Herbstwochenende rund um Kandersteg – Wandern und Entdecken
Ein Wochenende in Kandersteg ist genau das Richtige, wenn du dem Alltag entfliehen und die spektakuläre Natur im Berner Oberland erleben möchtest. Zwischen Oeschinensee, Blausee und dem wilden Gasterntal warten eindrucksvolle Wanderungen, glasklare Farben und überraschende Entdeckungen. Selbst bei Regen lohnt sich ein Abstecher – etwa ins Tropenhaus Frutigen, wo du in tropischer Wärme einem Urzeitfisch, dem Stör, begegnest und Kakao, Kaffee und Bananen beim Wachsen zusehen kannst.
In dieser Jahreszeit zeigt sich das Wandern rund um Kandersteg von seiner eindrucksvollsten Seite – mit der beginnenden Laubfärbung am Oeschinensee, klar schimmerndem Wasser am Blausee und der wilden Landschaft des Gasterntals. So abwechslungsreich wie die Landschaft sind auch unsere Tipps.
Lass dich inspirieren und finde heraus, warum sich ein Herbstwochenende rund um Kandersteg ganz besonders lohnt. Beachte aber bitte: Zwischen Herbst und dem Start der Wintersaison legen die Seilbahnen in der Region eine Betriebspause ein. Die genauen Daten werden jedes Jahr neu festgelegt.



Dschungel und Kaviar – das Tropenhaus Frutingen
Wie weit muss man reisen, damit sich alles wie Urlaub anfühlt? In der Schweiz muss man jedenfalls nie weit reisen. Weil wir unglaublich gern in der Masoala Halle des Zoos Zürich sind, lag es nah, sich auch einmal das Tropenhaus in Frutigen anzusehen. Doch bevor es zu den exotischen Pflanzen geht, dreht sich alles um den Kaviar und seinen Lieferanten, den Stör.

Der grosse Fisch – Störzucht im Berner Oberland
Der Name „Stör“ stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet schlicht: gross. Und gross ist er tatsächlich. Der Beluga-Stör kann bis zu acht Meter lang werden und ist damit der grösste Süsswasserfisch der Welt. Störe werden je nach Art 30 bis 100 Jahre alt und lebten schon zur Zeit der Dinosaurier.
Da sich der Stör bevorzugt in tiefem Wasser aufhält, sind seine Augen lichtempfindlich. Und weil er nicht besonders gut sieht, hat die Natur ihn mit einem besonderen Sinnesorgan ausgestattet: vier Barteln vor dem Maul. Mit diesen „schmeckt“ er seine Umgebung. Nur wenn die Barteln signalisieren, dass etwas essbar ist, schnappt er zu. Wenn wir Schokolade schmecken könnten, ohne sie zu essen …?

Im Tropenhaus Frutigen schwimmen die Störe in grossen Zuchtbecken. Insgesamt umfasst die Anlage 85 Becken. Neben dem Sibirischen Stör werden hier auch Egli, Zander und Äsche gezüchtet. Die Störweibchen leben in Aussenbecken, um den natürlichen Jahreszeiten ausgesetzt zu sein. Die Anlage gilt als Vorzeigeprojekt der Fischzucht in der Schweiz – nachhaltig, ressourcenschonend und eng verknüpft mit erneuerbarer Energie. In der Ausstellung erfährst du mehr über Herkunft und Aufzucht der Tiere – vom Ankauf winziger Fingerlinge bis zur Kaviarproduktion.
Die Geschichte hinter dem Tropenhaus Frutigen
Mindestens genauso spannend wie der Stör selbst ist die Entstehung des Tropenhauses in Frutigen. Denn wer würde ein Tropenhaus in der Schweiz, noch dazu in den Bergen, vermuten?
Die Idee ist eng mit dem Bau des Lötschberg-Basistunnels verknüpft. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2007 verbindet dieser alpenquerende Eisenbahntunnel Frutigen im Berner Oberland mit dem Wallis. Mit einer Länge von 34,6 Kilometern gehört er zu den längsten Eisenbahntunneln der Welt.
Ein Nebenprodukt dieses Tunnels: warmes Wasser aus dem Berg. Das Wasser, das im Süden austritt, fliesst in die Rhone. Auf der Nordseite bei Frutigen hingegen tritt es mit rund 18 Grad Celsius aus – zu warm für die Kander und ihre empfindlichen Forellen. Die Frage war: wohin mit dem warmen Wasser?
Die Antwort: Fischzucht und Tropenhaus. So entstand die Vision, Fische wie Störe in einer geschlossenen Aquakultur zu züchten – Grundlage der heutigen Störzucht in der Schweiz.

