mitführst. Dazu gehören etwa Obst und Gemüse, Nüsse, Samen, Fleisch und Wurstwaren, Milchprodukte, Honig, Kräuter, Gewürze und Pflanzen. Auch getrocknete, verarbeitete oder originalverpackte Lebensmittel können deklarationspflichtig sein.

Deklarieren bedeutet nicht automatisch, dass du die Produkte abgeben musst. Der chilenische Landwirtschaftsdienst SAG kontrolliert sie und entscheidet, ob du sie einführen darfst. Im Zweifel solltest du Lebensmittel deshalb immer angeben.

Die gleichen Vorschriften gelten, wenn du aus einem Nachbarland auf dem Landweg nach Chile einreist. Bei jeder erneuten Einreise musst du eine neue SAG-Erklärung ausfüllen. Kontrolliere deshalb vor dem Grenzübertritt, welche Lebensmittel du noch dabeihast.

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