Entstanden ist fast ein perpetuum mobile. Möglich machen dies die geschlossenen Stoffkreisläufe der Aquakulturen in Verbindung mit erneuerbaren Energien wie Solarstrom und Wärmepumpen. Das warme Tunnelwasser wird für die Fischzucht, das Tropenhaus und die Wärmepumpen genutzt. Die dabei entstehende Abwärme speist zusätzlich das Fernwärmenetz. Erst danach wird das abgekühlte Wasser in die Engstlige, einen Nebenfluss der Kander, eingeleitet.
Seit 2017 gehört das Tropenhaus Frutigen als eigenständige Einheit zur Coop-Gruppe.
Tropen im Glashaus – Kakao, Kaffee und Bananen
Kakao, Kaffee, Bananen, Papaya, Guaven, Chili, Zitrusfrüchte – all das wächst im Tropenhaus Frutigen auf engem Raum.



Vieles erinnert uns sofort an Costa Rica. Sei es die Lodge, in welcher man übernachten kann, sei es der Herd im Urwald. Unwillkürlich halten wir Ausschau nach Brüllaffen und Faultieren. Stattdessen entdecken wir holzgeschnitzte Tukane und Papageien in den Bäumen. Später sehen wir dann doch noch ein paar lebende Tiere im Tropenhaus Frutigen wie Seidenhühner und andere Vögel.

Hier ernten zu dürfen, muss ein Traum sein. Und tatsächlich beobachten wir einen Koch des Restaurants, wie er sich frische Zutaten für seine Gerichte direkt aus dem Garten Eden holt. Die überraschendste Entdeckung im Dschungel: mehrere Whisky-Fässer einer Schweizer Destillerie. Sie reifen hier versuchsweise im Tropenklima als Gegenstück zu jenen, die hoch oben auf der Jungfrau lagern und reifen.
Neben den vielen exotischen Pflanzen, die du hier findest, lernst du auch eine Menge über die Geschichte des Kaffees und des Kakaos. Am Ende des Rundgangs wartet das Restaurant auf Besucher, wenn nicht gerade ein Event mit geladenen Gästen stattfindet. Uns reicht es, im Souvenirladen am Eingang ein Eis mit geschmacklichen Zutaten aus dem Tropenhaus zu probieren. Die Geschmacksrichtung Schokolade-Chili in einer Eiscreme ist sehr speziell. Danach geht es ins 13 Kilometer entfernte Kandersteg.
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Der Oeschinensee bei Kandersteg – umrahmt von vier Dreitausendern
Oberhalb von Kandersteg liegt auf 1.578 Metern der Oeschinensee. Er zählt wie der Palpuognasee und der Blausee zu den schönsten Seen der Schweiz. Er wird eingerahmt von gleich vier markanten Dreitausendern: dem Doldenhorn (3.638 m), Fründenhorn (3.369 m), Oeschinenhorn (3.486 m) und dem Blüemlisalphorn (3.663 m).
Der Oeschinensee liegt nicht nur inmitten einer spektakulären Bergwelt, auch seine Farbe ist eindrucksvoll. Besonders jetzt im Herbst, wenn sich das Laub färbt, ist der See ein echtes Highlight. Selbst bei wolkenverhangenem Himmel wirkt die Landschaft stimmungsvoll. Und wenn dann noch die Sonne durchkommt, verstehst du, warum der Oeschinensee oberhalb von Kandersteg zu den Fotospots der Schweiz zählt. Uns erinnert die Szenerie an Kanada.

Aber mit dem Wetter ist es so eine Sache in den Bergen. Nachdem es am Vortag noch richtig usselig mit Regen und tief hängenden Wolken in den Bergen war, verspricht der Blick aus dem Fenster unseres schönen alten Belle Epoque Hotel Victoria* am frühen Morgen einen schönen Tag.

So beeilen wir uns. Als wir jedoch auf dem Weg zur Seilbahn zum Oeschinensee sind, ziehen dicke Wolken auf. Die Wetterapp ist aber weiterhin davon überzeugt, dass es ein sonniger Tag wird.

Oben angekommen, zeigt sich tatsächlich ein Sonnenloch über den Bergen auf der gegenüberliegenden Seite. Das macht Hoffnung.

Wir laufen zuerst zur Aussichtsterrasse Läger und geniessen den Blick von einer Bank. Danach steigen wir über einen kurzen, steilen Weg zum Seeufer hinab. Wer es gemütlicher mag, nimmt den breiten Weg links herum. Dort liegen die Bootsvermietung und ein Gasthaus – das touristische Ende des Sees.
Am Ufer, das wir fast für uns allein haben, machen wir ein paar Fotoexperimente. Danach folgen wir dem Seeufer ein Stück weiter nach links.

Wandern am Oeschinensee – oder einfach nur verweilen?
Am Oeschinensee bei Kandersteg gibt es zahlreiche Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Tatsächlich hatten wir vor, uns aufzuteilen, damit ich den Rundwanderweg Nummer 8 über das Oberbergli zurück zur Seilbahn nehmen kann. Doch Jörg meinte schon beim Blick auf den Wanderverlauf, dass der Weg nichts für ihn sei. Zuerst folgen wir einmal gemeinsam dem Seeufer, klettern über rutschige Steine und kleine und grössere Bäche, die in den See münden und warten auf den versprochenen Sonnenschein.


An diesem Ufer stürzen mehrere Wasserfälle in den Oeschinensee. Ganz hinten, wo der Weg endet, stehen Angler im glasklaren Wasser. Die meisten Wanderer bleiben vorn am See oder folgen dem Höhenweg oberhalb – jener Route, die auch ich ursprünglich geplant hatte. Doch gerade im Herbst lohnt es sich, das Ende des Sees zu erkunden. Wenn der Wasserstand tiefer ist als im Frühjahr, gelangt man weiter um den See. Eine vollständige Umrundung des Oeschinensees ist allerdings nicht möglich. Das gegenüberliegende Ufer ist stellenweise wegen Erdrutschgefahr gesperrt.



Nicht nur der Durchblick durch den Wasserfall ist interessant, auch der seitliche Blick bietet erstaunliche Perspektiven. Im Sommer ist ein Bad im Oeschinensee ein beliebter Zeitvertreib. Wir werden aber auch jetzt im Herbst Zeugen von abgehärteten Badegästen.
Die Sonne lässt sich Zeit. Aber als sie schliesslich durchbricht, verzaubert sie die Landschaft. Die Farben des Herbstes explodieren rund um den Oeschinensee. Spätestens jetzt ist klar: Der Rundwanderweg wird vertagt. Wir bleiben zusammen und wandern gemeinsam zurück nach Kandersteg.

Vorher gönnen wir uns noch eine Pause auf der Aussichtsterrasse, mit Blick über den See und einem sauren Most in der Hand. Überraschend: Die Flasche kostet hier zwei Franken mehr als auf dem Eggishorn mit Blick auf den Aletschgletscher, das fast doppelt so hoch liegt.
Der Abstieg zurück ins Tal ist über weite Strecken recht steil. Während wir noch in der Sonne wandern, liegt Kandersteg am Nachmittag bereits im Schatten – typisch für den Herbst im Berner Oberland.

Wandern im Gasterntal – unterwegs im Naturparadies
Das Gasterntal (auch Gasterental genannt) ist eines der grossartigen Täler in den Alpen. Wir bekamen den Tipp beim Abendessen von Einheimischen und sind froh, dass wir der Empfehlung gefolgt sind. Steile Felswände bilden eine enge Schlucht, durch die sich die noch junge Kander mit sichtbarer Kraft ihren Weg bahnt. Von der Talstation der Seilbahn Kandersteg–Sunnbüel führt der Wanderweg durch die enge Schlucht rund 300 Höhenmeter bergauf. Das Rauschen der Kander begleitet den Wanderer und macht Unterhaltungen fast unmöglich,



Am Ende der Schlucht wartet das Gasterntal, ein Hochtal, auf den Wanderer. Die Kander erhält hier Zufluss durch weitere Gebirgsflüsse. Das breite Kiesbett spricht eine eigene Sprache – wie es hier wohl im Frühjahr zur Schneeschmelze aussieht?

Schon bald erreicht man das Gastere Waldhus, das noch ohne Strom und fliessend Warmwasser auskommt. Von hier aus führen viele Wanderungen etwa zur Seilbahnstation Sunnbüel, zum Gemmipass, zum Lötschepass, zur Balmhornhütte oder nach Selden, von wo aus man weiter zum Kanderfirn laufen könnte.
Wir folgen der Kander durch das abgeschiedene Gasterntal und durch die wunderschöne Auenlandschaft. Das Vieh ist schon im Winterquartier, obwohl die Weiden noch herrlich grün leuchten. Das Herbstwetter zeigt sich von seiner sonnigen Seite.

Am Ende sind wir sogar froh über den Schatten, den die Auenwälder spenden, bevor uns der Felsen vor dem Sonnenstand schützt.


Die markanten Felsen mit ihren vielen Felsnasen sind sehr eindrücklich und sehen alle paar Meter wieder anders aus. Du siehst, wir Foto-wandern durch das Gasterntal und kommen nur langsam voran, weil es so viel zu entdecken gibt.

Lange folgt der Weg der Kander, bis es dann noch einmal ein paar Höhenmeter durch den Wald zu bewältigen gilt. Oben trifft man den Fahrweg, auf dem später auch der Rufbus mit uns zurück nach Kandersteg fährt. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Selden.

Rückweg nach Kandersteg – Fahrt mit dem Rufbus
Selden ist eine Ansammlung von Sommerhäusern und drei gemütlichen Gasthäusern*, die nur saisonal betrieben werden. Das war nicht immer so. Der Name Gasterntal leitet sich vom Wort gasteren ab, was im Dialekt der Einheimischen so viel wie übernachten bedeutet. Früher wurde Selden ganzjährig bewohnt und bot Reisenden über den Lötschepass Unterkunft und Verpflegung.

Heute gibt es im Weiler Selden Strom und eine lange Hängebrücke, die über das breite Kiesbett der Kander führt. Da wir uns für den Rückweg aus dem Gasterntal nach Kandersteg für den Rufbus entschieden haben, bleibt noch etwas Zeit zum Verweilen. Wir besuchen die Brücke, laufen über Steine durch das Flussbett und gönnen uns eine Suppe auf der Sonnenterrasse des Berghotel Steinbock.
Der Rufbus fährt von Juni bis Oktober zwischen dem Bahnhof Kandersteg und dem Gasterntal nach Selden. Er folgt einem festen Fahrplan, verkehrt aber nur auf telefonische Voranmeldung unter +41 (0)33 671 11 72.
Am Waldhus steigen weitere Leute ein und dann wird der Fahrweg abenteuerlich. In der engen Schlucht wurde der Fahrweg den Felsen abgetrotzt und führt durch Tunnel und Felsengalerien. Deshalb dürfen Fahrzeuge auch nur 2,2 m hoch und 2 m breit sein. Und da es hier keinerlei Ausweichmöglichkeiten gibt, regelt die Uhrzeit, wer wann fahren darf. Bergfahrten von Kandersteg ins Gasterntal sind jede Stunde stets von 45 bis 05 möglich. Talfahrten von 15 bis 35.

Solltest du mit deinem Auto von Kandersteg ins Gasterntal fahren wollen, musst du am Eingang zur Schlucht am Automaten eine Maut für den Strassenunterhalt zahlen. Parkplätze gibt es am Waldhus und in Selden viele.
Der Fahrer des Rufbusses kennt jede Kurve. Trotzdem sind wir froh, als wir die Schlucht passiert haben. Vom Parkplatz an der Seilbahnstation aus fahren wir weiter, bereit für ein letztes Highlight unseres Herbstwochenendes. Auf dem Rückweg nach Hause machen wir noch einen Halt am Blausee, auch wenn wir kaum glauben, dass die Eindrücke aus dem Gasterntal noch übertroffen werden können.
Herbst am Blausee – Farbe ist Programm
Auch wenn der Blausee genauso wie der Oeschinensee zu den sehr touristischen Zielen in der Nähe von Kandersteg zählt, sollte man ihn nicht links liegen lassen. Es hat seinen Grund, dass beide Seen so häufig besucht werden. Den Besuch des Blausees solltest du jedoch auf die Randzeiten verlegen. Wir haben beobachtet, dass sich die meisten Besucher nur rund um den See aufhalten. Sobald man sich ein Stück entfernt, wird es deutlich ruhiger. Eine andere Möglichkeit dem Besucherandrang zu entgehen, ist, direkt im Hotel & Spa Blausee* zu übernachten.
Tipp: Besondere Events des Hotels finden ab Ende November statt. Von Eisschwimmen über Sonntags-Brunch, Tauchen bis hin zu einem Weihnachtsmarkt.

Der Blausee liegt eingebettet im Grundwasserstrom des Kandertals. Durch seinen unterirdischen Zu- und Abfluss bleibt die Wassertemperatur das ganze Jahr über relativ konstant – etwa 10 Grad im Sommer und 6 Grad im Winter. Das sehr klare Wasser mit hohem Mineraliengehalt ist verantwortlich für die fast unwirkliche Farbe des Blausees. Diese verändert sich je nach Lichteinfall. Gegen Abend schimmerte der See bei unserem Besuch im Herbst in einem satten Türkisgrün bis Blau. Im Sommer dagegen wechselte die Farbe zwischen Aquamarin und Blau. Der Besuch des Blausees kann gut mit einem Ausflug nach Thun und dem Besuch des Niesen verbunden werden, aber das ist ein anderes Wochenende.


Fast mehr als die Farbe des Blausees haben uns die eigenwilligen Felsbrocken rund um den See fasziniert. Viele sind von grünen Linien durchzogen. Zuerst dachte ich an Pflanzen, aber beim Berühren zeigte sich, dass sich die Streifen genauso rau anfühlen wie der Fels selbst. Oft sind sie teilweise von Moos überwachsen.

Da es am Spätnachmittag bereits recht dunkel war, habe ich mich fotografisch an bewegten Langzeitbelichtungen (ICM) versucht. Der Wald wirkte dadurch fast märchenhaft.

Blausee – Wege und Wanderungen
Durch den Naturpark Blausee führen verschiedene kurze Wege. Einer bringt dich durch ein Felsenlabyrinth zu den Becken der Forellenzucht, ein anderer bietet weite Ausblicke.
Zudem führen zahlreiche Wanderwege von oder zum Blausee. Der See liegt zwischen Kandersteg und Frutigen auf rund 900 Metern Höhe. Du kannst von Kandersteg aus ein Stück dem Bahnwanderweg Lötschberger Nordrampe folgen. Vom Parkplatz Blausee erreichst du in etwa 30 Minuten die Felsenburg mit ihrem 12 Meter hohen Aussichtsturm. Leider reichte unsere Zeit dafür nicht mehr aus. Wer mag, kann durch das Kandertal bis nach Frutigen wandern und das Tropenhaus besuchen.


Oeschinensee, Gasterntal oder Blausee – ich könnte nicht sagen, welcher dieser Ausflüge unser Favorit war. Jeder hatte seinen besonderen Reiz.
Unser Herbstwochenende in Kandersteg endet mit dem Besuch des Blausees und dem Wunsch wiederzukommen. Der Herbst mit seiner Farbenpracht ist eine wunderbare Zeit zum Wandern.
Hier findest du noch weitere Inspirationen für spannende Wochenendausflüge:
- Herbsteskapade in Lauterbrunnen und Mürren
- Genfersee im Herbst
- Genfersee im Frühjahr
- Brienzersee

Hallo Susan, wow, welch tolle herbstliche Landschaft ihr erkundet habt. Die Farben sehen echt wunderschön aus! Wahnsinn, dass es diese Orte in Europa fast direkt vor unserer Haustür gibt.
LG Julita
Hallo Julita,
ja, diese Blau- und Türkis-Töne der Seen im Kontrast zur Herbstfärbung sind einfach genial. Ich bin auch schockverliebt.
Liebe Grüsse
Susan
Liebe Susan,
ich bin ganz deiner Meinung: Der Herbst ist eine tolle Jahreszeit zum Wandern! Und die Farben hast du mit Farben – und mit Worten – wunderbar eingefangen. Von Kandersteg habe ich noch nie gehört, muss ich gestehen. Aber dein Artikel macht Lust, dort mal ein Wanderwochenende einzuplanen. Vielen Dank für die Anregung!
Liebe Grüße
Elke
Liebe Elke,
freut mich, dass es mir gelungen ist, zu inspirieren. Oft muss man gar nicht weit reisen, um im «Urlaub» zu sein.
Liebe Grüsse
Susan